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KORREKTUR: MÄRKTE EUROPA/Warten auf Fed - Siemens-Gasturbinengeschäft im Blick

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
(In dem gegen 18.09 Uhr MESZ gesendeten Marktbericht wurde ein falscher Schlusskurs von Adyen genannt. Richtig muss es im dritten Satz des vierten Absatzes 455 (NICHT 481) Euro heißen. Es folgt die korrigierte Fassung.)

MÄRKTE EUROPA/Warten auf Fed - Siemens-Gasturbinengeschäft im Blick

Von Manuel Priego-Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)Bei einem zurückhaltenden Handel ist es mit den Kursen an den europäischen Börsen am Mittwoch leicht nach oben gegangen. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,1 Prozent auf 3.480 Punkte. Der DAX, gestützt von kräftigeren Aufschlägen bei einigen Schwergewichten, kam auf ein Plus von 0,4 Prozent auf 12.891. Die Anleger hielten sich bedeckt vor der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank am Abend. Dazu gesellte sich am Donnerstag die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) und am Freitag der Große Verfalltag an den internationalen Derivatebörsen.

Eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank am Abend galt als ausgemachte Sache. Offen war aber weiter die Frage, ob sie bis zum Jahresende noch einen oder zwei weitere Zinsschritte vornehmen würde. Eine zu "falkenhafte" US-Notenbank könnte die Stimmung an den Märkten drücken. Die am Vortag gemeldeten US-Verbraucherpreise sprächen dafür, hieß es im Handel: Sie hatten mit 2,8 Prozent auf Jahressicht den stärksten Anstieg seit sechs Jahren offenbart. Stark gestiegene US-Erzeugerpreise lieferten ein weiteres Argument für eine US-Leitzinserhöhung. Die Erzeugerpreise waren im Mai um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen und damit viel stärker als die erwarteten 0,3 Prozent.



Siemens erwägt Trennung von Gasturbinengeschäft


Siemens zieht laut einem Agenturbericht die Trennung von ihrem Geschäft mit Gasturbinen in Erwägung. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtete, schaue man sich alle Möglichkeiten an, auch die Kombination mit einem Rivalen. Es gebe keine finale Entscheidung. Es sei auch möglich, dass Siemens das angeschlagene Geschäft behalte. Der Zeitpunkt für eine Transaktion wäre vermutlich nicht schlecht, hieß es im Handel. In einer aktuellen Studie urteilte Morgan Stanley, dass sich die Marge bei Power & Gas nicht weiter verschlechtern werde. Das Index-Schwergewicht Siemens schloss 2,4 Prozent fester und stützte so auch den DAX.

Ein fulminanter Börsengang des Wirecard-Konkurrenten Adyen an der Euronext in Amsterdam stützte die im TecDAX gelistete Wirecard-Aktie. Die Adyen-Aktien starteten mit 400 Euro gegenüber der Zuteilung von nur 240 Euro je Aktie. Das Papier ging bei 455 Euro aus dem Handel. Die Wirecard-Aktie kam auf ein Plus von 3,7 Prozent. Bei Morphosys ging es 1,2 Prozent nach oben angesichts neuer Phase-3-Meldungen zu ihrem Alzheimer-Präparat. Nach einer Kaufempfehlung mit Kursziel 49 Euro durch Bryan Garnier kletterte die Aktie von Software AG um 3,6 Prozent auf 42,88 Euro nach oben.



Inditex mit starken Geschäftszahlen


Von starken Geschäftszahlen sprachen Marktteilnehmer beim spanischen Modeanbieter Inditex, zu dem Marken wie Zara gehören. Das EBIT habe die Erwartungen deutlich geschlagen, hieß es am Markt. Mit 851 Millionen Euro liege es über der Prognose von knapp 820 Millionen Euro. Die Analysten von Jefferies lobten die Zahlen und sahen Anzeichen für eine beschleunigte Gewinnentwicklung bei Zara. Die Aktie schloss mit Aufschlägen von 3,5 Prozent.

Lufthansa stellten den größten DAX-Gewinner mit Aufschlägen von 3,3 Prozent. Im Handel wurde unter anderem auf den starken Kursanstieg von Fraport verwiesen. Fraport (plus 3,4 Prozent) hatte im Mai 9,5 Prozent mehr Passagiere abgefertigt. Von Januar bis Mai betrug der Zuwachs 8,9 Prozent. Thyssenkrupp stiegen 1,9 Prozent. Der Konzern verlangt bei der geplanten Fusion seiner europäischen Stahlsparte mit Tata Steel Europe laut einem Medienbericht Zugeständnisse. Der Wert von Thyssenkrupp Steel sei nach einer jüngsten Analyse von Goldman Sachs aufgrund der besseren Geschäftsentwicklung um einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag gestiegen.



