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Kleine Öl-Spekulation mit 30 Prozent Rendite

| Quelle: INV

Zugegeben, mit Geldanlage im eigentlichen Sinne hat das wenig zu tun. Aber im derzeitigen Marktumfeld ist für tiefgreifende Investitionsentscheidungen ohnehin nicht viel Raum. Warum also nicht einmal eine kleine Spekulation auf Öl anstellen, zumal dessen Preisverfall momentan sowieso in aller Munde ist und als Wurzel allen Börsenübels genannt wird.

Im Zentrum steht die Frage, wie tief der Preis für Brent und WTI noch nach unten rauschen kann. Beinahe nichts scheint da unmöglich und einige Akteure nennen sogar Preise von 20 oder gar 15 Dollar als denkbare Tiefpunkte bevor es wieder nach oben gehen werde. Die Mehrzahl der Rohstoff-Strategen geht aber trotzdem mittelfristig von einer Erholung bis in den Bereich um 50 Dollar aus.

Ein zentrales Problem ist dabei, dass kaum ein Markt so stark von politischen Motiven beeinflusst wird, wie der Ölmarkt. Was wollen die Saudis? Die Fracking-Branche in den USA klein halten und dem Iran die Rückkehr an den Markt verderben? So oder ähnlich lauten zwei der Fragen, die sich in diesem Zusammenhang aufdrängen.

Ein denkbarer Ansatz um sich hier trotzdem ein wenig zu engagieren bieten die von der Société Générale in reicher Zahl angebotenen Spezial-Optionsscheine mit denkbar einfachem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Bei einem aktuell zu rund 8,56 Euro angebotenen Stay-High-Schein mit KO-Marke bei 19 Dollar gibt es am Ende glatte 10 Euro zurück, wenn der Brent-Preis bis zum 9.9.2016 immer über besagten 19 Dollar bleibt (stay high eben). Tut er dies nicht, ist das Papier sofort wertlos und verfällt zu 0 (bzw. zu 0,001). Bezogen auf das eingesetzte Kapital und die kurze Restlaufzeit ergibt der kleine denkbare Gewinn von 1,44 Euro ein durchaus ansehnliches Renditepotenzial von 29,1% p.a. (SE3CCM). So übel ist das nicht. Vorausgesetzt der Ölpreis hält sich an den Spielplan.

Deutliche höhere Gewinne sind natürlich möglich, wenn entsprechend höhere KO-Marke genutzt werden. Schon bei 20 Dollar als Untergrenze steigt die Gewinnchance auf 23 Prozent absolut und mehr als 40 % p.a. (SE241F).

Und natürlich geht auch die Gegenrichtung. Zum Beispiel bei einem Stay-Low mit KO-Marke bei 46 Dollar (SE2M5H). Wer davon ausgeht, dass die Öl-Optimisten keine Ahnung haben, der kommt – wenn er Recht behält – auf einen Gewinn von rund 30 Prozent oder 52,7% p.a. (Kurs: 7,73).

Ralf Andreß

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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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