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KORREKTUR: MÄRKTE USA/Stillstand nach schwachen Wachstumsdaten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
In dem am Montag um 22.34 Uhr gesendeten US-Marktbericht muss es im ersten Satz des dritten Absatzes heißen:

Den vorgelegten Daten von IHS Markit zufolge hat sich das Wachstum der US-Wirtschaft im September verstärkt (NICHT: verlangsamt).

Nachfolgend eine korrigierte Fassung:

MÄRKTE USA/Stillstand nach schwachen Wachstumsdaten

NEW YORK (Dow Jones)Die Aktienindizes an der Wall Street haben am Montag nahezu auf dem Stand vom Freitag geschossen. Etwas Rückenwind erhielten die Märkte von vergleichsweise stabilen Wachstumsdaten für die US-Wirtschaft. In Europa hatten schwache Konjunkturdaten hingegen Rezessionsängste ausgelöst.

Der Dow-Jones-Index gewann 0,1 Prozent auf 26.950 Punkte. Der S&P-500 schloss nahezu unverändert, während der Nasdaq-Composite 0,1 Prozent nachgab. Den 1.620 (Freitag: 1.506) Kursgewinnern an der NYSE standen 1.310 (1.410) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 117(118) Aktien.

Den vorgelegten Daten von IHS Markit zufolge hat sich das Wachstum der US-Wirtschaft im September verstärkt. Der erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - verbesserte sich moderat auf 51,0 von 50,7 Punkten im Vormonat. Für IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson zeigen die Daten indes, dass die Unternehmen weiterhin mit dem Gegenwind der Handelssorgen und der erhöhten Unsicherheit über die Aussichten zu kämpfen haben. Auch wenn das Wachstum im September leicht angezogen habe, sei die Wachstumsrate im September eine der schwächsten seit 2016 gewesen.

Die Daten fielen jedoch deutlich besser aus als in Europa, wo die Einkaufsmanagerindizes für das Produktionsgewerbe für Deutschland, Frankreich und der Eurozone erheblich unter den Erwartungen lagen. Auch die Indizes für den Dienstleistungsbereich blieben unter den Prognosen.

Thema an den Märkten waren zudem die US-chinesischen Handelsgespräche. Dass eine chinesische Handelsdelegation am Freitag einen Termin auf einer Farm in Montana kurzfristig abgebrochen hat, wurde von Peking heruntergespielt. An den Märkten wurde dies positiv aufgenommen, hieß es von Beobachtern. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt gegen ein Teilabkommen mit China gewandt und sich für einen umfassenden Deal ausgesprochen.


Euro fällt unter 1,10 Dollar

Am Devisenmarkt geriet der Euro mit den mauen europäischen Wirtschaftsdaten unter Druck. Die Gemeinschaftswährung sackte unter 1,10 Dollar und lag zu Handelsschluss bei 1,0993. Dagegen zeigte sich der Greenback gegen den Yen leichter, weil die japanische Währung als sicherer Hafen in der Unsicherheit rund um die US-chinesischen Handelsbeziehungen gesucht war. Der Dollar fiel auf 107,45 Yen nach 107,73 am späten Freitag.

Sichere Häfen waren mit den schwachen Konjunkturdaten aus Europa gesucht. Der Goldpreis stieg deutlich um 0,5 Prozent auf 1.524 Dollar. JP Morgan geht von einer anhaltenden Stärke des Edelmetalls aus, getrieben von dem Umfeld niedriger Zinsen. Am Anleihenmarkt sank die Zehnjahresrendite mit steigenden Notierungen um 1,1 Basispunkte auf 1,71 Prozent.

Der Ölpreis drehte deutlich ins Plus. Im Fokus stand weiter vor allem der Produktionsausfall durch die Zerstörung der saudischen Ölanlagen. Berichten zufolge könnte es eher Monate als Wochen dauern, bis alles wiederhergestellt ist. Ein den Preis belastender Faktor ist indes, dass Iran den vor zwei Monaten beschlagnahmten britischen Öltanker "Stena Impero" wieder freigegeben hat. Im US-Settlement stieg die Sorte WTI um 0,9 Prozent auf 58.64 Dollar je Fass.


