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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen Herbstanfang geschlossen.

+++++ AKTIENMÄRKTE (18.15 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
EuroStoxx50 3.571,39 +0,53% +18,99%
Stoxx50 3.238,02 +0,53% +17,32%
DAX 12.468,01 +0,08% +18,08%
FTSE 7.344,92 -0,16% +9,34%
CAC 5.690,78 +0,56% +20,29%
DJIA 27.161,26 +0,25% +16,43%
S&P-500 3.011,65 +0,16% +20,14%
Nasdaq-Comp. 8.170,26 -0,15% +23,13%
Nasdaq-100 7.880,25 -0,27% +24,49%
Nikkei-225 22.079,09 +0,16% +10,31%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 173,48 +27


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,85 58,13 +1,2% 0,72 +22,5%
Brent/ICE 64,89 64,40 +0,8% 0,49 +17,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.501,83 1.499,60 +0,1% +2,23 +17,1%
Silber (Spot) 17,77 17,79 -0,1% -0,02 +14,7%
Platin (Spot) 942,74 938,00 +0,5% +4,74 +18,4%
Kupfer-Future 2,60 2,60 +0,2% +0,01 -1,9%



Die Ölpreise knüpfen an die Aufwärtsbewegung des Vortages an. Gestützt hatte hier die Meldung, dass Saudi-Arabien verarbeitete Ölprodukte einführen muss. Der Commerzbank zufolge weckt dies Zweifel, ob die Zerstörungen der saudi-arabischen Ölanlagen tatsächlich so rasch behoben werden können wie bislang behauptet. Die Sorte WTI steigt um 1,2 Prozent auf 58,85 Dollar je Fass, Brent gewinnt 0,9 Prozent auf 64,99 Dollar.

Der Goldpreis steigt leicht um 0,2 Prozent auf 1.502 Dollar je Feinunze. Auch Anleihen bleiben etwas gesucht. Die Zehnjahresrendite sinkt um 0,6 Basispunkt auf 1,78 Prozent.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Etwas fester - Einerseits kehrt nach der Fed-Entscheidung am Mittwoch und den kräftigen Ölpreisbewegungen rund um die Krise am Golf wieder etwas mehr Ruhe ein. Andererseits ist am Tag des vierfachen Verfalls mit stärkeren Bewegungen und Ausschlägen in beide Richtungen zu rechnen. Ein stützender Faktor ist die wiederaufkeimende Hoffnung im US-chinesischen Handelsstreit. Zum einen soll US-Präsident Donald Trump Hunderte von chinesischen Produkten von den Zöllen ausgenommen haben, wie Medien berichten. Zum anderen treffen sich gegenwärtig Vertreter aus Washington und Peking, um die höherrangigen Gespräche Anfang Oktober vorzubereiten. Derweil äußerten sich US-Notenbanker zur jüngsten Zinssenkung. So erläuterte Boston-Fed-Präsidenten Eric Rosengreen - ein Falke im Offenmarktausschuss der Fed - seine Gründe für die Ablehnung der Zinssenkung. Diese sei nicht notwendig gewesen. St. Louis-Fed-Präsident James Bullard verwies hingegen zur Rechtfertigung des Zinsschritts in einer Stellungnahme auf eine sich abzeichnende Verlangsamung der US-Wirtschaft. Gute Zahlen des Büroeinrichters Steelcase treiben die Aktie um 10,2 Prozent. Netflix knicken um 6,0 Prozent ein. Medienberichten zufolge will der Streaming-Konzern seine Ausgaben in Großbritannien kräftig erhöhen, um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck zu begegnen. Die Xilinx-Aktie sackt um 5,6 Prozent ab, nachdem der Finanzvorstand des Unternehmens zurückgetreten ist.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Etwas fester - Mit 3.578 Punkten hat der Euro-Stoxx-50 ein neues Jahreshoch markiert, der DAX noch nicht. Ein neues Dekaden-Hoch markierte auch der CAC-40 in Paris, getrieben von den Schwergewichten Total und Sanofi. Geprägt wurde der Markt vom Positionsmanagement der Options- und Futures-Händler. Am Mittag liefen die Futures und Optionen auf viele Indizes aus, am Abend folgten die Optionen auf viele Einzel-Aktien. Bester DAX-Wert war RWE mit einem Plus von 2,9 Prozent, mit 28,22 Euro hat die Aktie den höchsten Stand seit fast fünf Jahren markiert. Die Aktie profitierte von dem großen Klima-Schutzprogramm. Nordex gewannen 7 Prozent und SMA Solar 5,3 Prozent. Thyssen fielen um 1,7 Prozent. Ab Montag wird die Aktie von Thyssenkrupp nur noch im MDAX gehandelt. In den MDAX aufsteigen werden MTU, die nach den starken Kursgewinnen nun aber mit einem Minus von 1 Prozent unter Gewinnmitnahmen litten, ähnlich wie Deutsche Börse, die vor dem Aufstieg in den Euro-Stoxx-50 0,1 Prozent verloren, nachdem sie am Donnerstag einen neuen Rekordstand markiert hatten. Commerzbank zogen um 0,4 Prozent an. Das Haus will unter anderem jede fünfte Filiale schließen, wie es in einem Strategie-Papier heißt. Zudem will sie die Tochter Comdirect integrieren und deshalb deren Aktionäre herauskaufen, Comdirect schossen so um gut 25 Prozent in die Höhe. Im DAX stiegen Merck um 3,1 Prozent, gestützt von der Meldung, wonach Merck und sein US-Partner Pfizer von einem Ausschuss der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA eine Zulassungsempfehlung für Bavencio (Avelumab) für den Einsatz gegen Nierenkrebs erhalten haben. Auf der Verliererseite gaben Infineon 3,7 Prozent ab. Europaweit gesucht waren Öl-Aktien, Pharma-Titel und Telekom-Papiere, deren Indizes zwischen 0,9 Prozent und 1,2 Prozent gewannen. Hier lagen die französischen Aktien vorne: In Paris gewannen Total 2,7 Prozent, Sanofi 2,3 Prozent und Orange 1,5 Prozent.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:20 Uhr Do, 17:26 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1005 -0,35% 1,1056 1,1052 -4,0%
EUR/JPY 118,79 -0,43% 119,27 119,40 -5,5%
EUR/CHF 1,0926 -0,33% 1,0960 1,0973 -2,9%
EUR/GBP 0,8812 -0,03% 0,8792 0,8854 -2,1%
USD/JPY 107,95 -0,08% 107,87 108,03 -1,6%
GBP/USD 1,2489 -0,31% 1,2577 1,2482 -2,2%
USD/CNY 7,0916 -0,07% 7,083 7,0966 +3,1%
Bitcoin
BTC/USD 10.155,75 -0,99% 10.186,75 9.864,50 +173,1%


