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MÄRKTE ASIEN/Gewinnmitnahmen wegen Corona-Sorgen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)Nach der längsten Gewinnphase seit Ende der 1980er Jahre mit zahlreichen Rekorden an einzelnen Handelsplätzen haben Anleger an den asiatischen Börsen am Donnerstag auf breiter Front Gewinne mitgenommen. Sorgen wegen der zweiten Coronawelle und die anhaltende Hängepartie um das erhoffte Konjunkturpaket in den USA ließen die positive Stimmung am Aktienmarkt etwas kippen. Der Präsident der US-Notenbankfiliale New York, John Williams, hatte noch einmal auf die Bedeutung von Staatshilfen hingewiesen.

Die Neigung zu Gewinnmitnahmen wurde befeuert, weil sich die Börsen der Region in der laufenden Woche besser geschlagen hatten als ihre Pendants in den USA und Europa. Von einem generellen Stimmungsumschwung wollten Händler aber nicht sprechen. Der könne aber folgen, warnten Börsianer mit Blick auf die zweite Coronawelle in Asien. Nachdem bereits in Australien am Vortag neue lokale Lockdowns beschlossen worden waren, zogen andere Regionen in Asien nach.

Japans Regierungschef Yoshihide Suga rief die "höchste Alarmstufe" aus, nachdem in seinem Land eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden war. Zwar bewegen sich die Infektionszahlen weiter weit unter jenen in Amerika und Europa, doch zeigten sich Händler alarmiert. Mit der relativen "Corona-Ruhe" in Asien könnte es bald vorbei sein, so die Befürchtung am Markt.

Der Nikkei-225 verlor mit den Corona-Schlagzeilen 0,4 Prozent auf 25.634 Punkten und zeigte sich damit klar erholt von den Tagestiefs. Der Yen als vermeintlich sicherer Hafen in Krisenzeiten erfuhr indes Zulauf und drückte den japanischen Aktienmarkt zusätzlich. Der US-Dollar fiel auf 103,8175 Yen nach Wechselkursen über 104 zur Vortageszeit.

Stahl- und Halbleiterwerte zählten zu den schwächsten. Nippon Steel ermäßigten sich um 4,3 und Renesas Electronics um 3,5 Prozent. Der breiter gefasste Topix gewann dagegen 0,3 Prozent. Japan Airlines sanken um 0,8 Prozent und erholten sich damit ebenfalls von den Tagestiefs. Die Fluggesellschaft plant eine Kapitalerhöhung um bis zu 1,75 Milliarden US-Dollar.


Kauf auf Pump stützt Schanghai

Während der HSI in Hongkong um 0,5 Prozent fiel, hielten sich die chinesischen Kernlandbörsen im Plus. Das hohe Kreditwachstum stütze den Aktienmarkt, hieß es. Denn viele Chinesen kauften Aktien auf Pump. Chinas Präsident Xi Jinping hat den Asien-Pazifik-Raum als "Wegbereiter des globalen Wachstums" bezeichnet. In einer Rede beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) warnte Xi zudem vor Protektionismus. Er wolle die "riesengroße" chinesische Volkswirtschaft offen halten. Das waren Worte, die positiv aufgenommen wurden. Schanghai-Composite, Shenzhen Composite und das Startup-Segment ChiNext zogen um 0,5 bzw. 0,6 sowie 0,9 Prozent an. In Hongkong, wo eher ausländische Anleger aktiv sind, zogen die Aussagen dagegen nicht sonderlich. Händler verwiesen auf bestehende Restriktionen ausländischer Unternehmen in China. Autotitel waren indes gesucht, nachdem der Staat neue Anreize zum Kauf von Neuwagen verabschiedet hatte.

In Seoul wurden zunächst ebenfalls Gewinne eingestrichen, der Kospi drehte dann aber knapp ins Plus. Der südkoreanische Aktienmarkt bewegt sich weiter in der Nähe eines Dreijahreshochs. Das Einstreichen von Gewinnen war gleichwohl bei einigen Einzelwerten zu beobachten. So büßten Samsung Biologics nach der jüngsten Rally 0,5 Prozent ein.

In Sydney schloss der Leitindex etwas fester - befeuert von Finanz- und Technologiepapieren, die um jeweils 1,2 Prozent zulegten. Damit wurden Verluste der Sektoren Konsum, Gesundheit und Rohstoffe wettgemacht. Insbesondere der Bankensektor habe von guten Arbeitsmarktdaten profitiert, hieß es. Im Oktober wurden mehr Stellen geschaffen als vorausgesagt. Vocus kletterten um 3,1 Prozent, das Unternehmen will das Neuseeland-Geschäft ausgliedern. BlueScope Steel zogen um 5,3 Prozent an, der CEO setzt auf US-Stimuli, die das Geschäft der Sparte North Star beleben könnten. Im neuseeländischen Wellington schloss der NZX-50 etwas leichter. Alle vier Schwergewichte gaben ab.



Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 6.547,20 +0,25% -2,05% 06:00
Nikkei-225 (Tokio) 25.634,34 -0,36% +8,76% 07:00
Kospi (Seoul) 2.547,42 +0,07% +15,91% 07:00
Schanghai-Comp. 3.363,09 +0,47% +10,26% 08:00
Hang-Seng (Hongk.) 26.416,62 -0,48% -5,96% 09:00
Taiex (Taiwan) 13.722,43 -0,37% +14,38% 06:30
Straits-Times (Sing.) 2.791,07 +0,09% -13,79% 10:00
KLCI (Malaysia) 1.592,67 -0,75% +1,01% 10:00
BSE (Mumbai) 44.169,87 -0,02% +6,93% 11:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 8:57 h % YTD
EUR/USD 1,1848 -0,0% 1,1852 1,1843 +5,6%
EUR/JPY 123,02 -0,0% 123,04 123,00 +0,9%
EUR/GBP 0,8953 +0,2% 0,8933 0,8950 +5,8%
GBP/USD 1,3233 -0,3% 1,3269 1,3233 -0,2%
USD/JPY 103,84 +0,0% 103,83 103,86 -4,5%
USD/KRW 1114,15 +0,6% 1106,96 1114,55 -3,5%
USD/CNY 6,5758 +0,2% 6,5605 6,5766 -5,6%
USD/CNH 6,5711 +0,1% 6,5620 6,5725 -5,7%
USD/HKD 7,7524 -0,0% 7,7524 7,7525 -0,5%
AUD/USD 0,7292 -0,1% 0,7300 0,7292 +4,1%
NZD/USD 0,6905 -0,2% 0,6919 0,6903 +2,6%
Bitcoin
BTC/USD 17.708,01 -0,8% 17.845,01 17.665,01 +145,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 41,81 41,82 -0,0% -0,01 -25,9%
Brent/ICE 44,46 44,34 +0,3% 0,12 -27,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.863,61 1.873,30 -0,5% -9,69 +22,8%
Silber (Spot) 24,10 24,38 -1,1% -0,27 +35,0%
Platin (Spot) 941,10 945,00 -0,4% -3,90 -2,5%
Kupfer-Future 3,19 3,20 -0,1% -0,00 +13,1%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/ros

END) Dow Jones Newswires

November 19, 2020 03:12 ET ( 08:12 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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PKT -151,60
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