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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: In Südkorea waren die Börsen wegen des Tags des koreanischen Alphabets geschlossen.

+++++ AKTIENMÄRKTE (18.42 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
EuroStoxx50 3.462,11 +0,86% +15,35%
Stoxx50 3.154,18 +0,47% +14,28%
DAX 12.094,26 +1,04% +14,54%
FTSE 7.166,50 +0,33% +6,17%
CAC 5.499,14 +0,78% +16,24%
DJIA 26.347,69 +0,70% +12,95%
S&P-500 2.918,53 +0,88% +16,42%
Nasdaq-Comp. 7.906,50 +1,06% +19,16%
Nasdaq-100 7.692,32 +1,16% +21,52%
Nikkei-225 21.456,38 -0,61% +7,20%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 173,91 -65


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,31 52,63 +1,3% 0,68 +10,6%
Brent/ICE 59,04 58,24 +1,4% 0,80 +6,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.506,53 1.505,51 +0,1% +1,02 +17,5%
Silber (Spot) 17,74 17,74 0% 0 +14,5%
Platin (Spot) 894,45 889,49 +0,6% +4,96 +12,3%
Kupfer-Future 2,56 2,57 -0,3% -0,01 -3,4%


Die Ölpreise ziehen an, gestützt von Hoffnungen auf Fortschritte bei der Beilegung des Handelsstreits USA-China und weitere Wirtschaftsstimuli der US-Notenbank. Dass die Rohölbestände der US-Regierung in der vergangenen Woche stärker gestiegen sind als erwartet, belastet nicht, denn die am Vorabend veröffentlichten Daten des US-Branchenverbands API hatten einen noch stärkeren Lageraufbau befürchten lassen.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Nach den heftigen Vortagesverlusten machen die US-Börsen zur Wochenmitte etwas Boden gut. Nachdem das Klima zwischen China und den USA vor den ab Donnerstag beginnenden Handelsgesprächen zuletzt mit neuen US-Sanktionen immer frostiger geworden ist, gibt es nun wieder zarte Hoffnungsschimmer auf eine Annäherung. Zum einen suggeriert ein Bericht, dass China weiterhin auf eine Einigung zumindest in Teilbereichen des Handelsdisputs setzt. Zum anderen spricht ein weiterer Pressebericht davon, dass China bereit sei, die Käufe von US-Agrarerzeugnissen zu erhöhen. Im Verlauf steht eine Emission von 10-jährigen US-Schuldpapieren an. Die Aktien von Johnson & Johnson verlieren 2 Prozent. Der Pharmahersteller ist zur Zahlung von 8 Milliarden Dollar Schadensersatz verurteilt worden. Die Apple-Aktie steigt um 1,1 Prozent. Die Analysten von Canacord Genuity haben das Kursziel für die Titel erhöht und die Kaufempfehlung bekräftigt. PG&E drehen 1,3 Prozent ins Plus. Der Versorger hat bestätigt, dass er wegen eines drohenden Sturms vorsichtshalber den Strom in Teilen Kaliforniens abschaltet, um zu verhindern, dass erneut durch beschädigte Leitungen verheerende Großbrände ausgelöst werden. United States Steel (-7,3 Prozent) steht vor personellen Veränderungen im Vorstand. Wie das Unternehmen mitteilte, wird Finanzvorstand Kevin Bradley im kommenden Monat von seinem Amt zurücktreten. Nachfolgen wird ihm Christine Breves, derzeit Senior Vice President of Manufacturing Support und Chief Supply Chain Officer. Levi Strauss sinken um 5,2 Prozent, nachdem der Jeanshersteller Drittquartalszahlen vorgelegt hat.

Das Interesse an sogenannten sicheren Häfen lässt derweil nach. Sinkende Notierungen lassen die Zehnjahresrendite am Anleihemarkt um 4,4 Basispunkte auf 1,58 Prozent steigen.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++


- US
20:00 Fed, Protokoll der FOMC-Sitzung vom 17./18. September


+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch von ihren Vortagesverlusten erholt. Den entscheidenden Impuls lieferte nach Aussage aus dem Handel die Nachricht, dass China trotz der Blacklist für seine Unternehmen offen für einen Teil-Deal mit den USA sei. Damit werde der Eskalationsversuch der USA weggesteckt. Gegen die positive Tendenz in Europa ging es an der Börse in Istanbul um gut 2 Prozent nach unten, nachdem die Türkei ihren Militäreinsatz in Syrien gestartet hatte. Mit den vermeintlich positiven Nachrichten zu den Handelsgesprächen wurden Zykliker gekauft. So stellten Automobilwerte mit einem Plus von 1 Prozent den zweitstärksten Sektor gleich nach Technologie-Werten, die 1,4 Prozent gewannen. Die defensiven Sektoren der Versorger und Einzelhändler liegen dagegen im Minus. OMV verloren nach Vorlage des Zwischenbericht 1,3 Prozent. Hier wurde der Rückgang der Raffineriemarge kritisiert. Bei der spanischen Repsol ging es nach dem Zwischenbericht um 1,1 Prozent nach oben. Ausführliche Zahlen von CropEnergies für das zweite Quartal kommen gut an, der Kurs gewann fast 6 Prozent. Die Aussicht auf ein Aktienrückkaufprogramm und eine kräftige Kurszielanhebung auf 270 Euro aus dem Hause Hauck & Aufhäuser stützen Wirecard - die Aktie legte 2,7 Prozent zu.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:24 Di, 17:15 % YTD
EUR/USD 1,0973 +0,15% 1,0957 1,0950 -4,3%
EUR/JPY 117,94 +0,54% 117,46 117,30 -6,2%
EUR/CHF 1,0928 +0,44% 1,0893 1,0882 -2,9%
EUR/GBP 0,8992 +0,30% 0,8980 0,8969 -0,1%
USD/JPY 107,48 +0,38% 107,20 107,11 -2,0%
GBP/USD 1,2203 -0,14% 1,2202 1,2208 -4,4%
USD/CNY 7,1324 -0,17% 7,143 7,1428 +3,7%
Bitcoin
BTC/USD 8.601,00 +5,38% 8.145,25 8.210,75 +131,3%


