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Jahresendrally abgesagt? DAX rutscht unter 13.000 Punkte

| Quelle: FIN_BLOG | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Deutsche Aktienindex startete sehr euphorisch in den November. Mit der Markierung eines neuen Allzeithochs bei 13.525 Punkten standen die Ampeln am 7.11 auch weiterhin auf grün. Doch dann kamen erste Bedenken auf. Hintergrund waren die Quartalszahlen, welche nicht bei allen Unternehmen überzeugend ausfielen. So kürzte beispielsweise Siemens in einem Geschäftsbereich massiv Stellen. Gewinne gab es in den Bilanzen dennoch. Sie beruhten jedoch teilweise auf Sondereffekten, wie man bei der Commerzbank AG sehen konnte. Dazu berichteten wir im finanztreff.de Blog bereits ausführlich.

Es führte letztlich zu einem Abrutschen unter 13.000 Punkte zur Monatsmitte. Und erstmals seit dem 20. Oktober zu einem Wochenschlusskurs unter 13.000 Punkten. Ein eher schlechtes Omen? Vielmehr ein „Zeichen“, dass diese Marke mit ihrer psychologischen Wirkung die Marktteilnehmer beschäftigt.

Am Sonntagabend des 19. November verkündete FDP-Chef Christian Lindner überraschend den Ausstieg aus den Regierungsverhandlungen. Damit stand die geplante Jamaika-Koalition vor dem Aus und die Regierungsbildung verschob sich in weite Ferne. Ein Faktor, der die Börsen direkt verunsicherte. Mit der Markteröffnung um 12.900 wurden zwar im ersten Effekt neue Käufer im DAX angelockt, diese hielten sich jedoch weiterhin bedeckt. Über 13.200 schaffte es der Deutsche Aktienindex nicht und fiel mehrfach in den letzten Tagen unter 13.000 Punkte zurück. Mit einem Rutsch unter 12.900 vollzog sich erst heute eine neue „Angriffswelle der Bären“, um eine Börsenmetapher zur Beschreibung zu nutzen.

Doch eigentlich sahen die Rahmenbedingungen positiv aus. Der ifo-Geschäftsklimaindex notiert auf einem Verlaufshoch und die Erwartungen der Wirtschaft bleibt positiv. Dies kann man in folgendem historischen Diagramm des ifo-Institutes sehen:

 

 

Sorge machte vielmehr der hohe Euro, welcher die Exportwirtschaft belastet und damit  auf der Wirtschaft lastet. Mit Kursen über 1,19 bringt der EUR/USD die Erträge der Exporteure zum Schmelzen. Kein Wunder also, wenn Automobilwerte und Zulieferer zu den Flops in der heutigen Entwicklung zählen. Dies zeigt Ihnen jederzeit für die Indizes DAX, MDAX, TecDAX, STOXX50 und US-Indizes die Übersichtsseite „Tops & Flops“ auf. Dazu kam noch immer die nicht geklärte Frage nach einer neuen Regierungszusammensetzung. Die Börse mag keine Unsicherheiten!

 

Mit dem aktuellen Stand liegt der DAX in etwa auf den Mai- und Juni-Hochs. Dort könnte sich eine Unterstützung etablieren, sagen zumindest Charttechniker. Beim Blick auf das Chartbild des vergangenen Jahres ist die aktuelle Richtungsänderung gut zu sehen. Von Panik sind wir jedoch weit entfernt, denn trotz einem Minus auf Monatssicht November hat der DAX mit 13 Prozent Gewinn im laufenden Jahr sein statistisches Ziel (=Mittelwert der vergangenen Jahre) bereits erfüllt. Vom Tagestief 12.810 sind wir aktuell auch schon wieder rund 1 Prozent entfernt. Anbei der Blick auf den DAX-Chart Zeiteinheit 1 Jahr:

 

 

Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil mit Hilfe der vielen Einstellmöglichkeiten im Charttool. Denn Chartspezialisten nutzen diese historischen Kurse, die erfolgten Verlaufsmuster und markante Marken aus der Vergangenheit, um sich ein Szenario für die Zukunft zu erstellen. Charttechnik ist sicherlich keine selbsterfüllende Prophezeiung, jedoch eine Möglichkeit der Entscheidungsfindung für Ihren Handel an der Börse. Dieser Methode widmet sich ein ganzer Bereich auf finanztreff.de – die Rubrik „Technische Analyse“. Schauen Sie gerne dort für weitere Werte auch abseits des DAX vorbei.

 

Wie es an der Börse und mit unserer zukünftigen Regierung weitergeht, behalten wir für Sie im Auge. Bleiben Sie uns also auf den bekannten Kanälen und der Webseite als treuer Leser erhalten und treffen Sie erfolgreiche Entscheidungen.

 

Viel Erfolg wünscht dabei das Team von finanztreff.de

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/rutschgefahr-gefahr-rutschen-1029864/)

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