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MÄRKTE ASIEN/Tokio im Sog von Dollarschwäche und Gewinnmitnahmen

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Etwas stärkere Kursverluste in Tokio und Sydney haben am Dienstag das Bild an den ansonsten insgesamt uneinheitlichen Börsen in Ostasien geprägt. Der stärkste Impuls für den Nikkei-Index, der um 0,8 Prozent auf 19.301 Punkte nachgab, kam vom Devisenmarkt. Teilnehmer sprachen aber auch von Gewinnmitnahmen und einer Pause der "Trump-Rally".

Der Dollar gab weiter nach, der Yen wertete im Umkehrschluss also auf, womit sich die Exporte aus Japan verteuern. Der Dollar kostete zuletzt 115,76 Yen nach gut 116 im US-Geschäft am Montag. Am Montag fand in Tokio wegen eines Feiertags kein Handel statt. Im Handelsverlauf war der Dollar schon bis auf 115,20 abgesackt, worauf sich an der Börse in Tokio Anfangsgewinne in Luft auflösten und die Kurse ins Minus drehten.

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Anleger gehen vor Trump-Auftritt in Deckung

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"Ich glaube, einige Marktteilnehmer steigen aus ihren Dollarpositionen aus Vorsicht vor der Pressekonferenz von Donald Trump morgen aus", sagte Devisenfachmann Yuzo Sakai von Tokyo Forex & Ueda Harlow. An den Finanzmärkten in Asien kursierten Spekulationen, dass sich Trump bei seinem ersten großen Auftritt seit seinem Wahlsieg kritisch zu den asiatischen Zulieferern der US-Industrie äußern könnte. Derartige Äußerungen dürften die Handelsbeziehungen verschlechtern und das wiederum schüre Verunsicherung, meinte Shusuke Yamada von der Bank of America-Merrill Lynch. Daneben habe es aber auch Gewinnmitnahmen im Dollar gegeben. Die US-Devise tendierte auch zu anderen Währungen leichter.

Auf der anderen Seite habe der Yen dank seines Rufs als sicherer Hafen wieder Zulauf erfahren angesichts der wieder stärker in den Vordergrund gerückten Brexit-Sorgen, hieß es. Die währungsempfindlichen Aktien aus dem Automobilsektor gehörten in Tokio folgerichtig zu den größeren Verlierern.

In Sydney sprachen Marktteilnehmer von Gewinnmitnahmen, nachdem die Börse dort am Montag nach einer fünftägigen Gewinnserie ein 20-Monatshoch erreicht hatte. Der S&P/ASX-200 schloss 0,8 Prozent leichter. Etwas Druck kam von unter den Erwartungen ausgefallenen Einzelhandelsumätzen. Zu den größeren Verlierern gehörten Aktien aus dem Ölsektor. Santos gaben um 1,7 Prozent und Oil Search um 1,3 Prozent nach. Daneben standen Bankenaktien auf der Verliererseite, nachdem sie zuletzt maßgeblich den Anstieg mit angeführt hatten.

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Chinesischer Erzeugerpreisanstieg lässt Anleger (noch) kalt

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In China sorgte ein unerwartet starker Anstieg der Erzeugerpreise zwar für Gesprächsstoff, die Aktienkurse bewegten die Daten aber kaum. Der Börsenindex in Schanghai schloss 0,3 Prozent im Minus mit 3.162 Punkten, in Hongkong lag der HSI im Späthandel 0,6 Prozent im Plus.

Der Anstieg der Erzeugerpreise um 5,5 Prozent dürfte die Notenbank zunächst nicht auf den Plan rufen, hieß es, denn sie schaue stärker auf die Verbraucherpreise. Diese legten wie erwartet im Dezember im Jahresvergleich um 2,1 Prozent zu, im Vergleich zum Vormonat kühlte sich die Inflation hier sogar etwas ab. Es war zudem das erste Mal seit vier Monaten, dass sich das Wachstum gegenüber dem Vormonat verlangsamte. Solange sich keine Inflation auf breiter Front abzeichne, dürfte die Notenbank weiter "relativ akkomodierend" agieren, kommentierten die Analysten der HSBC die Preisdaten.

