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Lufthansa-Aktie leidet unter Gewinneinbruch

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Preiskampf im Europa-Geschäft und die gestiegenen Kerosin-Preise haben der Lufthansa im zweiten Quartal wie erwartet einen deutlichen Gewinneinbruch eingebrockt. Obwohl der Umsatz mit 9,6 Milliarden Euro rund vier Prozent höher ausfiel als ein Jahr zuvor, ging der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) um ein Viertel auf 754 Millionen Euro zurück, wie der DAX-Konzern +0,14% am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Der Überschuss sackte wegen einer bereits angekündigten Steuerrückstellung sogar um 70 Prozent auf 226 Millionen Euro ab.

"Wir erwarten dass der europäische Markt bis mindestens Ende 2019 weiter vom Preiskampf belastet bleibt", teilte die Lufthansa mit. Vor allem in Deutschland und Österreich sei der Wettbewerb mit den expandierenden Billigfluggesellschaften hart. Die Lufthansa-Führung um Vorstandschef Carsten Spohr hatte bereits Mitte Juni ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr gekappt. Sie geht nun weiterhin von einem operativen Gewinn zwischen 2,0 und 2,4 Milliarden Euro aus. Ursprünglich hätten es 2,4 bis 3,0 Milliarden Euro werden sollen. Die Billigtochter Eurowings schreibt sogar weiter rote Zahlen und wird nun deutlich zurechtgestutzt.

Die Aktien der Lufthansa -1,24% sind daraufhin auf den niedrigsten Stand seit März 2017 abgesackt. Als größter Kursverlierer im DAX +0,14% fielen sie um fast sieben Prozent auf 14,09 Euro. Seit den Höchstkursen von Anfang 2018 hat sich der Kurs mittlerweile mehr als halbiert.

Der Kursrutsch belastete auch die Papiere der beiden anderen großen europäischen Airlines: Air France-KLM -5,43% fielen um 3,8 Prozent und IAG -1,05% um 2,6 Prozent. Der europäische Reise- und Freizeitsektor +0,04% war der größte Verlierer unter den Sektoren.

"Kurzfristig bleiben die Risiken für die Schätzungen bestehen", schrieb Analyst Gerald Khoo vom Londoner Broker Liberum zur Lufthansa. Weder die Lufthansa noch Ryanair -0,68% gäben im Preiskampf bei den deutschen Kurzstrecken klein bei. Das spiegele sich in einem schwachen operativen Gewinn (Ebit) wider. Auch das Frachtgeschäft der Lufthansa habe enttäuscht mit einem kleinen Verlust.

Mit Material von dpa-AFX

12-Monats-Chart Lufthansa (in Euro)
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