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MÄRKTE ASIEN/Japan-Konjunktur drückt - Aussie-Banken sehr schwach

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)In ganz Asien ist es am Mittwoch mehr oder weniger deutlich bergab mit den Aktienkursen gegangen. Im Handel verwies man auf die schwächsten Handelsdaten aus Japan seit drei Jahren. Die Im- und Exporte waren im Oktober regelrecht eingebrochen und hatten die Markterwartungen klar unterboten. Die Exporte nach China, Asien und die USA wiesen prozentual zweistellige Einbußen auf Jahressicht auf. Die Daten zeigten einmal mehr, wie sehr der US-chinesische Handelskonflikt die globale Konjunktur abwürge, hieß es im Handel, wo man aber auch auf den Konflikt zwischen Japan und Südkorea verwies.

Und Besserung ist derzeit kaum in Sicht, denn die Handelsgespräche zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt stocken. Gleichzeitig wird die Frist bis zur Einführung neuer US-Zölle auf chinesische US-Importe Mitte Dezember immer kürzer. US-Präsident Donald Trump drohte China mit höheren Zöllen, sollte es nicht zu einer Einigung kommen.

Erschwert wird eine Einigung im Handelsdisput durch die Unruhen in Hongkong. Denn nach dem US-Abgeordnetenhaus hat auch der Senat einstimmig einen Gesetzentwurf zur Unterstützung der "Menschenrechte und Demokratie" in Hongkong verabschiedet. China drohte nach der Abstimmung mit Gegenmaßnahmen. Wenn die USA weiterhin "falsche Entscheidungen" träfen, müsse China "starke Gegenmaßnahmen ergreifen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang.

Nachdem das Hongkong-Gesetz nun auch den Senat mit überwältigender Mehrheit passiert hat, wird es für das Weiße Haus schwierig, gegen diesen überparteilichen Druck, der die Gespräche über den Handel weiter verschlechtert, dagegen zu halten", mahnte Marktstratege Stephen Innes von AxiTrader.


Sehr schwache Kurse der australischen Banken

In Tokio sank der Nikkei-225 um 0,6 Prozent auf 23.149 Punkte, an den chinesischen Börsen in Hongkong und Schanghai fielen die Leitindizes jeweils um 0,8 Prozent. Auch Taiwan, Südkorea und Singapur meldeten Verluste. In Japan führten Titel aus den Branchen Finanzwesen und Elektronik die Liste der Verlierer an. Japan Post Insurance ermäßigten sich um 3,9 Prozent und Dai-ichi Life um 3,6 Prozent, nachdem die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen um 2 Basispunkte auf minus 0,115 Prozent gesunken war. Nachgebende Marktzinsen belasten das Geschäft der Lebensversicherer.

In Südkorea gab der Kospi 1,3 Prozent nach. Hier drückten vor allem Aktien aus den Sektoren Elektronik und Automobilbau. Das Schwergewicht Samsung Electronics büßte 2,8 Prozent ein, LG Electronics sanken um 1,4 Prozent.

In Australien schloss der S&P/ASX-200 mit einem Abschlag von 1,4 Prozent, stark belastet von den schwer gewichteten Bankaktien. Der australische Bankensektor wurde von Geldwäschevorwürfen der Behörden gegen Westpac belastet. Der Kurs verlor 3,3 Prozent, ANZ kamen um 2,1 Prozent zurück und National Australia Bank um 3,1 Prozent.

In Indien ging es gegen den regionalen Trend für den BSE-Sensex um 0,7 Prozent nach oben - angeführt vom sehr festen Telekommunikationssektor. Vodafone Idea stiegen um 34,7 Prozent und Bharti Airtel um 7,4 Prozent. Die Telekom-Tochter Reliance Jio Infocomm von Reliance Industries hatte eine Anhebung der Mobilfunkgebühren angekündigt und war damit ähnlichen Schritten der Konkurrenz gefolgt.

Auch Neuseeland stemmte sich mit Aufschlägen von 0,8 Prozent dem Negativtrend der Regin entgegen. A2 Milk stiegen angesichts der positiven Schlagzeilen um Fusions-Aktivitäten den zweiten Tag in Folge und legten diesmal um 3,9 Prozent zu. Analysten folgen der angehobenen Margenprognose nun mit positiven Kommentaren. Die auch in Wellington gelisteten Westpac verbilligten sich um 2,6 Prozent.



Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 6.722,40 -1,35% +19,06% 06:00
Nikkei-225 (Tokio) 23.148,57 -0,62% +16,38% 07:00
Kospi (Seoul) 2.125,32 -1,30% +4,13% 07:00
Schanghai-Comp. 2.911,05 -0,78% +16,73% 08:00
Hang-Seng (Hongk.) 26.887,36 -0,75% +4,72% 09:00
Taiex (Taiwan) 11.631,20 -0,22% +19,57% 06:30
Straits-Times (Sing.) 3.228,91 -0,31% +5,54% 10:00
KLCI (Malaysia) 1.602,87 -0,15% -5,04% 10:00
BSE (Mumbai) 40.765,51 +0,73% +12,44% 11:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 9:59 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1059 -0,2% 1,1078 1,1071 -3,5%
EUR/JPY 119,87 -0,3% 120,25 120,37 -4,7%
EUR/GBP 0,8576 +0,1% 0,8569 0,8546 -4,7%
GBP/USD 1,2892 -0,3% 1,2927 1,2955 +1,2%
USD/JPY 108,39 -0,1% 108,55 108,75 -1,2%
USD/KRW 1170,78 +0,2% 1167,91 1167,34 +5,1%
USD/CNY 7,0377 +0,1% 7,0276 7,0239 +2,3%
USD/CNH 7,0432 +0,2% 7,0283 7,0249 +2,5%
USD/HKD 7,8261 -0,0% 7,8276 7,8279 -0,1%
AUD/USD 0,6802 -0,3% 0,6825 0,6806 -3,5%
NZD/USD 0,6405 -0,4% 0,6429 0,6402 -4,6%
Bitcoin
BTC/USD 8.077,26 -0,5% 8.121,76 8.146,76 +117,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 54,94 55,21 -0,5% -0,27 +13,6%
Brent/ICE 60,59 60,91 -0,5% -0,32 +9,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.478,27 1.471,90 +0,4% +6,37 +15,3%
Silber (Spot) 17,20 17,15 +0,3% +0,05 +11,0%
Platin (Spot) 912,76 911,50 +0,1% +1,26 +14,6%
Kupfer-Future 2,65 2,66 -0,1% -0,00 +0,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/bam

END) Dow Jones Newswires

November 20, 2019 03:56 ET ( 08:56 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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