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Keiner hat mehr Lust auf Gold! Gerade deshalb könnte der Preis steigen

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die hier vor einem halben Jahr (Investmentecke vom 22. März) für mutige Anleger vorgestellte Spekulation auf einen steigenden Goldpreis ist nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Statt dem erhofften Sprung über den charttechnischen Widerstand bei rund 1370 US-Dollar durchbrach das Edelmetall im Mai die Unterstützung bei gut 1300 Dollar. Nach einem klassischen Pullback an die Ausbruchsmarke fiel der Kurs sogar bis 1160 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2017. Aktuell kostet eine Feinunze rund 1200 Dollar. Als Belastungsfaktoren gelten vor allem die bei gemäßigter Inflation tendenziell steigenden Zinsen (machen Gold als Anlage weniger attraktiv) sowie die bis zum Sommer vollzogene Aufwertung der amerikanischen Währung.

Auffällig, wenngleich nicht ungewöhnlich, ist in der aktuellen Lage das Desinteresse von Investoren und Medien am Goldpreis. Spektakuläre Empfehlungen mit den typischerweise hohen Kurszielen sieht und hört man aktuell kaum. Die börsengehandelten Gold-ETFs verzeichnen zudem laufend Abflüsse. Dazu passen die Ergebnisse der aktuellen Umfragen von Bank of America Merrill Lynch. Demnach ist die Gold-ETF-Asset Allocation bei den Privatkunden gerade auf ein historisches Tief gefallen. Weniger als ein Prozent aller Assets sind aktuell in Gold angelegt. Mit Blick auf die Fondsmanager-Umfrage hat die Unterbewertung von Gold ein 17-Jahres-Tief erreicht.

Die Kollegen von Wellenreiter-Invest sprechen angesichts dieser Zahlen von einer „Kapitulation“ der Marktteilnehmer. Die daraus resultierende Prognose lautet, dass es für den Goldpreis schwer wird, weiter zu fallen. „Wer nichts mehr hat, kann nicht verkaufen“, so das schlussendlich logische Fazit. Die Redakteure sehen charttechnisch zudem die Chance auf ein Doppeltief und raten, mögliche Long-Spekulationen mit einem Stopp Loss unterhalb des August-Tiefs bei 1166 Dollar abzusichern. Bis dahin ist nicht wirklich viel Luft (rund 3 Prozent), was auf der einen Seite das Risiko eines Verlusttrades natürlich erhöht. Auf der anderen Seite bieten entsprechende Spekulationen gerade wegen des engen Stopps ein lukratives Chance-Risiko-Profil.

Schon ein Test des Dezember-Tiefs bei rund 1240 Dollar würde so nämlich dazu führen, dass Anleger ungefähr den Betrag verdienen, den sie bei dem Trade auch riskieren. Sollte die ehemalige Unterstützung bei 1300 Dollar angelaufen werden, winken sogar Gewinne in Höhe des dreifachen Initial-Risikos. Und natürlich könnte man es noch auf die Spitze treiben und das Potenzial für den Fall berechnen, dass Albert Edwards, Aktienstratege der Societe Generale, mit seiner Goldpreis-Prognose Recht behält. Der hatte für die nächste, seiner Ansicht nach bald anstehende Rezession neue Rekordstände von über 1900 US-Dollar in Aussicht gestellt. Wer darauf spekuliert, sollte aber nicht mit einem so engen Stoppkurs arbeiten, der schon bei der nächsten kleinen Korrektur erreicht werden kann.

Für kurzfristig agierende und sehr spekulative Anleger hingegen bieten sich wie immer Knock-out-Scheine mit Barrieren an, die etwas unterhalb der genannten Marke liegen. Das ist zum Beispiel bei einem währungsgesicherten Best Unlimited Turbo der Commerzbank (Basispreis und Knock-out-Marke bei 1139,461 Dollar) der Fall, der aktuell einen Hebel von rund 18 ausweist (WKN: CE1Z68).

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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