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MÄRKTE ASIEN/Nikkei fällt auf tiefsten Stand seit 2014

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Chao Deng und Kosaku Narioka

TOKIO (Dow Jones)--An den Börsen in Südostasien hat sich über Nacht nichts getan: Es geht weiter abwärts. Wie schon am Vortag gibt es keinen unmittelbaren Auslöser für das Anhalten der Talfahrt am Mittwoch. Zwar steigt der Yen auf ein Zweijahreshoch, was die Exportaussichten japanischer Unternehmen schmälert und die Aktienkurse in Tokio drückt, doch letztlich bewegt sich der Yen-Wechselkurs nur moderat. Doch scheint Anlegern jeder Anlass zum Ausstieg aus Aktien aktuell recht zu sein. Der Nikkei-225 stürzt auf das tiefste Niveau seit 2014 und die australische Börse dreht endgültig in den Bärenmarktmodus.

In Sydney hat der Leitindex S&P/ASX-200 bei 4.776 Punkten geschlossen - ein Minus von 1,2 Prozent. Seit den Aprilhochs ist der Markt um 21 Prozent eingebrochen. Ab einem Absturz von 20 Prozent sprechen Börsianer von einem Bärenmarkt. Damit folgt Australien den chinesischen und japanischen Vorgaben, die ebenfalls im Bärenmarktmodus rangieren. "Dies ist der erste nachhaltige Bärenmarkt, den ich seit der globalen Finanzkrise beobachte", sagt Marktstratege Evan Lucas von IG in Melbourne. Kurz vor Handelsschluss verliert das japanische Pendant 3,2 Prozent auf 15.578 Punkte - belastet von Sorgen über den Zustand des Bankensektors. Damit hat der japanische Leitindex fast alle Gewinne abgegeben, die seit Verkündung der expansiven Geldpolitik durch die Bank of Japan im Oktober 2014 aufgelaufen waren. In China und Südkorea ruht der Handel weiter wegen der Neujahrsfeierlichkeiten.

Anleger in Japan fürchteten in wachsendem Maße eine Belastung der Unternehmensgewinne durch eine wirtschaftliche Abkühlung in den USA und China sowie durch ein Ansteigen des Yen-Wechselkurses, heißt es im Handel. Seit Ministerpräsident Shinzo Abe die Regierungsgeschäfte übernommen habe, "ging ein erheblicher Teil der verbesserten Gewinnsituation bei Unternehmen auf das Konto der Wechselkurse. Es gibt Bedenken, dass wir bei einer gegenläufigen Wechselkursentwicklung wieder auf Anfang gehen", sagt Aktienstratege Ichiro Yamada von Fukoku Mutual Life Insurance. Auch die Unsicherheit über die kurzfristige US-Geldpolitik bleibe ein Störfeuer. Daher messen Marktbeobachter der Anhörung von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses große Bedeutung bei. Diese erfolgt aber erst, wenn die Börsen in Asien längst geschlossen sind.

Am Devisenmarkt geht der US-Dollar bei 114,55 Yen um nach Wechselkursen um 114,87 Yen zur Vortageszeit. Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen aus Japan erholen sich und drehen wieder ins Plus, nachdem sie am Vortag erstmals ins Minus gerutscht waren. Während sich Gold kaum bewegt, bricht der Ölpreis abermals ein. Die global gehandelte Ölsorte Brent verbilligt sich auf 31,04 Dollar - ein Abschlag auf Tagessicht von 5,8 Prozent.

Daher verwundert es nicht, dass Energie- und Rohstoffwerte unter Druck stehen. In Japan zählen auch Bankentitel zu den schwächsten. Mitsubishi UFJ Financial Group setzen ihren Vortageseinbruch ungebremst fort und verlieren weitere 6,6 Prozent, der Titel des Wertpapierhandelshauses Itochu sinken um 5,0 Prozent.

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Index (Börse) Stand aktuell +- in % Handelsende (MEZ)
S&P/ASX 200 (Sydney) 4.775,70 -1,17% 06:00
Nikkei-225 (Tokio) 15.562,60 -3,25% 07:00
Kospi (Seoul) Feiertag
Schanghai-Composite (Schanghai) Feiertag
CSI-300 (Schanghai/Shenzhen) Feiertag
Hang-Seng-Index (Hongkong) Feiertag
Taiex (Taiwan) Feiertag
Straits-Times (Singapur) 2.568,48 -2,09% 10:00
KLCI (Malaysia) 1.650,34 -0,73% 10:00

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 9.50 Uhr
EUR/USD 1,1296 +0,1% 1,1288 1,1184
EUR/JPY 129,40 -0,4% 129,94 128,95
USD/JPY 114,54 -0,5% 115,12 115,34
USD/KRW 1198,55 -0,1% 1199,60 1206,70
USD/CNY 6,5739 0% 6,5739 6,5739
USD/CNH 6,5545 -0,2% 6,5653 6,5751
USD/HKD 7,7917 -0,0% 7,7948 7,7919
AUD/USD 0,7051 -0,3% 0,7074 0,7047
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/ros

END) Dow Jones Newswires

February 10, 2016 01:08 ET (06:08 GMT)

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