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MÄRKTE ASIEN/Leitzinssenkung in China und Dow-Höhenflug stützen Aktien

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)Trotz anhaltender Unruhen in Hongkong haben sich die meisten Börsen in Asien am Montag mit Aufschlägen gezeigt. Ausgerechnet in der chinesischen Sonderverwaltungszone stieg das Börsenbarometer mit 1,4 Prozent am deutlichsten, obwohl dort am Wochenende die regierungskritischen Proteste erneut eskaliert sind und erstmals reguläres chinesisches Militär zum Einsatz gekommen sein soll. Auch die regionale Regierungschefin Carrie Lam drohte unverhohlen mit einem Einsatz des chinesischen Militärs. Zugleich ging die Lokalregierung in Hongkong von einer tiefen Rezession aus.

Letztlich vermochten Händler nicht mit Bestimmtheit sagen, warum die Kurse ausgerechnet in Hongkong derart stark zulegten. Laut Jefferies könnten die Unruhen nach 32 Wochen etwas aus dem Blick der Anleger geraten. Risiken und Volatilität des Marktes dort hingen offenbar stärker an den Wirtschaftsaktivitäten des Kernlandes in China als an lokalen Politikfaktoren. Einige Händler verwiesen denn auch auf die überraschende Leitzinssenkung der chinesischen Notenbank, die den gesamten Aktienmarkt in Asien stützte. Diese hatte erstmals seit 2015 einen Leitzins gesenkt. Die People's Bank of China (PBOC) reduzierte die siebentägige Reverse-Repurchase-Rate und verringerte damit die Kosten für kurzfristige Offenmarktgeschäfte.

In Hongkong zogen Geely um 4,5 Prozent an, laut Analysten dürfte der Automobilhersteller einer der größten Profiteure einer Branchenerholung in China sein. Des Weiteren wurde der Markt in Hongkong vom Sektor der Immobilienentwickler gestützt, der sich nach den zuletzt heftigen Verlusten etwas erholte.


Auch Rekordvorgaben der Wall Street stützen

Stützend wirkte sich auch der Höhenflug der Wall Street aus. Erstmals in seiner Geschichte hatte der Dow-Jones-Index am Freitag die Marke von 28.000 Punkten genommen - getrieben von wieder aufgefrischten Hoffnungen im US-chinesischen Handelsstreit. Als Auslöser der Stimmungsverbesserung fungierte diesmal der oberste Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow. Dieser hatte sich positiv zum Verlauf der Gespräche geäußert. Ähnliche Verlautbarungen kamen aus dem chinesischen Wirtschaftsministerium am Wochenende, nachdem es Telefonkontakte zwischen beiden Seiten gegeben hatte.

Vor diesem Hintergrund stiegen in China der Schanghai-Composite um 0,6 Prozent, das Pendant in Shenzhen um 0,7 Prozent und das Startup-Element ChiNext um 0,5 Prozent. In Tokio kletterte der Nikkei-225 um 0,5 Prozent auf 23.417 Punkte befeuert von den Sektoren Pharma und Elektrotechnik. Eisai stiegen um 4,4 und Advantest um 3,7 Prozent. Mit den Hoffnungen auf eine Einigung im US-chinesischen Handelsdisput sank die Attraktivität des als Fluchtwährung in unsicheren Zeiten geschätzten Yen. Der US-Dollar stieg auf 108,82 Yen nach Wechselkursen um 108,58 zur gleichen Zeit am Freitag. Die fallende japanische Währung verlieh dem Aktienmarkt zusätzlichen Rückenwind.

Südkorea und Australien hinkten der Entwicklung hinterher: In Seoul schloss der Kospi 0,1 Prozent im Minus. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach den zuletzt kräftigen Aufschlägen. Naver zogen um 2,9 Prozent an, die japanische Chat-App-Tochter Line fusioniert mit Yahoo Japan.

Auch in Sydney war die Rede von Gewinnmitnahmen. Die vier Bankenschwergewichte schlossen im Minus - auch Telekommunikations- und Versorgerwerte wurden verkauft. Appen haussierten um 13 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Prognose angehoben hatte. Nach positiven Analystenkommentaren hoben Qantas Airways um 3 Prozent ab.

Der Markt bleibt in dieser Woche fokussiert auf die Handelsgespräche und Neuigkeiten zur Entwicklung in Hongkong. Die Wirtschaft in Hongkong steht unmittelbar vor einer Rezession, da die jüngsten Unruhen dem Einzelhandel, dem Dienstleistungssektor, dem Tourismus, der Luftfahrt, dem Bildungsbereich und dem Ruf der Sonderverwaltungszone als einer der wichtigsten Finanzplätze Asiens schweren Schaden zugefügt haben", sagte Analystin Margaret Yang Yan von CMC Markets in Singapur.



Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 6.766,80 -0,40% +19,84% 06:00
Nikkei-225 (Tokio) 23.416,76 +0,49% +16,43% 07:00
Kospi (Seoul) 2.160,69 -0,07% +5,86% 07:00
Schanghai-Comp. 2.909,20 +0,62% +16,65% 08:00
Hang-Seng (Hongk.) 26.644,60 +1,35% +1,84% 09:00
Taiex (Taiwan) 11.599,78 +0,64% +19,25% 06:30
Straits-Times (Sing.) 3.253,20 +0,44% +5,54% 10:00
KLCI (Malaysia) 1.604,36 +0,60% -5,67% 10:00
BSE (Mumbai) 40.264,46 -0,23% +11,06% 11:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 8:40 Uhr
EUR/USD 1,1067 +0,1% 1,1052 1,1020
EUR/JPY 120,58 +0,3% 120,20 119,63
EUR/GBP 0,8540 -0,2% 0,8556 0,8560
GBP/USD 1,2960 +0,3% 1,2916 1,2874
USD/JPY 108,96 +0,2% 108,77 108,55
USD/KRW 1165,14 +0,1% 1163,73 1167,53
USD/CNY 7,0125 +0,1% 7,0082 7,0096
USD/CNH 7,0143 +0,1% 7,0062 7,0093
USD/HKD 7,8272 -0,0% 7,8276 7,8287
AUD/USD 0,6816 +0,0% 0,6813 0,6793
NZD/USD 0,6407 +0,1% 0,6400 0,6388
Bitcoin
BTC/USD 8.444,51 -1,1% 8.539,26 8.547,51

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,74 57,72 +0,0% 0,02 +19,4%
Brent/ICE 63,20 63,30 -0,2% -0,10 +14,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.460,15 1.466,50 -0,4% -6,35 +13,8%
Silber (Spot) 16,83 16,97 -0,8% -0,14 +8,6%
Platin (Spot) 882,86 892,90 -1,1% -10,04 +10,8%
Kupfer-Future 2,64 2,64 +0,2% +0,00 -0,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/ros

END) Dow Jones Newswires

November 18, 2019 04:45 ET ( 09:45 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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