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Kurz gegen lang

| Quelle: Hans A. Berneck... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die zwei Notenbanken des Westens haben entschieden. Damit ist ihr zinspolitisches Pulver verschossen. Der Dow reagierte auf die Fed-Entscheidung mit 0,0 % im Tagesverlauf. Die Europäer folgten den Asiaten und legten am Donnerstag noch 0,2 bis 0,3 % in den Indizes zu. Was nun?

 

Die kurzfristigen Risiken für alle Märkte liegen in der übergekauften Marktlage, die stets zu Korrekturen führen. Das muss nicht viel sein, aber ausreichen, um einen neuen Anlauf nehmen zu können. Schwieriger ist die Konstellation im größten Geldmarkt der Welt, dem amerikanischen.

 

Am Dienstag und Mittwoch musste die Fed 2-mal intervenieren und bezeichnet dies selbst als Notmaßnahme, ebenso wie vor 10 Jahren. Es knistert also im kurzen Geldmarkt. Darin liegt immer eine Unfallgefahr oder ein Blitzschlag mit den üblichen Folgen einer einschneidenden Korrektur für ganz kurze Zeit. Das wäre der Idealfall.

 

Ein solcher Schnitt bedeutet eine Marktbereinigung. Über spekulative Positionen, die keiner kennt, offenbar auch nicht die Fed, wie sie selbst zugibt. Die nächsten 3 bis 4 Wochen werden es zeigen. Was kommt dann?

 

Ohne einen solchen Schnitt gibt es keinen sauberen langen Trend. Er wird sich daran orientieren, wie alle Regierungen oder Notenbanken und sonstige Institutionen die jeweiligen Volkswirtschaften mit Liquidität versorgen, also schlicht Geld drucken. Die Namen fallen unterschiedlich aus, entweder für Infrastruktur oder Klima oder sonstigen fantasievollen Kombinationen, Rüstung gehört auch dazu. Dieses Geld wird im Wesentlichen über die Haushalte geschöpft, wie die Fachleute sagen oder gedruckt, um es einfacher zu sagen. Die Bundesregierung diskutiert vorerst nur über 40 Mrd. € Klimafonds, was natürlich nicht zu halten sein wird. 3- bis 4-mal höhere Beträge ergeben sich in den kommenden Monaten. Es ist die sauberste Quelle für steigende Aktienkurse.

 

Die ersten Signale für die reale Wirtschaft zeichnen sich bereits ab. Z. B. im ersten Erholungsansatz des ZEW-Index am Dienstag. Es ist ein winziges Zeichen, das wahrscheinlich noch niemand bemerkt hat. Aber dafür gilt die übliche Erkenntnis: Wenden finden dann statt, wenn niemand sie erwartet. So auch jetzt. Es wird die fundamentale Seite des weiteren Trends der nächsten Monate werden.

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Hans A. Bernecker

Hans A. Bernecker Hans A. Bernecker ist das Urgestein der dt. Börse. Seit grob sechs Jahrzehnten bietet der Nationalökonom Orientierung bei der Markteinschätzung und der Ableitung von Investmentchancen. Neben seinem Informationsdienst "Die Actien-Börse" stehen diverse Börsenbriefe aus seinem Redaktionsteam. Charakteristisch ist sein Mut, bei Bedarf gegen den Meinungsstrom zu schwimmen. Dabei kommt ihm nicht nur sein langjähriger Erfahrungsschatz zugute, sondern auch unzählige persönliche Kontakte, die ihm besonders intime Einblicke ermöglichen.

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