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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 10 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
DJ LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Tag der Erwachsenen" geschlossen.

+++++ AKTIENMÄRKTE (18.40 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
EuroStoxx50 3.070,04 -0,19% +2,29%
Stoxx50 2.832,62 +0,05% +2,63%
DAX 10.887,46 -0,31% +3,11%
FTSE 6.914,48 -0,41% +3,19%
CAC 4.781,34 -0,51% +1,07%
DJIA 23.974,69 -0,11% +2,77%
S&P-500 2.595,15 -0,06% +3,52%
Nasdaq-Comp. 6.973,90 -0,17% +5,10%
Nasdaq-100 6.603,01 -0,27% +4,31%
Nikkei-225 20.359,70 +0,97% +1,72%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 164,42% +27


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 51,78 52,59 -1,5% -0,81 +14,0%
Brent/ICE 60,59 61,68 -1,8% -1,09 +11,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.290,23 1.286,44 +0,3% +3,78 +0,6%
Silber (Spot) 15,65 15,57 +0,5% +0,08 +1,0%
Platin (Spot) 815,05 821,50 -0,8% -6,45 +2,3%
Kupfer-Future 2,66 2,64 +0,9% +0,02 +1,1%


Nach dem neuntägigen Höhenflug fallen die Ölpreise erstmals wieder. Hier dürften Gewinne mitgenommen werden. Berichten zufolge scheitert der Iran wegen der US-Sanktionen daran, seine Erdölexporte zu steigern. Daher könnten die Preise bald wieder anziehen, zeigen sich Marktteilnehmer von dem Rücksetzer wenig beeindruckt.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende und der Brexit-Abstimmung am Dienstag habe zugenommen - zumal nach den Kursgewinnen, so Händler. Die Indizes sind damit bereits wieder auf dem Weg nach oben, verglichen mit den frühen Tiefs. Grundsätzlich bleibe die Stimmung positiv, heißt es. Die Anleger könnten den Handelsgesprächen zwischen Chinesen und Amerikanern immer mehr Positives abgewinnen, zumal sich Chinas Vizepremier Liu He bereits Ende Januar mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und US-Finanzminister Steven Mnuchin treffen soll. Dies würde die Gespräche auf ein höheres Niveau heben, heißt es im Handel zuversichtlich. Daneben stützt weiter die zuletzt äußerst taubenhafte Tonlage der US-Notenbank. Dazu passt, dass die US-Verbraucherpreise für Dezember keinen steigenden Inflationsdruck zeigen. GM legen um 8,6 Prozent zu. Der Automobilhersteller hat die Anleger auf ein gut gelaufenes sowie ein gutes neues Jahr eingestimmt und erwartet 2019 einen Gewinnanstieg. Ford gewinnen 1,8 und Fiat Chrysler 1,9 Prozent. Der S&P-500-Subindex für den Autosektor ist mit einem Plus von 3,6 Prozent klarer Tagesgewinner. Netflix schnellen nach einer Kaufempfehlung durch Raymond James um 3,9 Prozent nach oben. Negative Kommentare von Goldman Sachs belasten dagegen die Kurse von Yum Brands (-1,6 Prozent) und Starbucks (-1,5 Prozent). Mit einem Minus von 9 Prozent quittiert der Markt bei Activision Blizzard die Nachricht, dass der Anbieter von Videospielen die Rechte am Spiel Ego-Shooter Destiny an Bungie abtritt.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Mögliche vorgezogene Termine - auf Basis des Vorjahres geschätzt:

