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K+S mit sattem Kurssprung – die Gründe

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Aktien von K+S -0,82%haben nach der Bilanzvorlage am Donnerstag zeitweise mehr als zehn Prozent auf 17 Euro gewonnen. Die Papiere des Dünger- und Salzherstellers kletterten damit wieder über ihre 50-Tage-Linie in den Bereich jüngster Chartwiderstände (siehe Chart unten).

K+S will die zahlreichen Probleme im Zuge der Dürre des vergangenen Jahres endlich hinter sich lassen. Eine gute Nachfrage nach Düngemitteln, die steigende Produktion des neuen kanadischen Werkes Bethune und der erwartete Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra stimmen den MDax-Konzern zuversichtlich. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll daher 2019 auf 700 bis 850 Millionen Euro zulegen, wie K+S am Donnerstag in Kassel mitteilte.

Dank des Schlussspurts konnte K+S das Ebitda im Gesamtjahr 2018 um 5 Prozent auf 606 Millionen Euro steigern. Ohne die Stillstände am Werk Werra wären es rund 110 Millionen Euro mehr gewesen. So ruhte die Produktion dort immer wieder, da die Hessen weniger Abwässer in den Fluss einleiten konnten als notwendig gewesen wäre. Zudem litt das Salzgeschäft unter höheren Transportkosten wegen niedrigerer Flusspegel infolge der Trockenheit.

Der Konzernumsatz stieg 2018 dennoch um rund 11 Prozent auf 4 Milliarden Euro. Rückenwind kam vom neuen Werk in Kanada, das 1,4 Millionen Tonnen Kalidünger produziert. 2019 sind nun bis zu 1,9 Millionen Tonnen geplant, so dass die konzernweite Produktion trotz der Schließung des niedersächsischen Kalibergwerks Sigmundshall auf 7,7 bis 7,9 Millionen Tonnen steigen soll.

Unter dem Strich drückten aber Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Bau von Bethune auf das bereinigte Konzernergebnis. Auch wegen Abschreibungen auf das Werk und höheren Zinsaufwendungen fiel das bereinigte Konzernergebnis 2018 um 41 Prozent auf 85 Millionen Euro. Im neuen Jahr soll Bethune dann aber zumindest auch die Abschreibungen verdienen, sagte Chef Burkhard Lohr am Mittwoch in Frankfurt. Dass heißt, das Werk soll nicht nur einen positiven Beitrag zum Ebitda leisten, sondern auch zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit).

Da K+S üblicherweise 40 bis 50 Prozent des bereinigten Ergebnisses ausschüttet, hätte das eigentlich fast eine Halbierung der Dividende bedeutet. Aufgrund der positiven Geschäftsperspektiven sollen aber 56 Prozent an die Anteilseigner gehen. Das bedeutet zwar immer noch einen Rückgang der Dividende um 10 Cent auf 25 Cent, Analysten hatten im Schnitt aber nur 19 Cent erwartet.

Analyst Thorsten Strauß von NordLB reagierte auf den Optimismus des Vorstands für das laufende Geschäftsjahr mit einer Kaufempfehlung, nachdem er zuvor seine Schätzungen aufgestockt und das Kursziel auf 20 Euro nach oben geschraubt hat. Er wies die Anleger allerdings darauf hin, dass aufgrund der hohen Schwankungen der Aktien eine erhöhte Risikobereitschaft vonnöten sei.

Die Papiere kommen von der Chartunterstützung bei 15 Euro und damit nur knapp über dem Tief seit Herbst 2006. Um den laufenden Bodenbildungsversuch zu untermauern, müsste die Aktie über 20 Euro klettern. Zuvor wartet bei 18,35 Euro aktuell noch die 200-Tage-Linie.

Mit Material von dpa-AFX

12-Monats-Chart K+S in Euro
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