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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ AKTIENMÄRKTE ( 18:19 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
EuroStoxx50 3.579,41 -0,26% +19,26%
Stoxx50 3.216,53 -0,30% +16,54%
DAX 12.633,60 -0,17% +19,65%
FTSE 7.150,57 -0,44% +6,75%
CAC 5.636,25 -0,65% +19,14%
DJIA 26.839,04 -0,69% +15,05%
S&P-500 2.980,08 -0,60% +18,88%
Nasdaq-Comp. 8.057,49 -1,22% +21,43%
Nasdaq-100 7.843,15 -1,25% +23,91%
Nikkei-225 22.492,68 +0,18% +12,38%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 171,49 -26


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,52 53,93 -0,8% -0,41 +11,0%
Brent/ICE 59,67 59,91 -0,4% -0,24 +7,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.491,99 1.491,89 +0,0% +0,10 +16,3%
Silber (Spot) 17,58 17,55 +0,2% +0,03 +13,5%
Platin (Spot) 892,01 889,50 +0,3% +2,51 +12,0%
Kupfer-Future 2,63 2,60 +1,4% +0,04 -0,4%


Die Ölpreise zeigen sich mit Abgaben, nachdem sie am Donnerstag von dem Waffenstillstand profitiert hatten, auf den sich die USA und die Türkei in Nordsyrien verständigt haben. Nun treten Konjunktursorgen wieder in den Vordergrund. Der Goldpreis tritt mehr oder weniger auf der Stelle.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Mit Abgaben zeigt sich die Wall Street am Freitag. Schwache Wachstumsdaten aus China und die am Samstag anstehende Abstimmung des britischen Unterhauses über den mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag lassen die Anleger vor dem Wochenende vorsichtshalber Geld vom Tisch nehmen. Daneben ist auch der US-chinesische Handelsstreit weiterhin ungelöst. Zudem könnte sich der Handelsstreit zwischen den USA und der EU verschärfen. Nachdem Washington Zölle im Volumen von 7,5 Milliarden Dollar am Freitag in Kraft gesetzt hat, hat Brüssel als Reaktion Strafzölle auf US-Produkte angekündigt. Der US-Getränkekonzern Coca-Cola hat im dritten Quartal unter anderem dank Preissteigerungen und einem Absatzplus seinen Umsatz überraschend deutlich erhöht. Die Aktie gewinnt 2,7 Prozent. American Express hat im dritten Quartal mehr verdient und umgesetzt als erwartet. Die Titel verlieren dennoch 0,5 Prozent, nachdem CFO Jeffrey C. Campbell während der Telefonkonferenz zu den Zahlen gesagt hat, es gebe erste Hinweise darauf, dass sich Unternehmen mit Ausgaben zurückhielten. Für die Aktie von Johnson & Johnson geht es um 4 Prozent abwärts. Der US-Konzern ruft eine Charge seines Babypuders in den USA zurück.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

Es stehen keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung an.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Europas Börsen haben am Freitag mit leichten Verlusten geschlossen. Die Anleger agierten vorsichtig vor der Brexit-Abstimmung im britischen Parlament am Samstag. Ob Premier Boris Johnson eine Mehrheit unter den Parlamentariern für sein mit der EU ausgehandeltes Abkommen findet, ist völlig unklar. Daneben bleibt China aus Marktsicht weiter ein Risiko. Die dortige Wirtschaft ist im dritten Quartal nur mit 6 Prozent gewachsen und damit mit der niedrigsten Rate seit 1992. Die Markterwartung lag bei 6,1 Prozent. Zudem werden die USA, wie angekündigt, ab dem heutigen Freitag auf Flugzeugimporte aus der EU Strafzölle in Höhe von 10 Prozent erheben. Daneben soll es auf weitere EU-Produkte Aufschläge von bis zu 25 Prozent geben. Auch deutsche Unternehmen sind betroffen. Brüssel hat als Reaktion Strafzölle auf US-Produkte angekündigt. Druck auf die Autobranche übte die Gewinnwarnung von Renault aus. Die Aktien brachen um 11,5 Prozent ein. Peugeot verloren im Gefolge 1,7 Prozent, im DAX fielen Daimler um 1,4 Prozent, VW um 0,5 und BMW um 0,7 Prozent. Der Auto-Index war mit minus 1,7 Prozent einer der schwächsten Sektoren. Die Danone-Aktie brach nach einer gesenkten Prognose um 8,4 Prozent ein. Die Aktie der Ceconomy-Beteiligung Fnac Darty fiel um 14 Prozent. Die Unterhaltungselektronikkette konnte den Trend einer fallenden Bruttomarge im dritten Quartal nicht drehen. Ceconomy verloren 11,1 Prozent. Wirecard büßten trotz der Ankündigung eines Aktienrückkauf-Programms 6,3 Prozent ein. Munich Re erwartet im laufenden Geschäftsjahr, den Ausblick von 2,5 Milliarden Euro beim Nettogewinn zu übertreffen. Die Titel legten um 1,1 Prozent zu. Osram gewannen 3,0 Prozent auf 40,15 Euro. AMS hat angekündigt, ein neues Gebot vorzulegen. AMS will zwar weiterhin nur 41 Euro je Osram-Titel bieten, will allerdings die Annahmeschwelle senken auf 55 Prozent. Die neue Offerte dürfte damit bessere Erfolgsaussichten als das alte Gebot haben, auch da Advent/Bain zugleich bekannt gegeben haben, bis auf weiteres kein neues Gebot für Osram zu unterbreiten.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.33 Uhr Do, 17:08 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1148 +0,19% 1,1120 1,1111 -2,8%
EUR/JPY 120,86 +0,00% 120,73 120,76 -3,9%
EUR/CHF 1,0986 -0,05% 1,0987 1,0981 -2,4%
EUR/GBP 0,8648 +0,19% 0,8643 0,8658 -3,9%
USD/JPY 108,43 -0,17% 108,57 108,68 -1,1%
GBP/USD 1,2890 -0,01% 1,2868 1,2834 +1,0%
USD/CNH (Offshore) 7,0825 +0,02% 7,0827 7,0825 +3,1%
Bitcoin
BTC/USD 7.939,76 -1,51% 7.893,26 8.044,26 +113,5%