Die türkische Lira geriet mit dem Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien unter Druck. Der Dollar stieg im Gegenzug auf den höchsten Stand seit über vier Wochen.

Die Nachrichtenlage um den Brexit schickte derweil das Pfund auf eine Berg- und Talfahrt. Es zog am Vormittag kurz auf 1,2292 Dollar an, nachdem The Times berichtet hatte, dass die EU zu Zugeständnissen bereit sei. Im Handel zeigte man sich skeptisch: Dies könnte sich als weiterer Zug im "Brexit Blame Game" erweisen, so XTB.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Überwiegend nach unten ist es am Mittwoch mit den Aktienmärkten in Ostasien und Australien gegangen. Der Optimismus vom Vortag mit Blick auf die am Donnerstag beginnenden Handelsgespräche zwischen den USA und China ist verflogen. Angesichts neuer US-Sanktionen wegen angeblicher chinesischer Menschenrechtsverletzungen in der muslimisch geprägten Provinz Xinjian dürfte sich die Atmosphäre weiter eintrüben. Unter der neuen Skepsis wegen der Handelsgespräche litten in Tokio vor allem Elektronikwerte. Renesas Electronics sackten um 5,1 Prozent ab. Auch Versicherer wurden abgestoßen, so fielen Sompo Holdings um 2,3 Prozent. Der Blick richtet sich nun auf die beginnende Berichtssaison, am Donnerstag sind Seven & I Holdings und Fast Retailing an der Reihe. Softbank verloren 0,8 Prozent. Hier stand der anstehende Start des zweiten großen Technologiefonds im Blick. Jefferies urteilt, Abschreibungen im ersten Fonds, in dem Softbank in Wework investiert hatte, könnten negativ durchschlagen, und senkte das Kursziel für Softbank. In Hongkong lastete weiter die politische Zuspitzung zwischen der Protestbewegung und den Regierungsbehörden. Zu den leidtragenden Unternehmen dürfte laut Daiwa Capital der Einzelhändler Dairy Farm International gehören, der das Gros seiner Gewinne in Hongkong erzielt. Während die Einheimischen weniger kauften, sinke zugleich die Zahl der Touristen in Hongkong. Die Aktie verlor in Singapur 4,2 Prozent. Im ebenfalls unter den US-chinesischen Spannungen leidenden Markt in Australien waren Goldminenwerte gegen den Trend als sicherer Hafen gesucht. So stiegen Newcrest um 1 Prozent, während die Industrieminenwerte BHP und Rio Tinto bis zu 1,4 Prozet nachgaben.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

Moody's stuft BASF auf A2 ab; Ausblick stabil

Der Chemiekonzern BASF hat eine schwächere Bonitätseinstufung von der Ratingagentur Moody's erhalten. Wie die Agentur mitteilte, hat sie das Rating um eine Stufe auf A2 gesenkt. Der Ausblick ist stabil.

Bund meldet erstes Batteriezellkonsortium bei der EU an

Das erste europäische Großprojekt zur Batteriezellfertigung nimmt Form an. Die Regierung werde das Projekt um den französischen Peugeot-Hersteller PSA, dessen deutscher Tochtergesellschaft Opel und der Total-Tochter Saft am Mittwoch formell bei der Europäischen Kommission anmelden, teilte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin mit. In Deutschland und Europa würden somit "spätestens 2024 im industriellen Maßstab Batteriezellen hergestellt werden".

Interessenten für Autoscout24 bieten mehr als 2 Mrd Euro - Agentur

Mehrere Finanzinvestoren und der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 interessieren sich nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters für das Kleinanzeigenportal Autoscout24. Wie Reuters unter Verweis auf Kreise berichtet, sollen unter den Interessenten, von denen am Mittwoch erste unverbindliche Angebote für das Auto-Portal von Scout24 eingegangen sein sollen, die Beteiligungsgesellschaften Permira, Apax, Carlyle und Hellman & Friedman befinden. Demnach sollen teilweise mehr als zwei Milliarden Euro geboten werden. Ob auch der Medienkonzern Axel Springer mitbietet sei indessen ungewiss, so die Nachrichtenagentur.

Schaeffler baut in Deutschland weitere 1.300 Stellen ab

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 09, 2019 12:43 ET ( 16:43 GMT)

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