Drägerwerk AG & Co KGaA, Jahresergebnis

Helma Eigenheimbau AG, Jahresergebnis

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

Keine verbliebenen Daten mehr angekündigt.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Anleger nähmen Geld vom Tisch vor der Brexit-Abstimmung am Dienstag, sagte ein Händler. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass das von Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelte Paket von den Parlamentariern abgelehnt wird. Wie es danach weitergeht, ist unklar. Allerdings mehren sich die Stimmen, die einen harten Brexit für unwahrscheinlich halten und von einer Verschiebung des EU-Austritts ausgehen. Für Anheuser-Busch Inbev ging es 3,7 Prozent nach oben. Laut Medienberichten erwägt der Brauereikonzern einen Teil des Asiengeschäfts an die Börse zu bringen. Bei Richemont wurde positiv aufgenommen, dass die Gelbwesten-Proteste in Frankreich und die damit erzwungenen Ladenschließungen nicht zu dem befürchteten Verkaufseinbruch geführt hatten. Die Aktien stiegen 2,8 Prozent. Nach langem Suchen hat Flybe endlich einen Käufer gefunden, allerdings gehen die Aktionäre bei dem Deal praktisch leer aus. Flybe brachen um 77,1 Prozent ein. Bremsend für die Stimmung unter den Industriewerten wirkte eine erneute Gewinnwarnung von Kuka. Die Aktien brachen um 4,8 Prozent ein. Auch für andere Aktien der Autozulieferbranche ging es weiter abwärts. Conti verloren 2,1 Prozent. Nach der Warnung von Osram am Vortag war die Stimmung unverändert schlecht. Gegen den Markt nach oben sprangen Hella mit 5 Prozent Plus. Die Geschäftszahlen kamen gut an. Aber auch Automobiltitel selbst waren nicht wohl gelitten. VW verloren 1,9 Prozent. Nach Aussage der Wolfsburger ist die weitere Entwicklung des wichtigen chinesischen Marktes nur schwer zu prognostizieren. Zugleich wurde gewarnt, dass ein harter Brexit den gesamten Automarkt belastete. Immobilienaktien hielten sich dagegen gut und profitierten von dem Umfeld fallender Zinsen an den Kapitalmärkten. Vonovia führten mit Aufschlägen von 2,9 Prozent die Gewinnerliste im DAX an.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.16 Uhr Do, 17.30 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1480 -0,16% 1,1526 1,1513 +0,1%
EUR/JPY 124,45 -0,20% 124,95 124,68 -1,0%
EUR/CHF 1,1280 -0,32% 1,1331 1,1305 +0,2%
EUR/GBP 0,8927 -1,00% 0,9038 0,9017 -0,8%
USD/JPY 108,41 -0,03% 108,40 108,33 -1,1%
GBP/USD 1,2864 +0,87% 1,2753 1,2769 +0,8%
Bitcoin
BTC/USD 3.658,75 +0,87% 3.626,12 3.577,38 -1,6%


