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Kieler Institut: Aufschwung kommt frühestens 2021

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
KIEL (dpa-AFX) - Die schwierige Lage in der Industrie belastet nun auch die unternehmensnahen Dienstleistungen und bremst die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Mit einem Aufschwung der Gesamtwirtschaft sei frühestens im übernächsten Jahr zu rechnen, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturprognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). "Zunächst kriecht die Wirtschaft aber in das neue Jahr", sagte der IfW-Konjunkturforscher Stefan Kooths. Im kommenden Jahr sei mit einem Wachstum von 1,1 Prozent zu rechnen, 2021 dann mit 1,5 Prozent. Im laufenden Jahr werde das Wachstum 0,5 Prozent betragen.

Getrieben wird die aktuelle Schwäche durch die Rezession in der Industrie. Die normale Auslastung wird dort unterschritten, die Investitionen nehmen nach der Prognose im nächsten Jahr um 1,1 Prozent ab. Das hat viel mit einem schwächer wachsenden Export zu tun. Dagegen steht die Binnenwirtschaft, die das fast ausgleicht. So werde die Bauwirtschaft durch extrem günstige Finanzierungsbedingungen unvermindert befeuert und investiert kräftig. Der private Konsum profitiere von Einkommenshilfen seitens der Finanzpolitik und einer nach wie vor robusten Entwicklung am Arbeitsmarkt und legt um 1,5 Prozent in diesem und dem nächsten Jahr zu, danach um 1,7 Prozent.

"Trotz der aktuellen Schwäche braucht die deutsche Wirtschaft kein Konjunkturprogramm", sagte Kooths. "Die Industrierezession hat ihre Ursachen maßgeblich im Ausland und betrifft Produktionsbereiche, die auf staatliche Nachfrageprogramme kaum reagieren würden." Mittelfristig spreche viel dafür, sich im Staatshaushalt über die Prioritäten klar zu werden und Investitionen nach oben zu stellen. Dann müssten andere Bereiche zwingend weniger wichtig sein. Die Schuldenbremse stehe dem nicht entgegen./egi/DP/jha


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