Für gute Stimmung in Hongkong, speziell im Einzelhandelssektor, sorgte, dass der Internetgigant Alibaba eine Kontrollmehrheit beim Kaufhausbetreiber Intime erwerbe, sagten Marktteilnehmer. Intime schossen um über 35 Prozent nach oben. Unter den weiteren Einzelwerten legten Sunny Optical um 4,2 Prozent zu, gestützt von guten Geschäftszahlen des Herstellers optischer Produkte, unter anderem für Smartphones.

In Tokio trotzten Takeda zwar dem Abwärtstrend, konnten deutliche Anfangsgewinne aber nicht halten. Die Aktie ging unverändert aus dem Tag. Takeda hatte mitgeteilt, das auf Krebsmedikamente spezialisierte US-Unternehmen Ariad Pharmaceuticals für 4,7 Milliarden Dollar zu kaufen. Der Preis entspricht einem Aufschlag von etwa 75 Prozent auf den Schlusskurs von Ariad am 6. Januar.

Gesucht waren Otsuka Holdings, die um 8,7 Prozent zulegten. Die Pharma-Aktie wird am 24. Juni den Platz von Mitsumi Electric im Nikkei-225-Index einnehmen. Mitsumi Electric, die um 0,8 Prozent zulegten, plant derzeit eine Fusion mit Mineba.

Die Ölpreise stabilisierten sich etwas. Brentöl kostete mit 55,00 Dollar 0,1 Prozent mehr als im späten US-Geschäft. Zu Wochenbeginn hatten die Preise stark nachgegeben, belastet unter anderem von neuen Zweifeln, dass die Opec-Staaten die vereinbarten Förderkürzungen auch tatsächlich durchsetzen werden. Hintergrund war, dass der Irak im Dezember Rekordauslieferungen gemeldet hatte. Dazu kam, dass in den USA wieder mehr Öl gefördert wird, wie jüngste Daten zu den in Betrieb befindlichen Bohrlöchern zeigten.

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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 5.760,70 -0,80% +1,08% 06:00
Nikkei-225 (Tokio) 19.301,44 -0,79% +0,98% 07:00
Kospi (Seoul) 2.045,12 -0,18% +0,92% 07:00
Schanghai-Comp. (Schanghai) 3.161,89 -0,29% +1,88% 08:00
Hang-Seng-Index (Hongkong) 22.687,21 +0,57% +2,60% 09:00
Straits-Times (Singapur) 2.994,11 +0,42% +3,93% 10:00
KLCI (Malaysia) 1.668,48 +0,03% +1,63% 10:00
BSE (Mumbai) 26.851,44 +0,47% +0,84% 11:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mo, 9:36 % YTD
EUR/USD 1,0592 +0,1% 1,0584 1,0549 +0,7%
EUR/JPY 122,65 +0,0% 122,65 123,65 -0,2%
EUR/GBP 0,8724 +0,4% 0,8694 0,8658 +2,4%
GBP/USD 1,2141 -0,3% 1,2174 1,2182 -1,6%
USD/JPY 115,82 -0,1% 115,91 117,21 -0,9%
USD/KRW 1196,15 -0,6% 1203,64 1204,28 -0,9%
USD/CNY 6,9257 -0,2% 6,9375 6,9353 -0,3%
USD/CNH 6,8822 +0,0% 6,8788 6,8784 -1,3%
USD/HKD 7,7556 -0,0% 7,7563 7,7553 +0,0%
AUD/USD 0,7357 -0,0% 0,7360 0,7318 +2,0%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 52,03 51,96 +0,1% 0,07 -3,2%
Brent/ICE 55,02 54,94 +0,1% 0,00 -3,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.185,89 1.181,15 +0,4% +4,74 +3,0%
Silber (Spot) 16,62 16,56 +0,4% +0,06 +4,4%
Platin (Spot) 977,10 977,00 +0,0% +0,10 +8,1%
Kupfer-Future 2,56 2,54 +0,8% +0,02 +2,2%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/ros

END) Dow Jones Newswires

January 10, 2017 02:44 ET (07:44 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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