Das britische Pfund legte nach Aussagen von Außenminister Jeremy Hunt kräftiger zu. Wenn das Parlament die Brexit-Vereinbarung am Dienstag ablehne, könnte der Austritt Großbritanniens aus der EU ganz vom Tisch sein, sagte Hunt sinngemäß. Das Pfund stieg bis Börsenschluss auf 1,2830 Dollar nach Ständen unter 1,2750 im frühen Geschäft. Deutlich unter den Erwartungen ausgefallene Daten zur britischen Industrieproduktion für November spielten keine Rolle. Diese reihten sich ein in zuletzt enttäuschende Daten aus Deutschland und Frankreich.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Gut kam an an, dass nun auch der Chef der US-Notenbank höchstselbst taubenhafte Töne anschlägt. Überdies zeigten sich die Anleger optimistisch, dass der Handelskonflikt zwischen China und den USA beigelegt werden kann, auch wenn bei den Gesprächen auf mittlerer Ebene in dieser Woche noch kein Durchbruch erzielt wurde. Immerhin soll sich China aber bereit erklärt haben, mehr Energie- und Agrarprodukte sowie verarbeitete Güter aus den USA zu beziehen. Angeführt wurden die ostasiatischen Börsen vom japanischen Aktienmarkt. DUnterstützung erhielt er auch vom Yen, der zum Dollar wieder etwas nachgab, was die Exportchancen japanischer Unternehmen verbessert. Auch in Schanghai und Hongkong legten die Kurse zu. Gegen die regionale Tendenz schloss die australische Börse mit einem Minus von 0,4 Prozent. Verluste im Finanz- und Bergbausektor lasteten dort auf dem Markt. Daneben rückte allmählich die Bilanzsaison in den Blick. In Tokio verteuerten sich die Aktien des Einzelhandelskonzerns Fast Retailing um 6,2 Prozent. Der warme Herbst hat zwar den japanischen Filialen der Tochter Uniqlo im ersten Geschäftsquartal das Geschäft verhagelt, im Ausland erzielte die Bekleidungskette aber kräftige Zuwächse. Fast Retailing bekräftigte daher die Jahresgewinnprognose. Olympus und Hitachi Kursgewinne verbuchten Gewinne von 9,9 und 8,6 Prozent. Bei Olympus kam gut an, dass das Unternehmen bis zu drei Ausländer in das Board aufnehmen will. Hitachi hatte mitgeteilt, dass der geplante Bau eines britischen Atomkraftwerks ausgesetzt werde. Spekulationen auf die baldige Vergabe von 5G-Lizenzen stützten die Aktien einiger chinesischer Telekommunikationsunternehmen und Branchenausrüster. Laut einem Behördenvertreter sollen die Lizenzen in diesem Jahr vergeben werden. China Telecom stiegen in Hongkong um 1,3 Prozent und China Mobile um 0,1 Prozent. ZTE rückten um 3,5 Prozent vor. Aktien von Apple-Zulieferern, die in der vergangenen Woche von der Umsatzwarnung des iPhone-Herstellers nach unten gezogen wurden, erholten sich derweil weiter.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

Scheuer gibt Bahnchef vor Krisentreffen Jobgarantie bis Sommer

Der schwer unter Druck stehende Bahnchef Richard Lutz hat bis zum Sommer eine Stellengarantie von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bekommen. "Ich halte derzeit nichts von personellen Veränderungen", sagte Scheuer dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel vor einem Krisentreffen. Laut dem Blatt soll es am kommenden Dienstag stattfinden. Eine Entlastung koste nur weiter Zeit, so Scheuer, bis die Probleme im Konzern angepackt würden.

Streik am Frankfurter Flughafen macht Erreichen der Flüge unmöglich

Der für den 15. Januar ankündigte Streik der Sicherheitsdienstleister am Flughafen Frankfurt durchkreuzt die Reisepläne vieler Passagiere: Während der gesamten Streikdauer können Fluggäste an dem Drehkreuz zwar umsteigen - aber nicht zusteigen. Die Sicherheitskontrollen außerhalb des Transitbereichs werden in der Zeit von 2 Uhr früh bis 20 Uhr nicht besetzt sein, wie der Flughafenbetreiber mitteilte. Deshalb hätten Reisende ab Frankfurt keine Möglichkeit, ihren Flug zu erreichen.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 11, 2019 12:41 ET ( 17:41 GMT)

Nemetschek verstärkt sich durch Übernahme im Gebäudemanagement

Der Softwarehersteller Nemetschek verstärkt seine Kompetenz im Markt für Gebäudemanagement mit der Übernahme der niederländischen Axxerion Group BV. Für den Anbieter von Cloud-Lösungen für das Facility- und Immobilienmanagement legt die Nemetschek SE 75 Millionen Euro auf den Tisch. Die Transaktion soll noch im Januar vollzogen werden.

