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MÄRKTE ASIEN/Schwache Aktienkurse nach schwachen Wirtschaftsdaten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Steffen Gosenheimer

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)Stimmungseintrübung an den ostasiatischen Aktienmärkten: Nachdem zuletzt die Zuversicht über ein Zustandekommen eines US-chinesischen Handelsabkommens für eine positive Tendenz sorgte, dominierte zum Wochenausklang die Sorge vor einer Eskalation. Hintergrund ist, dass es bei den Verhandlungen weiter nicht nur keine Fortschritte gibt, sondern dass die Lage noch dadurch verkompliziert wird, dass die USA Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebwegung in Hongkong beschlossen haben. Peking reagierte darauf erwartungsgemäß scharf und fordert eine Rücknahme.

Derweil zeigen diverse schwache Konjunkturdaten aus der Region weiter Spuren des Handelsstreits und wie dringlich eine Einigung beider Seiten wäre. Stattdessen drohen ab Mitte Dezember weitere US-Strafzölle auf Importe aus China.

Klares Schlusslicht war die Börse in Hongkong, wo der HSI im Späthandel rund 2,1 Prozent im Minus lag. Schanghai beendete den Tag mit einem Rückgang von 0,6 Prozent.


Zinsenttäuschung und -hoffnung in Südkorea

Auch in Seoul fiel das Minus mit 1,5 Prozent kräftig aus, und das, nachdem der Kospi sogar mit einem kleinen Plus gestartet war. Hier machten auch überraschend schwache Konjunkturdaten die Anleger vorsichtig, denn die Industrieproduktion sank im Oktober wider Erwarten deutlich. Für Enttäuschung dürfte vor dem Hintergrund der schwachen Daten außerdem die Entscheidung der südkoreanischen Notenbank gesorgt haben, den Leitzins unverändert zu lassen und nicht etwa zu senken. Die Notenbank deutete aber an, dass es Raum für eine weitere Lockerung gebe. Daneben senkten die Währungshüter ihre Wachstumsprognose.

Die Zinsentscheidung war im Vorfeld mehrheitlich so erwartet worden, nachdem im bisherigen Jahresverlauf der Leitzins wegen der mauen Konjunktur bereits zwei Mal gesenkt worden war. Am Devisenmarkt fiel der Kurs der Landeswährung Won zum Dollar zurück.

Laut den Ökonomen von Capital Economics sind weitere geldpolitische Lockerungen gerechtfertigt, auch weil die Inflationsentwicklung deutlich unter dem Zielwert von 2 Prozent liege.

In Tokio ging es ebenfalls abwärts mit den Aktienkursen, der Nikkei-Index kam um 0,5 Prozent zurück auf 23.293 Punkte. In Japan ist die Industrieproduktion im Oktober deutlicher gesunken als erwartet. Die Daten gelten allerdings als notorisch sehr volatil. In Sydney endete der Handel mit einem kleinen Abschlag von 0,3 Prozent, nachdem im frühen Handel noch ein neuerliches Rekordhoch markiert worden war.

Der Goldpreis legte etwas zu. Das Edelmetall profitierte als sogenannter sicherer Hafen von der eingetrübten Stimmung für Risikopapiere. Von seinem frühen Tagestief erholte sich der Preis im Verlauf um rund 3 Dollar je Feinunze auf zuletzt gut 1.458 Dollar.


Panasonic steigen weiter

Unter den Einzelwerten legten Panasonic in Japan weiter zu um 2,3 Prozent, nachdem Berichte vom Vortag mittlerweile bestätigt wurden, wonach sich das Unternehmen von seinem defizitären Chipgeschäft trennt.

Zu den größeren Verlierern in Hongkong zählten Aktien aus dem Immobiliensektor. Für Country Garden, China Overseas Land & Investment und China Resources Land ging es um bis zu 3 Prozent nach unten im Späthandel.

In Seoul büßten LG Electronics 1,6 Prozent ein. Dass das Unternehmen im obersten Führungsmanagement diverse Veränderungen vornimmt, sorgte für keinen stützenden Impuls.



Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 6.846,00 -0,26% +21,25% 06:00
Nikkei-225 (Tokio) 23.300,75 -0,46% +16,96% 07:00
Kospi (Seoul) 2.090,59 -1,32% +2,43% 07:00
Schanghai-Comp. 2.863,36 -0,91% +14,81% 08:00
Hang-Seng (Hongk.) 26.343,08 -2,05% +4,26% 09:00
Straits-Times (Sing.) 3.185,17 -0,48% +4,53% 10:00
KLCI (Malaysia) 1.572,51 -0,71% -6,32% 10:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 8:35 % YTD
EUR/USD 1,1012 +0,0% 1,1011 1,1008 -4,0%
EUR/JPY 120,55 -0,0% 120,58 120,49 -4,1%
EUR/GBP 0,8526 -0,0% 0,8528 0,8505 -5,3%
GBP/USD 1,2917 +0,0% 1,2911 1,2943 +1,4%
USD/JPY 109,47 -0,0% 109,52 109,46 -0,2%
USD/KRW 1181,65 +0,3% 1178,08 1179,05 +6,0%
USD/CNY 7,0325 -0,0% 7,0354 7,0279 +2,2%
USD/CNH 7,0364 +0,1% 7,0308 7,0277 +2,4%
USD/HKD 7,8273 0% 7,8273 7,8288 -0,1%
AUD/USD 0,6774 +0,1% 0,6766 0,6767 -3,8%
NZD/USD 0,6422 +0,1% 0,6417 0,6422 -4,3%
Bitcoin
BTC/USD 7.451,26 +0,9% 7.384,76 7.538,76 +100,3%



ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,94 58,11 -0,3% -0,17 +19,5%
Brent/ICE 63,54 63,87 -0,5% -0,33 +14,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.458,88 1.455,90 +0,2% +2,98 +13,7%
Silber (Spot) 16,98 16,94 +0,2% +0,04 +9,6%
Platin (Spot) 896,63 893,00 +0,4% +3,63 +12,6%
Kupfer-Future 2,65 2,67 -0,9% -0,02 +0,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/kla

END) Dow Jones Newswires

November 29, 2019 02:46 ET ( 07:46 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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