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MÄRKTE ASIEN/Mit Zinsfantasie kehrt Kauflaune zurück

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Steffen Gosenheimer

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)Die Börsen in Ostasien haben sich am Donnerstag den positiven Vorgaben der Wall Street angeschlossen und zugelegt. Dort wie hier sorgte die zurückgekehrte Zinssenkungsfantasie für Kauflaune, nachdem US-Notenbankchef Jerome Powell die Tür für eine Zinssenkung am 31. Juli weit geöffnet hatte.

Bei seiner halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress hatte Powell diverse Risiken für die US-Konjunktur betont und zudem überraschend klar gesagt, dass die Kerninflation wohl noch länger unter dem avisierten Zielwert von 2 Prozent zu bleiben scheine. In die gleiche Kerbe schlägt das am Vorabend nach dem Powell-Auftritt veröffentlichte Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung.

Am Zinsterminmarkt liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung wieder bei 100 Prozent, nachdem sie kurzzeitig minimal darunter gelegen hatte nach zuletzt starken US-Arbeitsmarktdaten. Zugleich ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass am 31. Juli sogar ein großer Zinsschritt um 50 Basispunkte erfolgen könnte.



Dollar fällt weiter


Der Dollar war angesichts dieser Entwicklung auf breiter Front auch am Tag danach noch weiter auf dem Weg nach unten. Er wurde zuletzt unter anderem mit 108,00 Yen bezahlt, verglichen mit 108,90 zur gleichen Vortageszeit.

Das bremste zwar etwas den Kursanstieg in Tokio, dennoch legte der Nikkei-225 um 0,5 Prozent zu auf 21.643 Punkte. In Sydney stieg das Marktbarometer in ähnlicher Größenordnung, kräftiger nach oben ging es in Hongkong und Seoul. Lokale Anleger hätten nichts lieber als niedrigere US-Zinsen und einen schwächeren Dollar, kommentierte Marktexperte Stephen Innes von Vanguard Markets.

Die Ölpreise setzten ihre Aufwärtsbewegung fort, die nach den Powell-Äußerungen eingesetzt hatte. Brentöl verteuerte sich in Asien um weitere 0,5 Prozent auf 67,37 Dollar. Während die Sorgen über die globale Konjunkturentwicklung eher bremsend wirken, macht der schwächere Dollar Öl für Käufer aus dem Nichtdollarraum billiger. Außerdem sorgen zuletzt gesunkene US-Vorräte, sturmverursachte Störungen der Ölförderung im Golf von Mexiko und die Spannungen der USA mit dem Iran für Auftrieb.

Ähnlich sah es beim Gold aus. Auch dort stieg der Preis im asiatisch dominierten Geschäft weiter. Die Feinunze kostete zuletzt 1.422 Dollar, 3 mehr als im späten US-Geschäft. Die Aussicht auf niedrigere Zinsen macht das Edelmetall, das keine Zinsen abwirft, als Anlage interessanter, ebenso der nachgebende Dollar.



Immobilienaktien potenzielle Zinsprofiteure


Gesucht waren unter anderem Öl- und Rohstoffaktien. In Hongkong lagen CNOOC im dortigen Späthandel 2,3 Prozent im Plus, in Tokio kletterten Inpex um 2,2 und in Sydney Santos um 1,1 Prozent. Die Aktie des Goldschürfers Newcrest legte um über 2 Prozent zu, die Rohstoffschwergewichte Rio Tinto und BHP gewannen bis zu 1,1 Prozent.

In Tokio gehörten Aktien aus dem Immobiliensektor zu den Tagesfavoriten. Die Aussicht auf niedriger Zinsen sei insbesondere für diese Branche günstig, hieß es. Eher gemieden wurden dagegen Aktien aus dem Bankensektor, weil das Niedrigzinsumfeld eher ungünstig für das traditionelle Bankengechäft ist. In Sydney hinkten Immobilienaktien dagegen mit einem kleinen Minus hinterher, gebremst von einem Rückgang der Hauskredite im Mai.

Nintendo verteuerten sich um gut 4 Prozent, nachdem der Spielekonsolenhersteller eine vergünstigte Sonderversion seiner Konsole Switch angekündigt und außerdem technische Neuerungen für das Standardmodell in Aussicht gestellt hatte.

In Seoul legten SK Hynix um 3,6 Prozent weiter zu. Marktteilnehmer begründeten dies zum einen mit der Aussicht auf eine wieder anziehende Nachfrage nach Speicherchips und zum anderen mit der nur geringen Wahrscheinlichkeit, dass Japan seine jüngst eingeführten Exportbeschränkungen für Materialien für Technologieprodukte verlängern wird. Samsung Electronics verteuerten sich um 1,4 Prozent.



Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 6.716,10 +0,39% +18,94% 08:00
Nikkei-225 (Tokio) 21.643,53 +0,51% +8,14% 08:00
Kospi (Seoul) 2.080,58 +1,06% +1,94% 08:00
Schanghai-Comp. 2.917,75 +0,08% +17,00% 09:00
Hang-Seng (Hongk.) 28.420,55 +0,77% +9,13% 10:00
Taiex (Taiwan) 10.843,42 +0,42% +11,47% 07:30
Straits-Times (Sing.) 3.359,98 +0,59% +8,85% 11:00
KLCI (Malaysia) 1.675,91 -0,18% -0,69% 11:00
BSE (Mumbai) 38.746,85 +0,49% +6,87% 12:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 9:28 % YTD
EUR/USD 1,1269 +0,1% 1,1254 1,1215 -1,7%
EUR/JPY 121,80 -0,2% 122,01 122,18 -3,1%
EUR/GBP 0,8994 -0,1% 0,9000 0,9004 -0,1%
GBP/USD 1,2530 +0,2% 1,2505 1,2456 -1,7%
USD/JPY 108,09 -0,3% 108,41 108,94 -1,5%
USD/KRW 1174,39 -0,1% 1175,66 1181,44 +5,4%
USD/CNY 6,8674 -0,1% 6,8729 6,8853 -0,2%
USD/CNH 6,8718 -0,0% 6,8730 6,8900 +0,0%
USD/HKD 7,8170 -0,0% 7,8183 7,8131 -0,2%
AUD/USD 0,6972 +0,1% 0,6962 0,6920 -1,0%
NZD/USD 0,6666 +0,3% 0,6649 0,6602 -0,7%
Bitcoin
BTC/USD 11.489,25 -3,7% 11.928,25 12.872,75 +208,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 60,77 60,43 +0,4% 0,24 +27,5%
Brent/ICE 67,29 67,01 +0,4% 0,28 +21,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.421,38 1.418,90 +0,2% +2,48 +10,8%
Silber (Spot) 15,26 15,25 +0,1% +0,01 -1,5%
Platin (Spot) 828,00 827,00 +0,1% +1,00 +4,0%
Kupfer-Future 2,68 2,70 -0,4% -0,01 +1,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/flf

END) Dow Jones Newswires

July 11, 2019 03:41 ET ( 07:41 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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