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LVMH: Mehr Glanz und Glamour dank Popstars

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Erst vor wenigen Tagen präsentierte Popstar Rihannna ihre eigene Modemarke "Fenty" in Paris, die sie zusammen mit dem französischen Luxuskonzern Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) herausbringt. LVMH setzt auf bekannte Gesichter und Edelmarken, die das Wachstum ankurbeln.

Und Rihanna als Werbeträgerin passt da offenbar gut ins Konzept. Der Konzern mit mehr als 150 000 Mitarbeitern ist Weltmarktführer der Luxusgüterindustrie und auch in diesem Jahr auf Kurs. Die Papiere befinden sich auf Höhenflug, LVMH steht gut da. Was aktuell im Unternehmen los ist, wie die Analysten es einschätzen und was die Aktie macht.

LVMH wieder auf Wachstumskurs

Konzernchef Bernard Arnault, der seit ziemlich genau 30 Jahren an der LVMH-Spitze steht und auch der größte Aktionär ist, hat das Unternehmen zu einem europäischen Schwergewicht geformt. Rund 70 Marken gehören mittlerweile zu LVMH, das 1987 durch die Fusion von Louis Vuitton und Moët Hennessy entstanden war.

Wein und Spirituosen, Mode und Lederwaren, Parfüm und Kosmetik sowie Uhren und Schmuck - all das ist Teil des Portfolios der Franzosen, die sich im ersten Quartal über eine rege Nachfrage freuen durften. Beim Umsatz legte LVMH organisch um elf Prozent auf 12,5 Milliarden Euro zu. Als größter Wachstumstreiber erwies sich das Geschäft mit Mode und Lederwaren.

War das letzte Quartal des Jahres 2018 aus Sicht des Luxusgütersektors noch von der Angst vor einer konjunkturellen Eintrübung und den Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China belastet, sind so manche Sorgen seit Jahresbeginn wieder verschwunden. Besonders in China sind die LVMH-Produkte gefragt. Die USA und Europa erwiesen sich ebenfalls als gute Absatzmärkte. Die Nachfrage nach hochwertigen Produkten ist stabil - und davon profitiert auch LVMH.

Dabei hatte sich Konzernchef Arnault beim Ausblick auf 2019 noch eher vorsichtig gezeigt und von einem "unsicheren Umfeld" gesprochen. Dennoch hatte er schon damals die Kraft der Marken des Luxuskonzerns hervorgehoben, zu dem unter anderem Veuve Cliquot, Fendi, TAG Heuer und Christian Dior Parfums gehören. 2018 setzte LVMH 46,8 Milliarden Euro um.

Mit dem im April abgeschlossenen Kauf der Hotelkette Belmond wollen die Franzosen zudem das Segment der Luxus-Übernachtungen ausbauen. Belmond besitzt und betreibt Luxushotels, Touristenzüge, ein Flusskreuzfahrtschiff und Restaurants unter anderem in Italien, Portugal, Brasilien und den USA. Und LVMH kauft auch an anderer Stelle zu: etwa das Traditionsweingut Château du Galoupet in der Côtes de Provence-Region in Frankreich. 

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN

Geht es nach den Analysten, ist die LVMH-Aktie für die Anleger ein äußerst lohnenswertes Investment. Die positiven Aussichten der LVMH-Papiere unterstreicht eine Branchenstudie der britischen Investmentbank HSBC, die das ohnehin schon hohe Kursziel von 375 auf 400 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen hat. Analyst Erwan Rambourg verweist darauf, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China die Umsätze des Luxuskonzerns nicht sonderlich belasten dürfte. Die Franzosen seien Hauptprofiteur seiner These "Groß schlägt klein".

Analystin Julie Zhuang von der Schweizer Großbank UBS geht derweil davon aus, dass LVMH vor einem starken Jahr steht. Das erste Quartal sei beeindruckend gewesen. Sie hob ihre Einstufung von 355 auf 380 Euro an und erhöhte ihre Gewinnprognose bis 2020.

Rogerio Fujimori sieht für LVMH sogar noch weit mehr Spielraum für weitere Marktanteilsgewinne in der Branche. Aus Sicht des Experten vom Analysehaus RBC seien die Marken Louis Vuitton und Christian Dior Couture im ersten Quartal ungewöhnlich stark gewachsen. Für Experte Guillaume Gauvillé sind die Franzosen sein Favorit innerhalb der europäischen Luxusbranche.

DAS MACHT DIE AKTIE

Im laufenden Jahr hat die LVMH-Aktie eine konstante Aufwärtsentwicklung genommen. Das Plus seit Jahresbeginn beträgt rund 30 Prozent. Seit Mai 2018 steht ein Gewinn von mehr als zehn Prozent zu Buche. Allerdings musste LVMH im Dezember vergangenen Jahres eine Delle verkraften. Damals kostete die Aktie nur noch etwas mehr als 240 Euro, ehe sie wieder kontinuierlich bis auf ihren aktuellen Wert kletterte. 

Der an der Pariser Börse und im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gelistete Konzern ist mit einer Marktkapitalisierung von gut 170 Milliarden Euro das teuerste Unternehmen der Eurozone. LVHM liegt im EuroStoxx 50 <EU0009658145 > damit auch deutlich vor dem Dax-Schwergewicht SAP ±0,00% . Zuletzt legte die LVMH-Aktie -1,13% leicht zu. 

Mit Material von dpa-AFX

12-Monats-Chart LVMH in Euro
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