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Jetzt schon an morgen denken! Der nächste Crash lässt nicht mehr ewig auf sich warten

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die internationalen Notenbanken haben in den vergangenen Jahren wirklich alles dafür getan, dass sich Konjunktur und Aktienmärkte möglichst nachhaltig positiv entwickeln. Durch historisch niedrige Zinsen und eine massive Ausweitung der Geldmenge wurde eine Nachfrage geschaffen, die es in diesem Ausmaß sonst nicht gegeben hätte. Dennoch oder auch gerade deshalb wird sich aller Voraussicht nach nichts daran ändern, dass es bei der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Länder und auch an den Börsen gewisse Zyklen gibt, die neben Auf- auch Abschwungphasen beinhalten. Von daher werden sowohl die „Mega-Bullen“ als auch die „Perma-Bären“ irgendwann einmal Recht behalten. Alles ist eben immer nur eine Frage der Zeit.

Vor diesem Hintergrund sollte auch die jüngste Crash-Warnung von Albert Edwards gesehen werden. Der als „Crash-Prophet“ bekannte Aktienstratege der Societe Generale gibt zu bedenken, dass eine Rezession der US-Wirtschaft und ein Crash der Aktienmärkte unmittelbar bevorstehen könnten. Beim S&P 500 rechnet er zum Beispiel mit einem Kursrückgang um mindestens 75 Prozent, weil erst dann eine „faire Bewertung“ erreicht sei. Auch wenn sich eine Rezession aktuell noch nicht abzeichnet, sollte man eine solche Entwicklung nicht direkt ins Reich der Fabel verweisen. Schließlich sind die Aktienkurse in den vergangenen Jahren auch massiv gestiegen. Der S&P 500 etwa hat sich seit dem Finanzkrisen-Crash mehr als vervierfacht, der Nasdaq 100 ist in der Spitze sogar um mehr als 600 Prozent emporgeschossen. Der Aufschwung hält zudem bereits mehr als neun Jahre an.

Argumente für eine Fortsetzung der Rally gibt es aktuell natürlich genug, schließlich brummt der Konjunkturmotor ja auch noch. Aber das wird wahrscheinlich kein Dauerzustand sein. Und wenn es tatsächlich demnächst irgendwann mal zu einer Rezession kommen sollte (durch was auch immer diese ausgelöst wird – auch hier fallen einem ja sofort mehrere Gründe ein), dann werden auch die Gewinne der Unternehmen nicht mehr so sprudeln. Und dann könnten die heute noch als „fair“ akzeptierten Bewertungen an den Aktienmärkten plötzlich als „viel zu hoch“ wahrgenommen werden. In vielen Medien werden Sie dann (wahrscheinlich ziemlich am Ende des Crashs) lesen, dass das alles nach einem so langen Aufschwung ja ganz normal sei…

Das größte Problem für Investoren liegt in der Frage des richtigen Timings. Sollte man jetzt schon auf fallende Kurse spekulieren und damit Gefahr laufen, von der nächsten (vielleicht jetzt gerade angelaufenen) Rally überrollt zu werden? Oder lieber abwarten, bis sich deutliche Anzeichen für eine Rezession ergeben? Dann wiederum werden die Aktienmärkte das wahrscheinlich vorweggenommen haben und die Kurse notieren schon deutlich niedriger. Auch die Charttechnik (gebrochene Trends abwarten etc.) hilft hier nur bedingt weiter, zumindest für in diesem Bereich nicht so erfahrenen Anleger. Eine sinnvolle Alternative könnte daher sein, per Sparplan oder individuell gestalteten Staffelkäufen in ein Produkt zu investieren, das von fallenden Aktienkursen profitiert.

Aufgrund der Risiken (wer weiß, wie stark die Kurse noch steigen, bevor es runter geht) sollte man dabei aber keine hoch gehebelten Produkte auswählen. Eine Möglichkeit dazu bietet zum Beispiel der von der DWS angebotene ETF mit dem Namen „Xtrackers S&P 500 Inverse Daily Swap UCITS“. Dahinter verbirgt sich als Basiswert der S&P 500 Total Return Short Index, welcher invers an die Wertentwicklung des S&P 500 (inkl. Dividenden) gekoppelt ist. Wenn die Aktienkurse steigen, fällt also dieser ETF und umgekehrt. Da die Berechnung auf Basis der täglichen Indexentwicklung erfolgt (ähnlich wie bei Faktor-Zertifikaten oder dem LevDAX etc.), wird die Performance auf lange Sicht zwar nicht exakt dem Spiegelbild des Aktienindex entsprechen. Zumal hier auch noch geringe Gebühren (0,5 Prozent p.a.) anfallen und die Euro/US-Dollar-Entwicklung den üblichen Einfluss auf den Kurs des ETF hat. Wenn es aber tatsächlich zu einem Crash kommt und gleichzeitig der Euro gegenüber dem Dollar nicht in ähnlichem Ausmaß explodiert, dann werden Anleger mit diesem Produkt auf jeden Fall deutliche Kursgewinne verbuchen (WKN: DBX1AC).

Thomas Koch

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Xtrackers S&P 500 Inverse Daily Swap UCITS ETF
Xtrackers S&P 500 Inverse Daily Swap UCITS ETF - Performance (3 Monate) 12,39 -1,09%
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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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