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MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Sorge um Zukunft Hongkongs belastet HSI

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)Zum Wochenausklang war an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz auszumachen. Die Anleger agierten im Spannungsfeld aus der Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft nach dem Abflauen der Coronakrise und der Sorge um die Zukunft Hongkongs, dessen Autonomie von China untergraben wird.

An der Börse in Hongkong zeigte sich der Hang-Seng-Index im späten Handel 0,7 Prozent niedriger. In Schanghai legten die Kurse kurz vor Ende der Börsensitzung zu. Der Composite-Index schloss 0,2 Prozent höher, angeführt von Aktien der Touristik- und Unterhaltungsbranche. In Shenzhen rückten die Kurse im Schnitt um 1 Prozent vor und an der ChiNext um 1,5 Prozent.

Am Tokioter Aktienmarkt sank der Nikkei-225-Index um 0,2 Prozent auf 21.878 Punkte, hatte zeitweise aber deutlicher nachgegeben. Die überraschend schwachen April-Daten zur japanischen Industrieproduktion belasteten kaum. In Seoul machte der Kospi anfängliche Verluste wett und schloss minimal im Plus. Hoffnungen auf weitere Wirtschaftsstimuli hätten sich am südkoreanischen Aktienmarkt letztlich durchgesetzt, hieß es dazu aus dem Handel. Der australische Aktienmarkt ging 1,6 Prozent schwächer aus dem Handel. Er wurde vor allem von Gewinnmitnahmen im Bankensektor nach unten gezogen.

In Peking hatte am Donnerstag der Nationale Volkskongress das international umstrittene Sicherheitsgesetz für Hongkong gebilligt, mit dem "Separatismus" und "Aufruhr" in der Sonderverwaltungszone offiziell verboten werden sollen. Damit reagierte China auf die monatelangen, mitunter gewalttätigen Proteste der Hongkonger Demokratiebewegung im vergangenen Jahr. Das Gesetz soll "Abspaltung", "Subversion", "Terrorismus" und die "Gefährdung der nationalen Sicherheit" unter Strafe stellen und den offenen Einsatz der festlandchinesischen Sicherheitsbehörden in Hongkong ermöglichen.


Hongkong droht massiver Kapitalabzug

Die US-Regierung entzog der Finanzmetropole Hongkong aus Protest gegen das Gesetz ihren Sonderstatus. Präsident Donald Trump kündigte für Freitag eine Pressekonferenz zur Entwicklung um Hongkong an. Es wird erwartet, dass die USA neue Sanktionen gegen China verhängen und damit der Handelsstreit zwischen den beiden Ländern wieder hochkocht.

Am Freitag gehe es vor allem darum, sich vor der Pressekonferenz des US-Präsidenten zu positionieren, kommentiert Marktstratege Stephen Innes von Axicorp das Geschehen am Markt. Der Stratege warnt vor weitreichenden Folgen für den Fall, dass die USA Hongkong künftig nur noch als chinesische Stadt betrachteten. Die Ratingagenturen wären gezwungen, nachzuziehen. Und in den viel beachteten MSCI-Indizes würde der Börsenplatz Hongkong, der dort bislang als Industrieland klassifiziert ist, ebenso wie die Börsen in Schanghai und Shenzhen nur noch als sogenannter Emerging Market behandelt, weil China nur im Schwellenländer-Index von MSCI ist. In der Folge bliebe ausländischen Investoren keine andere Wahl, als massiv Kapital aus Hongkong abzuziehen.


VW-Einstieg beflügelt Anhui Jiang Automobile

Unter den Einzelwerten verteuerten sich in Schanghai die Aktien von Anhui Jiang Automobile um gut 8 Prozent. Volkswagen übernimmt 50 Prozent an der Muttergesellschaft des chinesischen Autoherstellers. Der deutsche Autokonzern werde voraussichtlich auch seine Beteiligung an dem Joint Venture mit Anhui Jiang auf 75 Prozent erhöhen, teilten die Chinesen mit. Eine Aktienplatzierung drückte derweil die Aktie des Autoherstellers Geely im späten Hongkonger Handel um 9,4 Prozent.

In Tokio brach die Aktie des japanischen Autokonzerns Nissan um 10,8 Prozent ein, nachdem das Unternehmen am Vortag nach Börsenschluss einen Milliarden-Verlust ausgewiesen hatte. Allerdings hatte der Kurs zuvor am Donnerstag kräftig zugelegt, getragen von den geplanten Kostensenkungen der Allianz mit dem französischen Autohersteller Renault. Mitsubishi Motors verbilligten sich um 9 Prozent. Nach enttäuschenden Geschäftszahlen ging es mit der Aktie des Kameraherstellers Nikon um 9,1 Prozent abwärts.



Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 5.755,70 -1,63% -13,89% 08:00
Nikkei-225 (Tokio) 21.877,89 -0,18% -7,36% 08:00
Kospi (Seoul) 2.029,60 +0,05% -7,65% 08:00
Schanghai-Comp. 2.851,94 +0,20% -6,50% 09:00
Hang-Seng (Hongk.) 22.965,41 -0,72% -18,00% 10:00
Taiex (Taiwan) 10.962,58 +0,30% -8,62% 07:30
Straits-Times (Sing.) 2.512,19 -0,12% -21,96% 11:00
KLCI (Malaysia) 1.464,25 +0,46% -8,26% 11:00
BSE (Mumbai) 32.150,46 -0,16% -22,17% 12:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 9:40 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1103 +0,2% 1,1079 1,1008 -1,0%
EUR/JPY 119,01 -0,2% 119,23 118,67 -2,4%
EUR/GBP 0,9007 +0,2% 0,8990 0,8968 +6,4%
GBP/USD 1,2326 +0,0% 1,2323 1,2274 -7,0%
USD/JPY 107,19 -0,4% 107,62 107,84 -1,4%
USD/KRW 1236,12 -0,2% 1238,01 1239,25 +7,0%
USD/CNY 7,1481 +0,0% 7,1463 7,1554 +2,7%
USD/CNH 7,1672 -0,1% 7,1723 7,1722 +2,9%
USD/HKD 7,7528 +0,0% 7,7527 7,7536 -0,5%
AUD/USD 0,6655 +0,5% 0,6620 0,6612 -5,0%
NZD/USD 0,6210 +0,2% 0,6195 0,6185 -7,8%
Bitcoin
BTC/USD 9.522,01 +0,9% 9.432,76 9.121,26 +32,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 32,98 33,71 -2,2% -0,73 -44,0%
Brent/ICE 34,79 35,29 -1,4% -0,50 -45,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.719,63 1.719,65 -0,0% -0,03 +13,3%
Silber (Spot) 17,37 17,50 -0,7% -0,13 -2,7%
Platin (Spot) 837,75 838,25 -0,1% -0,50 -13,2%
Kupfer-Future 2,41 2,41 -0,2% -0,01 -14,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/thl

END) Dow Jones Newswires

May 29, 2020 04:30 ET ( 08:30 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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