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Krisensicheres Geld: Neue Fakten zum Schweizer Vollgeld-Franken!

| Quelle: Markus Miller | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor rund drei Monaten hatte das Schweizer Stimmvolk die Möglichkeit, über eine sogenannte Vollgeld-Initiative abzustimmen. Mit der eidgenössischen Volksinitiative "Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative)" wollten die Initiatoren erreichen, dass ausschließlich die Schweizerische Nationalbank (SNB) für die Geldschöpfung, also die Versorgung der Gesellschaft mit Geld verantwortlich ist.

Nicht die Geschäftsbanken wie die UBS oder die Credit Suisse. Die Vollgeld-Initiative kam in der Schweiz am 10. Juni 2018 zur Abstimmung und wurde seitens der Bürger sehr deutlich abgelehnt. 75,7 Prozent der Stimmenden und alle Kantone lehnten sie ab. Die Stimmbeteiligung betrug allerdings lediglich 33,8 Prozent.

Die wichtigsten Umfrage-Resultate zur Schweizer Vollgeld-Initiative

Die Initiatoren der Vollgeld-Initiative haben jetzt die Zeit seit der Volksabstimmungs-Niederlage genutzt, um die Kampagne und das Abstimmungsresultat zu analysieren. Zur Analyse gehörte dabei auch eine repräsentative Nachabstimmungs-Befragung, die das renommierte Institut LINK im Auftrag der Vollgeld-Initiatoren durchgeführt hat.

Die Nachbefragung des Instituts LINK brachte Erstaunliches zu Tage. Die gewonnenen Ergebnisse sind für mich deswegen sehr interessant, weil sie auch die Stimmungsbilder vom Tag der Abstimmung, und somit das negative Ergebnis aus Sicht der Bevölkerung in der Schweiz in wichtigen Punkten relativieren:

1. 60 Prozent der Befragten meinen irrtümlicherweise, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) schon heute den überwiegenden Teil des Geldes herstellt.

2. 80 Prozent der Befragten wollen, dass nur die SNB den Schweizer Franken herstellt.

3. Nur 10 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass private Banken den Schweizer Franken herstellen und in Umlauf bringen sollen. Trotzdem haben am 10. Juni 2018 76 Prozent der WählerInnen genau dafür gestimmt!

Die Erklärungs-Hypothesen der Initiatoren der Vollgeld-Initiative

1. Da das Thema der Geldschöpfung neu war, ist es bei dem überwiegenden Teil der Stimmbürger noch nicht richtig angekommen. Das Initiativkomitee hatte trotz großer Anstrengungen nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung, um die grundlegenden Informationen zum Verständnis der Vollgeld-Initiative der Bevölkerung zu vermitteln.

2. Die Nein-Kampagne hat zusammen mit irreführenden Informationen im Bundesbüchlein und seitens der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zur Verwirrung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger entscheidend beigetragen.

Fazit: Ich teile diese grundlegenden Analyseergebnisse auf Basis der repräsentativen Zahlen. Schon der legendäre US-Unternehmer Henry Ford (1863 – 1947) stellte fest: "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh". Das Abstimmungsergebnis und die Umfrage nach der Abstimmung zeigen, dass die Diskussion zur Frage "Wer soll unser Geld herstellen?" nicht abgeschlossen ist. Das gilt selbstverständlich nicht nur für die Schweiz.

Schaffen Sie sich spätestens jetzt Ihr eigenes Vollgeld-System!

Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Entwicklungen. Ich finde die grundlegenden Überlegungen und das gesamte Vorhaben absolut richtig und wichtig. Allerdings glaube ich nach wie vor nicht an die reale bzw. an eine realistische Umsetzung in der Praxis. Sie als Bürger müssen sich Ihr eigenes Vollgeld-Währungssystem eigenverantwortlich und selbständig schaffen. Es gibt dafür heute schon Mittel und Wege wie Sie die Vorteile von Edelmetallen mit Fremdwährungen und Kryptowährungen intelligent kombinieren.

Herzliche Grüße

Markus Miller

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Markus Miller

Markus Miller Markus Miller (1973) hat langjährige Erfahrungen bei international tätigen Banken und Beratungsfirmen in Österreich, Liechtenstein sowie der Schweiz gesammelt. Der renommierte Analytiker ist Gründer und Geschäftsführer des spanischen Medien- und Consultingunternehmens GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. mit Sitz auf der Baleareninsel Mallorca. In dieser Funktion koordiniert er ein internationales Informations- und Kommunikations-Netzwerk von Wirtschafts- und Finanzexperten, Rechtsanwälten und Steuerberatern. Markus Miller ist Chefanalyst und Chefredakteur des renommierten Wirtschaftsmagazins „Kapitalschutz vertraulich“, einem ganzheitlichen Wirtschafts- und Beratungsdienst, bei dem neben fundierten wirtschaftlichen und finanziellen Empfehlungen zusätzlich die - für den umfassenden Vermögensschutz - so wichtigen Segmente der GeoPolitik, Rechtsprechung und Steuergesetzgebung berücksichtigt werden.

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