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LBBW dominiert bei langfristiger Aktienanlage mit Absturzschutz

| Quelle: INV

Neben den gestern hier betrachteten Discount-Zertifikaten werden im Rahmen der Best-Studien von Finanztreff und dem Fachmagazin „Der Zertifikateberater“ auch Bonus-Zertifikate regelmäßig untersucht. Im Fokus stehen dabei die Papiere, bei denen die Gewinnchance nach oben nicht durch einen Cap begrenzt wird. Sie sind damit näher an der Aktie als die Discounter oder die ebenfalls reichlich angebotenen Capped-Bonus-Papiere.

Gewinnobergrenzen sind speziell bei Aktieninvestments eben nicht jedermanns Sache, denn die Aussicht auf (möglicherweise sehr dynamische) Kursgewinne ist bei vielen Investoren schließlich doch der Grund für einen Aktienkauf. Das Besondere an der Bonus-Strategie ist dabei, dass trotz unbegrenzter Kurschance ein Sicherheitsnetz eingezogen werden kann, mit dem das Anlagekapital bis zu einem gewissen Punkt geschützt bleibt. Entscheidend ist hierfür die sogenannte Barriere. Solange diese von der jeweiligen Aktie während der Laufzeit nie unterschritten wird, kommt es nämlich zu einer Mindestrückzahlung in Höhe des Bonuslevel. In vielen Fällen kann dann sogar trotz Aktienverlust noch ein (moderater) Gewinn erzielt werden.

Um trotzdem kein höheres Risiko einzugehen als es auch bei einem Direktinvestment bestehen würde, sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der Kaufpreis des Bonuszertifikats nicht (viel) höher ist als der Aktienkurs. Denn andernfalls würde es zu überdurchschnittlichen Verlusten kommen, wenn sich der Abstand bis zur Barriere als zu gering erweist und sie eben doch gerissen wird. Dann nämlich ist der Schutz aufgehoben und es erfolgt eine Rückzahlung in Höhe des Aktienkurses am Fälligkeitstag.

Bei der Best-Bonus-Studie werden deshalb nur solche Zertifikate berücksichtigt, deren Aufpreis gegenüber der Aktie maximal 2,5% pro Jahr beträgt (Finanztreff-Kennzahl: „Aufgeld“). Bei dieser Auswertung dominiert mit großem Abstand die LBBW von der 29% der ermittelten Best-Bonusse kamen. Dahinter folgen Commerzbank (21%), DZ Bank (14%), Deutsche Bank (9,3%) und BNP Paribas (8,8%).

Hauptgrund für den imposanten Erfolg der Landesbank ist deren weitreichendes Angebot an Papieren mit längeren Laufzeiten. Während sich viele andere Anbieter aus dem eigentlich Ursprungssegment der Bonus-Idee inzwischen zurückgezogen haben, hält die LBBW an dem Konzept fest und bietet Anlegern dabei hoch attraktive Konditionen.

Bei einem Absturzsturz von mindestens 30 Prozent und einem Aufgeld von höchstens 1% p.a. (also noch strenger als bei der Studie) finden sich bei einer Fälligkeit im ersten Halbjahr 2021 ein breites Spektrum an Aktien, die bei unbegrenzter Kurschance eine Basisrendite zwischen 5 und 10% pro Jahr bieten, wenn die Barriere nicht verletzt wird. Das ist als Alternative zu einer Aktie, von deren Erfolg ein Anleger überzeugt ist, allemal beachtenswert.

Beispiele hierfür sind Daimler (LB1E7M), BMW (LB1EXX), Münchener Rück (LB1E7Z), Deutsche Telekom (LB1EX6), BASF (LB1E7A) oder Total (LB1E8A)…

Ralf Andreß

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