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MÄRKTE ASIEN/Börsen hoffen auf designierten US-Präsidenten Trump

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Willa Plank

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Bis auf Schanghai haben sich die Handelsplätze in Südostasien am Mittwoch mehr oder weniger ausnahmslos mit Aufschlägen präsentiert. In Japan setzten Anleger auf sich auszahlende Investitionen in den USA, nachdem der Stimmungsindex für kleinere Unternehmen in den USA auf das höchste Niveau seit 2004 geklettert war und damit die Erwartungen übertroffen hatte. In Australien kam die Unterstützung vom Rohstoffsektor. Das eigentliche Thema lieferte jedoch wieder einmal der designierte US-Präsident Donald Trump, der nach Börsenschluss und am Nachmittag mitteleuropäischer Zeit seine erste Pressekonferenz seit Sommer 2016 abhalten wird. Bislang hatte er vor allem über Twitter kommuniziert.

In Tokio stieg der Nikkei-225 um 0,3 Prozent auf 19.365 Punkte, der australische S&P/ASX-200 schloss gut behauptet, Seoul und Hongkong meldeten höhere Gewinne. Mit einem Abschlag von 0,8 Prozent auf 3.137 Punkten fiel der Composite in Schanghai aus dem Rahmen. Im Handel fand man keine wirklich überzeugenden Argumente für das Minus, es war von Gewinnmitnahmen die Rede. Die Gewinne vom Jahresauftakt würden unverändert mitgenommen, hieß es. Zum dritten Mal in vier Sitzungen verbuchte die chinesische Leitbörse nun schon Verluste. Insgesamt sprachen Händler aber von der Rückkehr der Inflation. Diese spreche für eine anziehende globale Nachfrage, hieß es. Insbesondere die chinesischen Preisdaten des Vortages seien dahingehend zu interpretieren.

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Hoffen auf Trump

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In Tokio setzten Anleger darauf, dass Trump das Gerede über Dollar-Abwertung, Handelszölle und andere protektionistische Maßnahmen unterläßt und stattdessen den Fokus auf das Einwerben ausländischer Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen durch ausländische Unternehmen legt. "Anstatt Einfuhrzölle zu fordern und sich als Protektionist zu zeigen, gibt es Hoffnungen, Trump könnte um mehr Auslandsinvestitionen werben. Dies könnte zu einem festeren Dollar führen, aber Trump wird es dennoch begrüßen", sagte Chefstratege Hisao Matsuura von Nomura.

Der Dollar legte tatsächlich etwas zu und stieg zum japanischen Börsenschluss auf 116,03 Yen nach Wechselkursen um 115,58 Yen zur Vortageszeit.

Aus Australien kamen ermutigende Signale vom Arbeitsmarkt: Die offenen Stellen kletterten um 2,2 Prozent im vergangenen Quartal. Volkswirte sprachen von guten Voraussetzungen für Neueinstellungen in den kommenden Monaten. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe und der Notenbankchef des Landes, Haruhiko Kuroda, trafen sich derweil und hatten dabei auch über Trump gesprochen. Laut offiziellen Verlautbarungen standen aber andere Themen wie die Entwicklung der globalen Konjunktur im Fokus.

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Gold weiter gesucht

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Gold blieb im Aufwärtsmodus. Nachdem der Goldpreis am Vortag auf ein Sechswochenhoch geklettert war, bewegte sich die Feinunze in der Nähe ihres Vortageshochs von 1.190 US-Dollar - gegenüber US-Handelsschluss bedeutete dies ein Plus von 0,1 Prozent. Händler verwiesen auf das Ende Januar in China anstehende Neujahrsfest, das mit einer steigenden Nachfrage nach Juwelen verbunden sei. Daher werde in China auch mehr physisches Gold nachgefragt.

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Rohstoffwerte mit Gewinnen

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Unter den Einzelwerten zogen Toshiba um 4,1 Prozent an. Laut Medienberichten wollen die Hauptgläubiger das Unternehmen weiterhin unterstützen. Der angeschlagene Konzern bereitet riesige Abschreibungen auf das US-Nukleargeschäft vor. Nintendo gewannen 3,2 Prozent im Vorfeld der Präsentation am Freitag, von der sich Anleger mehr Details über die Spielekonsole Switch erhoffen. In Sydney stützten Aufschläge im Rohstoffsektor: BHP Billiton, Rio Tinto und Fortescue Metals sprangen um 2,6 bzw. 3,9 und 4,5 Prozent. Die Bergbauwerte profitierten von höheren Preisen bei Eisenerz, Kupfer und anderen Rohstoffen.

Bellamy's Australia brachen nach einen Handelsaussetzung um knapp 20 Prozent ein. Nach einer gesenkten Jahresprognose wurde CEO Laura McBain an der Spitze des Lebensmittel- und Getränkekonzerns ersetzt. In Indien waren Stahlwerte gesucht, nachdem in Medienberichten von möglichen Schließungen chinesischer Stahlwerke die Rede gewesen war. In Seoul kletterten Samsung Electronics um 2,8 Prozent auf ein neues Allzeithoch. Anleger ließ die Verwicklung in den Politskandal des Landes kalt, stattdessen konzentrierten sich Investoren auf die günstigen Geschäftsaussichten des Elektronikriesens. Auch eine Niederlage in einem Verfahren um Dumpingpreise bei Waschmaschinen in den USA belastete nicht.

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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX-200 (Sydney) 5.771,50 +0,19% +1,27% 06:00
Nikkei-225 (Tokio) 19.364,67 +0,33% +1,31% 07:00
Kospi (Seoul) 2.075,17 +1,47% +2,40% 07:00
Schanghai-Comp. (Schanghai) 3.137,42 -0,77% +1,09% 08:00
Hang-Seng-Index (Hongkong) 22.928,46 +0,84% +3,15% 09:00
Straits-Times (Singapur) 3.000,25 -0,19% +4,15% 10:00
KLCI (Malaysia) 1.675,21 +0,19% +2,04% 10:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 8:30 % YTD
EUR/USD 1,0559 -0,1% 1,0556 1,0595 +0,4%
EUR/JPY 122,38 +0,1% 122,25 122,67 -0,5%
EUR/GBP 0,8682 +0,1% 0,8669 0,8724 +1,9%
GBP/USD 1,2147 -0,2% 1,2173 1,2143 -1,6%
USD/JPY 116,06 +0,2% 115,83 115,79 -0,7%
USD/KRW 1195,45 -0,5% 1201,66 1196,75 -1,0%
USD/CNY 6,9287 +0,1% 6,9215 6,9262 -0,2%
USD/CNH 6,9053 -0,0% 6,9069 6,8820 -1,0%
USD/HKD 7,7550 +0,0% 7,7546 7,7554 +0,0%
AUD/USD 0,7383 +0,3% 0,7362 0,7358 +2,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 51,14 50,82 +0,6% 0,32 -4,8%
Brent/ICE 53,72 53,64 +0,1% 0,08 -5,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.189,15 1.189,20 -0,0% -0,05 +3,3%
Silber (Spot) 16,81 16,98 -1,0% -0,17 +5,5%
Platin (Spot) 980,20 978,50 +0,2% +1,70 +8,5%
Kupfer-Future 2,61 2,61 -0,1% -0,00 +4,2%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/ros

END) Dow Jones Newswires

January 11, 2017 04:31 ET (09:31 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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