Apple im Plus

Am Aktienmarkt legte die Apple-Aktie 0,5 Prozent zu. Der Konzern kann sich über Ausnahmeregelungen bei Strafzöllen freuen. Die US-Regierung hat dem Konzern in zehn Fällen eine Ausnahme von den Strafzöllen auf aus China importierte Waren gewährt. Darunter sind eine Hauptplatine und ein Bauteil zur Stromversorgung, die Apple aus China bezieht. Für etwas Gegenwind sorgte eine Untersuchung von Piper Jaffray wonach der durchschnittliche Verkaufspreis der Apple-iPhones im kommenden Jahr sinken dürfte.

Wegen der Aussichten auf unveränderte Preise senkte JP Morgan die Ergebnisschätzungen und Kursziele für US-Stahlunternehmen. Der geplante zusätzliche Ausstoß, die Handelsunsicherheiten und die Abschwächung der Nachfrage lasteten auf den Stahlpreisen, die sich kurz- bis mittelfristig zwischen 500 und 600 Dollar je Tonne bewegen dürften. JP Morgan senkte US Steel auf "Neutral" von "Overweight" und streichte die Aktie von der "Focus List". AK Steel wurde auf "Underweight" von "Overweight" gesenkt. Nach zunächst deutlich Abgaben erholten sich US Steel und schlossen 2,1 Prozent fester, auch AK Steel reduzierten anfänglich stärkere Verluste und gaben schließlich 0,8 Prozent nach.

Caesars Entertainment hatte mitgeteilt, eine Vereinbarung zum Verkauf von Rio All-Suite Hotel & Casino für gut 500 Millionen Dollar erzielt zu haben. Davon profitieren konnte die Aktie jedoch nicht nachhaltig und gab 0,4 Prozent ab.

Dem US-Chemiekonzern Dow winkt eine beträchtliche Entschädigungszahlung. Wie das Unternehmen mitteilte, hat ein kanadisches Gericht Nova Chemicals angewiesen, 1,43 Milliarden kanadische Dollar an Dow zu zahlen (umgerechnet 978 Millionen Euro). Es geht dabei um Schäden, die Dow während eines mit Nova betriebenen Ethylen-Geschäfts in der Zeit bis 2012 entstanden sind. Die Aktie konnte jedoch nicht davon profitieren und gab 0,6 Prozent nach.

American Airlines verloren 1,8 Prozent. Bank of America hatte die Aktie auf "Neutral" von Buy" heruntergestuft.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.949,99 0,06 14,92 15,53
S&P-500 2.991,78 -0,01 -0,29 19,34
Nasdaq-Comp. 8.112,46 -0,06 -5,21 22,26
Nasdaq-100 7.818,61 -0,06 -4,94 23,52

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,67 -0,8 1,68 46,7
5 Jahre 1,58 -1,6 1,60 -34,2
7 Jahre 1,65 -1,9 1,67 -59,6
10 Jahre 1,71 -1,3 1,72 -73,5
30 Jahre 2,16 0,0 2,16 -90,5

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:42 Uhr Fr, 17:27 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0993 -0,22% 1,1018 1,1004 -4,1%
EUR/JPY 118,12 -0,47% 118,70 118,75 -6,1%
EUR/CHF 1,0886 -0,31% 1,0921 1,0928 -3,3%
EUR/GBP 0,8841 +0,05% 0,8851 0,8807 -1,8%
USD/JPY 107,44 -0,27% 107,73 107,91 -2,0%
GBP/USD 1,2434 -0,28% 1,2448 1,2494 -2,6%
USD/CNY 7,1185 +0,38% 7,1133 7,0911 +3,5%
Bitcoin
BTC/USD 9.820,00 -2,24% 9.893,24 10.141,25 +164,0%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,48 58,09 +0,7% 0,39 +21,3%
Brent/ICE 64,50 64,28 +0,3% 0,22 +16,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.524,13 1.516,75 +0,5% +7,39 +18,8%
Silber (Spot) 18,68 17,99 +3,8% +0,69 +20,6%
Platin (Spot) 960,59 944,75 +1,7% +15,84 +20,6%
Kupfer-Future 2,60 2,59 +0,2% +0,01 -1,9%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/gos/ros

END) Dow Jones Newswires

September 24, 2019 02:25 ET ( 06:25 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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