Der Euro nähert sich wieder von oben der Marke von 1,10 Dollar, an der er an den vergangenen Tagen mehrfach abgeprallt war. Teilnehmer vermuten, dass die tendenzielle Dollar-Stärke anhalten dürfte. Nervöse Bewegung gibt es im Pfund, das zunächst auf ein Achtwochenhoch bei 1,2583 Dollar kletterte, gestützt von Äußerungen des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, der sich optimistisch zu einem möglichen Brexit-Deal geäußert hat. Inzwischen ist die Devise aber wieder kräftig abgesackt auf 1,2489 Dollar.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Mit überwiegend kleinen Kursgewinnen haben die Aktienmärkte in Ostasien und Australien am Freitag auf eine kleine Zinssenkung in China und Gespräche auf mittlerer Ebene zwischen den USA und China im Handelsstreit reagiert. Es waren die ersten seit rund zwei Monaten. Sie dienen der Vorbereitung hochrangiger Treffen im Oktober. Ein Kursfeuerwerk gab es in Indien. Im späten Handelsverlauf wies der dortige Leitindex ein Plus von über 4 Prozent auf, nachdem die indische Regierung stützende Maßnahmen für die Wirtschaft verkündet hatte. Die Börse in Sydney ging 0,2 Prozent höher aus dem Tag, in Seoul schaffte der Kospi ein Plus von 0,5 Prozent. Dort war es bereits das elfte Tagesplus in Serie. Schanghai legte um 0,2 Prozent zu, Hongkong zeigte sich im Späthandel knapp behauptet. Für etwas Zurückhaltung in Hongkong sorgte laut Marktteilnehmern die Unsicherheit, ob es vor den chinesischen Nationalfeiertagen, die am 1. Oktober beginnen, möglicherweise Maßnahmen seitens Pekings geben wird, die Proteste in Hongkong einzudämmen. Die chinesische Notenbank senkte wie mehrheitlich erwartet den erst vor wenigen Wochen neu aufgelegten Referenzzins, die einjährige Loan Prime Rate (LPR), von 4,25 auf 4,20 Prozent. Es war die zweite Senkung in Folge. Unter den Einzelwerten lagen Shenzhou International Group zuletzt fast 4 Prozent im Minus. Hier belastete, dass Großaktionäre ihre Beteiligung an dem Strickmodehersteller reduzieren wollen. Sumitomo Electric Industries schlossen in Tokio 0,3 Prozent höher, während Techno Associe deutlich zurückkamen um fast 8 Prozent. Sumitomo Electric hatte zwar mitgeteilt, seine Beteiligung an dem bereits verbundenen Unternehmen von 36,3 auf 50,9 Prozent aufstocken zu wollen; allerdings will das Unternehmen die entsprechenden Aktien anderen Aktionären abkaufen und nicht über den Markt erwerben.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

Commerzbank will Comdirect schlucken und massiv Stellen streichen

Die Commerzbank will die Online-Bank Comdirect mit der Muttergesellschaft zusammenführen, massiv in Technologie investieren und netto 2.300 Stellen abbauen. Das sieht ein Strategieprogramm vor, das die Geschäftsbank in der nächsten Woche mit dem Aufsichtsrat erörtern will. Entscheidungen seien bislang nicht getroffen worden, heißt es in einer Mitteilung. Laut Strategieentwurf will die Commerzbank die ausstehenden 18 Prozent Comdirect-Aktien mit einer Prämie von voraussichtlich 25 Prozent auf den unbeeinflussten Kurs kaufen.

Commerzbank will Kosten bis 2023 um rund 600 Mio Euro senken

Mit der Schließung von 200 Filialen und dem Abbau von 2.300 Stellen will die Commerzbank ihr Kostenniveau im Jahr 2023 gegenüber dem aktuellen Stand um 600 Millionen Euro senken. Das geht aus dem vorläufigen Strategieprogramm hervor, das in der nächsten Woche im Aufsichtsrat erörtert werden soll. Um die finanziellen Mittel für geplante Investitionen zu beschaffen, wird sich das Geldhaus von seiner Mehrheitsbeteiligung an der M-Bank in Polen trennen.

Merck kann auf Zulassung von Bavencio in der EU hoffen

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 20, 2019 12:42 ET ( 16:42 GMT)

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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 12.764,47 +0,13%
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Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
CONTINENTAL 123,48 +3,61%
RWE ST 27,51 +1,40%
Henkel VZ 95,12 +1,39%
SAP 120,20 +1,23%
VONOVIA 48,05 +1,12%
Flops
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LUFTHANSA 15,58 -1,80%
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