Glencore einigt sich im Kongo


Der Vergleich zwischen der Glencore-Tochter Katanga Mining und der staatlichen kongolesischen Bergbaugesellschaft Gecamines schickte die Glencore-Aktie um 3,8 Prozent nach oben. Katanga Mining wird Aktien im Volumen von 5,6 Milliarden US-Dollar ausgeben, um Schulden zu begleichen. Die Gesellschaft sitzt auf einem Berg hochverzinster Schuldtitel im Volumen von 9,2 Milliarden US-Dollar. Laut Gecamines ist Katanga nicht ausreichend kapitalisiert. Die Anleger reagierten erleichtert, ist der Kongo doch der größte Kobalt-Produzent weltweit.

Just Eat gehörten zu den Verlierern in Europa. Der Kurs fiel in London um 4,7 Prozent. Händler verwiesen auf Expansionspläne des Konkurrenten Deliveroo in Großbritannien. Er will Just Eat mit einem neuen Geschäftsmodell angreifen. So sollen Restaurants künftig die Plattform von Deliveroo nutzen können, ohne dass sie auf die Fahrer von Deliveroo zurückgreifen müssen.

Für die Aktie des Flughafenbetreibers Aeroports de Paris (ADP) ging es an der Pariser Börse um 6 Prozent nach oben. Grund waren Privatisierungspläne der französischen Regierung. In einem Interview mit "Les Echos" erklärte der französische Finanzminister Bruno Le Maire, dass es das geplante Privatisierungsgesetz der Regierung erlaubte, ihre Beteiligungen an ADP, Engie und Francaise des Jeux zu reduzieren. Entscheidungen hierzu würden Ende 2018 oder Anfang 2019 getroffen werden. Engie reagierten nicht auf den Bericht und gaben 0,8 Prozent nach.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 3.479,56 +3,98 +0,1% -0,7%
Stoxx-50 3.078,72 +4,92 +0,2% -3,1%
Stoxx-600 388,25 +0,72 +0,2% -0,2%
Frankfurt XETRA-DAX 12.890,58 +48,28 +0,4% -0,2%
London FTSE-100 London 7.703,71 -0,10 -0,0% +0,6%
Paris CAC-40 Paris 5.452,73 -0,64 -0,0% +2,6%
Amsterdam AEX Amsterdam 563,95 +0,94 +0,2% +3,6%
Athen ATHEX-20 Athen 2.027,46 +20,59 +1,0% -2,7%
Brüssel BEL-20 Brüssel 3.813,94 -2,84 -0,1% -4,1%
Budapest BUX Budapest 35.868,59 -479,52 -1,3% -8,9%
Helsinki OMXH-25 Helsinki 4.292,98 +5,74 +0,1% +9,6%
Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 115.120,51 -2016,48 -1,7% -18,4%
Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 970,34 +4,36 +0,5% -5,3%
Lissabon PSI 20 Lissabon 5.662,92 +20,54 +0,4% +5,5%
Madrid IBEX-35 Madrid 9.899,10 -15,30 -0,2% -1,4%
Mailand FTSE-MIB Mailand 22.216,18 +96,42 +0,4% +1,1%
Moskau RTS Moskau 1.147,57 +5,55 +0,5% -0,6%
Oslo OBX Oslo 823,73 -2,91 -0,4% +10,9%
Prag PX Prag 1.082,02 +3,08 +0,3% +0,4%
Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.571,07 -1,20 -0,1% -0,4%
Warschau WIG-20 Warschau 2.238,94 -13,45 -0,6% -9,0%
Wien ATX Wien 3.357,27 -20,92 -0,6% -1,3%
Zürich SMI Zürich 8.634,61 -6,19 -0,1% -8,0%

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:06 Di, 17.19 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1784 +0,32% 1,1746 1,1787 -1,9%
EUR/JPY 130,11 +0,34% 129,93 129,94 -3,8%
EUR/CHF 1,1602 +0,06% 1,1600 1,1600 -0,9%
EUR/GBP 0,8807 +0,27% 0,8792 1,1349 -0,9%
USD/JPY 110,42 +0,03% 110,61 110,24 -2,0%
GBP/USD 1,3377 +0,02% 1,3361 1,3377 -1,0%
Bitcoin
BTC/USD 6.413,46 -2,5% 6.603,25 6.791,97 -53,0%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut
Deutschland 2 Jahre -0,61 -0,63 0,00
Deutschland 10 Jahre 0,48 0,49 0,05
USA 2 Jahre 2,53 2,54 0,64
USA 10 Jahre 2,96 2,96 0,54
Japan 2 Jahre -0,14 -0,14 0,00
Japan 10 Jahre 0,05 0,04 0,00

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,58 66,36 +0,3% 0,22 +11,4%
Brent/ICE 76,37 75,88 +0,6% 0,49 +17,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.298,04 1.295,91 +0,2% +2,14 -0,4%
Silber (Spot) 16,97 16,86 +0,6% +0,11 +0,2%
Platin (Spot) 901,65 899,00 +0,3% +2,65 -3,0%
Kupfer-Future 3,26 3,25 +0,2% +0,01 -2,1%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf/apo

END) Dow Jones Newswires

June 13, 2018 12:46 ET ( 16:46 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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