Das Pfund bleibt mit den Brexit-Entwicklungen im Fokus. Die Devise kletterte im Verlauf bis auf 1,2920 Dollar, nachdem sich BoE-Vizegouverneur Dave Ramsden zur Geldpolitik geäußert hatte. In einem am Freitag veröffentlichten Bloomberg-Interview sagte er, sollte Premierminister Johnson seinen Brexit-Deal durchs Parlament bringen, gelte die Vorgabe der Bank für einen "sauberen" Austritt aus der EU. Dies bedeute "begrenzte und graduelle" Zinserhöhungen. Das Ergebnis der Abstimmung dürfte am Montag für kräftige Bewegungen im Pfund sorgen, erwartet ein Beobachter.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Die asiatischen Börsen haben am Freitag mit mauen Wachstumsdaten aus China bis auf wenige Ausnahmen mit Abgaben geschlossen. Zu Beginn des Börsentages hatten noch die Kursaufschläge überwogen. Die chinesische Wirtschaft hatte im dritten Quartal mit der niedrigsten Wachstumsrate seit dem ersten Quartal 1992 zugelegt. Zudem wurde die Markterwartung von plus 6,1 Prozent mit plus 6 Prozent verfehlt. Der September war damit der zweite Monat in Folge mit Wachstumsraten unter Vorjahresniveau. Angesichts des anhaltenden US-chinesischen Handelskonflikts bewerteten Marktbeobachter die Daten jedoch als gar nicht so schlecht. Der Abgabedruck wurde zudem von über den Markterwartungen ausgefallenen Daten zur chinesischen Industrie-Produktion gemildert. Gegen den Negativtrend stemmte sich der Nikkei-225 in Tokio, der um 0,2 Prozent auf 22.493 Punkte und damit auf dem höchsten Stand seit Dezember 2018 zulegte. Die Kernverbraucherpreise im September auf das tiefste Niveau seit April 2017 gesunken. Die Entwicklung war allerdings so vorhergesagt worden. Wie widerstandsfähig sich der Nikkei präsentierte, zeigte ein Blick auf den Devisenmarkt. Denn dort stieg der Yen auf Tagessicht. Händler verwiesen auf die wieder gestiegene Unsicherheit über den Brexit-Deal zwischen der EU und Großbritannien. Es sei nicht sicher, ob das Unterhaus dem Regelwerk zustimmen werde, hieß es. An der chinesischen Leitbörse in Schanghai sank der Composite deutlicher als die übrigen Börsen. Auch in Südkorea drehten die Kurse mit den chinesischen BIP-Daten ins Minus.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

UFO sagt Streik bei Lufthansa German Airlines am Sonntag ab

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat ihren für Sonntag geplanten Warnstreik bei Lufthansa German Airlines abgesagt. Wie die Gewerkschaft mitteilte, habe der Konzern freiwillig eine Erhöhung der Vergütung von 2 Prozent bis Ende des Jahres angekündigt. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hatte eine Erhöhung von 1,8 Prozent gefordert. Die Gewerkschaft hatte zuvor am Freitag ihren Arbeitskampf auf alle Fluggesellschaften des Lufthansa-Konzerns ausgeweitet. Die Kabinenmitarbeiter der Sunexpress Deutschland, Lufthansa Cityline, Germanwings und Eurowings sind weiterhin deutschlandweit am 20. Oktober in der Zeit von 5 bis 11 Uhr zum Streik aufgerufen.

Merck KGaA legt Gründerfonds für Startups in China auf

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA hat einen Gründerfonds (Seed-Fonds) in Höhe von 100 Millionen Yuan (13 Millionen Euro) in China ins Leben gerufen. Startup-Unternehmen in China aus den Segmenten Gesundheitswesen, Biowissenschaft und Leistungsmaterialien sollen dadurch die Mittel des Seed-Fonds finanziert werden. Die Darmstädter gaben außerdem die Eröffnung eines Innovationszentrums in Schanghai und die Planung eines weiteren Innovation Hubs in Guangzhou bekannt.

AMS wagt bei Osram-Übernahme weiteren Anlauf und senkt Annahmeschwelle

Der österreichische Sensorspezialist AMS wagt bei Osram einen neuen Anlauf. Wie AMS am Freitagabend mitteilte, soll ein neues Barübernahmeangebot zum Preis von 41 Euro je Aktie gemacht werden. Weil AMS Anfang Oktober an der selbstgesetzten Annahmeschwelle von 62,5 Prozent gescheitert war, will der Konzern diese nun auf 55 Prozent senken.

Wirecard startet Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 200 Mio EUR

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 18, 2019 12:25 ET ( 16:25 GMT)

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