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Lufthansa: Eskalation vorerst abgewendet

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Update: Bei der Lufthansa droht vorerst nun doch kein Streik der Flugbegleiter. Die Gewerkschaft Ufo hat am Montag nach eigenen Angaben ihre Vorbereitungen für den Arbeitskampf abgebrochen. Zuvor hatte das Unternehmen einen neuen Vorstoß zur Lösung des Tarifkonflikts unternommen. "Wir sind mit einer Lösungsinitiative auf die Ufo zugegangen", erklärte eine Lufthansa-Sprecherin.

Ursprünglich hatte die Ufo am Mittwoch einen neuerlichen ausgeweiteten Streik ankündigen wollen. Zum Inhalt der neuerlichen Annäherung machten beide Seiten keine Angaben, da noch Details ungeklärt seien.

Am Wochenende hatte die Kabinengewerkschaft Ufo zunächst einen weiteren Streik der Flugbegleiter angekündigt - dabei hatte es erst zum Jahreswechsel einen Ausstand gegeben. Besonders problematisch für die Kunden: Wann, wie lange und welcher Bereich genau bestreikt werden sollte, stand noch nicht fest. Das sollte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch bekannt gegeben werden.

"Deutlich ausgeweitete Maßnahmen"

Noch am Freitag hatte Ex-Ufo-Boss Nicoley Baublies angekündigt, dass man zunächst noch einmal versuchen werde, die Tarifziele auf dem klassischen Verhandlungswege durchzusetzen. Wenn dies scheitern sollte, bleibe nur der Arbeitskampf. Da einzelne Streiktage bislang nichts bewirkt hätten, müsse dann mit "deutlich ausgeweiteten Maßnahmen" Druck erzeugt werden.

Die Ufo habe die von Lufthansa für das gesamte Verfahren verlangte Friedenspflicht nicht akzeptieren können, erläuterte Baublies. Einen weiteren Anbahnungsversuch der Schlichter Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise könne es unter gleichen Voraussetzungen nicht mehr geben.

Die Gewerkschaft unterliegt noch bis zum 2. Februar einer Friedenspflicht zu den bereits bestreikten Forderungen. Grundlage dafür ist ein 2016 geschlossener Tarifvertrag zur Konfliktlösung.

Neben Tarifthemen zu Arbeitsbedingungen, Renten und Entgelten haben die langen Auseinandersetzungen zwischen den streitenden Parteien einige Konflikte hinterlassen, die möglicherweise in einer Mediation hätten gelöst werden können. Es geht unter anderem um persönliche Klagen der Lufthansa und damit verbundene Haftungsfragen gegen frühere und aktuelle Vorstände der Gewerkschaft. Auch war der frühere Ufo-Chef Baublies aus Lufthansa-Diensten entlassen worden.

Die Lufthansa-Aktie +0,20% rutschte am Montag erstmals seit Oktober wieder unter die 15-Euro-Marke und konnte sich nach den Neuigkeiten nun wieder darüber leicht darüber hangeln. Mit minus anderthalb Prozent gehörte das Papier allerdings immer noch zu den Schlusslichtern im DAX -0,75%.   (Mit Material von dpa-AFX)

Sechs-Monats-Chart Lufthansa (in Euro)
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