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Kandidatenfeld für IWF-Spitze kristallisiert sich heraus

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Bojan Pancevski

BERLIN (Dow Jones)Bei der anstehenden Neubesetzung des IWF-Chefpostens gibt es offenbar Fortschritte. Am Rande des G7-Finanzministertreffens kursiert laut EU-Vertretern eine Shortlist mit den aussichtsreichen Kandidaten für die Nachfolge der scheidenden Direktorin Christine Lagarde. Zu den Kandidaten zählen Jeroen Dijsselbloem, Mario Centeno, Olli Rehn und Nadia Calvino. Mark Carney, der als möglicher Nachfolger gehandelt wurde, stehe nicht auf der Liste.

Lagarde, die als Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) nominiert wurde, ist am Dienstag offiziell zum 12. September vom Chefposten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgetreten und hat so den Weg für die Ernennung eines Nachfolgers in den kommenden Monaten freigemacht.

Laut hochrangigen EU-Vertretern werden sich die Finanzminister von Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, USA, Japan und Kanada bei ihrem Treffen über die Kandidaten austauschen. Dijsselbloem, der frühere niederländische Finanzminister und Chef der Eurogruppe, werde von Deutschland und Frankreich unterstützt, sagten weitere Vertreter. Jedoch komme er bei den Südeuropäern nicht gut an, weil er als Eurogruppenchef die Austeritätspolitik vehement vertreten hat. Bei Deutschland und den Nordeuropäern könnte auch Rehn, Gouverneur der finnischen Notenbank und früher EU-Kommissar, punkten.

Bei den Südeuropäern hätten entweder Centeno, aktueller Chef der Eurogruppe und Finanzminister Portugals, oder Calvino, spanische Wirtschaftsministerin und frühere hochrangige EU-Beamtin, wohl bessere Chancen.

Carney, der in Kanada geborene Gouverneur der Bank of England, kommt laut den EU-Vertretern derzeit nicht in Frage. Ein Vertreter sagte, dass Carney, der auch die irische und britische Staatsbürgerschaft hat, nicht berücksichtigt werde, weil er ursprünglich nicht aus Europa stammt. Ein anderer Offizieller sagte, der entscheidende Grund sei der, dass jemand aus der Eurozone nominiert werden solle.

Mitarbeit: Joshua Zumbrun)

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/mgo/sha

END) Dow Jones Newswires

July 17, 2019 12:36 ET ( 16:36 GMT)

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