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Lanxess: Fels in der Brandung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess sieht sich gut auf einen möglichen Konjunkturabschwung vorbereitet. "Wir gehen davon aus, dass sich die konjunkturelle Dynamik abschwächen wird, erwarten aber keinen Abriss des Wachstums", sagte Vorstandschef Matthias Zachert im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Zachert geht davon aus, dass der Kölner Konzern weiter moderat wachsen kann.

"Wenn 2019 nun deutlich schwieriger wird, dann fühlen wir uns auf diesen Test gut vorbereitet", sagte Zachert. "Anders als im Abschwung 2013 stehen wir heute robust da und sind davon überzeugt, dass sich unsere Strategie bewähren wird." Zachert hatte unter anderem mit dem Komplettverkauf der Anteile am Kautschukunternehmen Arlanxeo die Abhängigkeit von der Autoindustrie reduziert - die derzeit mit einer schwächeren Produktion in Europa und abflauender Nachfrage in China hadert.

Am Aktienmarkt kamen die Aussagen von Zachert gut an. Die Lanxess-Aktie lag am Mittag zeitweise rund 2,5 Prozent im Plus und damit in der Spitzengruppe des MDax und des europaweiten Branchenindex Stoxx Europe 600 Chemicals. Aktuell kämpft der Kurs mit seiner 50-Tage-Linie (siehe Chart unten).

Lanxess sieht sich auch in der Position, weitere Geschäfte zu zukaufen. "Wir haben genügend Mittel, um in organisches Wachstum zu investieren und überdies als aktiver Spieler bei der weiteren Konsolidierung der Branche mitzuwirken", sagte Zachert dem Blatt. Lanxess könne zudem bis 1,5 Milliarden Euro an Fremdkapital aufnehmen, ohne die Bewertung der Kreditwürdigkeit bei Ratingagenturen zu gefährden. Grundsätzlich seien alle Sparten für Zukäufe interessant, regional schielt Zachert aber vor allem auf die Wachstumsmärkte China, die USA und Südostasien.

Analyst Oliver Schwarz vom Analysehaus Warburg Research ist etwas skeptischer. Die Handelskonflikte der USA mit China und Europa dürften sich 2019 dämpfend auf die Chemikalien-Nachfrage auswirken, schrieb er in einer Studie. Deshalb reduzierte er seine Umsatz- und Gewinnprognosen für den Spezialchemiekonzern für 2019 und 2020. Auch das Kursziel für Lanxess senkte Schwarz ab, von 79,00 auf nun 66,80 Euro. Seine Einstufung beließ er indes auf "Buy".

Mit Material von dpa-AFX

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