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Luxus-Konzerne LVMH, Kering und Co wegen Trump unter Druck

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die USA drohen Frankreich wegen der Einführung einer umstrittenen Digitalsteuer mit neuen Strafzöllen. Die von Frankreich vorgesehene Steuer diskriminiere gezielt große amerikanische Internet-Unternehmen wie Amazon -0,20%, Google +1,16% und Facebook +0,34%, hieß es in einem gestern Nacht veröffentlichten Bericht des US-Handelsbeauftragten.

Daher werde nun das Verhängen von Strafzöllen von bis zu 100 Prozent auf französische Importe im Wert von rund 2,4 Milliarden Dollar vorgeschlagen, hieß es weiter. Davon betroffen könnten demnach unter anderem Champagner, bestimmte Käsesorten, Joghurt, Butter, einige Kosmetik-Produkte und Handtaschen sein. Über die tatsächliche Verhängung der Zölle soll nach Anhörungen im Januar befunden werden.

Drohungen auch an Österreich, Italien und Türkei

Die "heutige Entscheidung ist ein klares Signal, dass die Vereinigten Staaten gegen Digitalsteuern vorgehen werden, die US-Firmen diskriminieren oder anderweitig unzulässig belasten", erklärte der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer. Ähnliche Steuerinitiativen von Österreich, Italien und der Türkei könnten auch einer formellen Prüfung unterzogen werden, warnte er. Die US-Regierung werde sich gegen den "zunehmenden Protektionismus" aus Europa gegen US-Internetkonzerne wehren, erklärte Lighthizer weiter.

Mangels einer europäischen oder globalen Lösung hatte Paris die Digitalsteuer im Alleingang eingeführt. Internetfirmen, die in Frankreich mehr als 25 Millionen Euro Umsatz erzielen, sollen demnach unter anderem Steuern auf lokale Online-Werbeerlöse zahlen. Viele der betroffenen Unternehmen haben ihren Firmensitz in den USA.

Luxusgüter-Aktien unter Druck

Die jüngsten Drohungen der USA sorgten am Dienstag bei den Aktien von Luxusgüter-Konzernen vor allem aus Frankreich für Belastungen. In Paris ging es für LVMH -0,56%, Kering +0,04% und Hermés International +1,27% jeweils zwischen 1,6 und zwei Prozent bergab, Richemont +0,62% folgten dem in Zürich mit einem Minus von rund ein Prozent. EssilorLuxottica -0,36% gehörten außerdem im EuroStoxx mit 0,6 Prozent zu den Verlierern. Das restliche Börsenumfeld zeigte sich am Dienstag-Vormittag freundlich.

Frankreich hat im Falle von US-Strafzöllen als Antwort auf die französische Digitalsteuer eine "deutliche Reaktion" der Europäischen Union gefordert. "Wir hatten gestern Kontakt mit der Europäischen Kommission, um sicherzustellen, dass es im Falle neuer amerikanischer Sanktionen eine europäische Reaktion, eine deutliche Reaktion geben würde", sagte Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire heute dem Sender Radio Classique. Man müsse diesen Konflikt aber vermeiden. Er sei nicht im Interesse des Handels, des Wachstums und der politischen Stabilität. (mmr mit Material von dpa-AFX)

Sechs-Monats-Chart LVMH (in Euro)
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