OHB übernimmt österreichische Teleconsult Austria

Die Bremer OHB SE verstärkt sich mit der Grazer Teleconsult Austria GmbH. Das österreichische Unternehmen mit 18 Mitarbeitern und rund 1,6 Millionen Euro Jahresumsatz hat sich auf Dienste spezialisiert, die auf Satellitendaten basieren. Unter anderem bietet es Anwendungen, mit denen sich bewegliche Objekte und Personen auf ihrem Weg verfolgen lassen, wie aus einer Mitteilung von OHB hervorgeht. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Opel bekommt neuen Geschäftsführer Personal

Der Autobauer Opel bekommt einen neuen Personalvorstand. Der Aufsichtsrat ernannte Ralph Wangemann mit sofortiger Wirkung zum neuen Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor. Der 48-Jährige tritt die Nachfolge von Anke Fleder an, die das Unternehmen nach nur acht Monaten im Amt auf eigenen Wunsch verlässt. Zu den Gründen für ihren Rücktritt machte Opel keine Angaben.

Citigroup gibt aktivistischem Investor ValueAct Zugang zu Interna

Die US-Großbank Citigroup wird dem aktivistischen Investor ValueAct Capital Partners mehr Einblick in Strategie, Führung und das laufende Geschäft geben, aber keinen Sitz im Board. Eine entsprechende Vereinbarung mit Laufzeit bis Ende 2019 wurde jetzt mit dem Hedgefonds geschlossen. ValueAct bekommt damit auch Zugang zu vertraulichen Daten.

FCA Bank wehrt sich gegen Kartellentscheidung

Die FCA Bank will gegen die von Italiens Wettbewerbsaufsicht verhängte Geldstrafe wegen eines mehr als zehn Jahre währenden Autofinanzierungskartells vorgehen. FCA, ein Joint Venture von Credit Agricole und Fiat Chrysler Automobiles, hatte es mit 178,9 Millionen Euro am härtesten getroffen. "Die FCA Bank ist der Ansicht, dass die gegen sie in der Entscheidung erhobenen Vorwürfe unbegründet sind, und sie wird die Entscheidung vor dem zuständigen Verwaltungsgericht anfechten", hieß es in einer Erklärung.

Gewerkschaft: Ford will 1.150 Stellen in Großbritannien abbauen

Die Ford Motor Co will im Zuge des Umbaus ihres Europageschäfts 1.150 Stellen in Großbritannien streichen. Die Betriebsräte seien darüber informiert worden, dass im Motorenwerk Bridgend in Südwales 1.000 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, teilte die britische Gewerkschaft Unite mit. Die restlichen Stellen sollen demnach im Transportgeschäft des US-Autokonzerns wegfallen. Der Abbau solle in den kommenden zwei Jahren über die Bühne gehen.

21st Century Fox will nicht für Disney-Sportsender bieten

21st Century Fox hat kein Interesse an den regionalen Sportsendern, die der Unterhaltungskonzern Disney auf Anordnung des US-Justizministeriums verkaufen muss. Die Walt Disney Co muss sich von den 22 Sendern trennen, um die Genehmigung für die über 70 Milliarden US-Dollar teure Akquisition von Film- und Fernsehgeschäften von Fox zu erhalten.

General Motors hebt Prognose an - Kurs legt deutlich zu

General Motors stimmt die Anleger auf ein gutes abgelaufenes sowie neues Jahr ein. Die Zuversicht freut die Anleger. Die Aktie reagiert im vorbörslichen Handel mit einem Plus von gut 6 Prozent auf die Anhebung der Prognose 2018 sowie den Ausblick auf das laufende Jahr.

Pariser Gericht: Vereinbarung mit Uber-Fahrer ist Arbeitsvertrag

Ein französisches Gericht hat die Vereinbarung zwischen einem privaten Chauffeur und dem Fahrdienstleister Uber erstmals als "Arbeitsvertrag" anerkannt. Das Pariser Berufungsgericht gab damit einem ehemaligen Chauffeur Recht, der gegen die Kündigung seines Uber-Kontos vorgeht. Das Unternehmen will die Entscheidung anfechten. Der frühere Fahrer hatte die Justiz im Sommer 2017 angerufen, nachdem Uber sein Konto deaktiviert hatte und ihm so die Möglichkeit nahm, Fahrten über die Plattform anzubieten.




Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf

END) Dow Jones Newswires

January 11, 2019 12:41 ET ( 17:41 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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