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MÄRKTE EUROPA/Aktien sehr schwach - DAX erstmals seit 2016 unter 11.000

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)Katerstimmung am Nikolaus-Tag: An den europäischen Märkten geht es am Donnerstag wie befürchtet deutlich abwärts. Der DAX verliert im frühen Handel 1,8 Prozent auf 10.999 Punkte, das ist der tiefste Stand seit Dezember 2016.

Sollte der DAX mit neuen Jahrestiefs die 11.000er Marke auch signifikant und nachhaltig brechen, würde er das nächste Verkaufssignal erzeugen, warnen Marktanalysten. Dann wären zunächst Stände um 10.700 Punkte ein erstes Ziel. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 1,5 Prozent auf 3.104 Punkte nach.

Der Anleihemarkt profitiert von seinem Ruf als sicherer Hafen, dort steigen die Kurse etwas. Die deutsche Zehnjahresrendite liegt mit knapp 0,26 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit Juli.

Getrübt wird die Stimmung von der Verhaftung von Meng Wanzhou, Finanzvorstand von Huawei und Tochter des Firmengründers des seit kurzem zweitgrößten Smartphone-Herstellers der Welt. "Die Chinesen werden diese Verhaftung als neue Provokation werten", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Auch andere Marktteilnehmer fürchten nun wieder eine Eskalation des Handelskonflikts.

Der Vorwurf an die Finanzchefin soll sich auf angebliche Verletzungen der Sanktionen gegen den Iran beziehen. Der Neuigkeitswert liegt damit nur in der Verhaftung, nicht in den Vorwürfen, denn über Ermittlungen der US-Justiz in dieser Richtung hatte das Wall Street Journal schon im April berichtet.

Keine stützende Wirkung entfaltet bislang die Nachricht, dass China die mit den USA auf dem G20-Gipfel vereinbarten Handelserleichterungen "sofort" umsetzen will. Dies betreffe landwirtschaftliche Produkte, Energie, Autos und andere Waren, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking.

Auch gute Auftragseingänge von der deutschen Industrie können die Stimmung nicht stützen. Weitere Impulse werden im Tagesverlauf noch vom US-ISM-Index für den Dienstleistungsbereich und dem ADP-Index für den US-Arbeitsmarkt erwartet.



Daimler an der Spitze der DAX-Verlierer


An den Börsen in Tokio, Schanghai und Hongkong ging es deutlich abwärts mit ausgeprägten Verlusten bei Technologieaktien. Diese stehen auch in Europa unter Druck. Der Stoxx-Technologieindex verliert 2,3 Prozent. Noch schwächer liegen die Indizes der Rohstoff- und der Autoaktien.

Im DAX verlieren Wirecard 2,6 Prozent, Infineon geben 2,7 Prozent ab. Noch stärker abwärts geht es mit Daimler nach unten. Der Kurs fällt um 3,4 Prozent. Auch Covestro stehen mit einem Minus von 3,3 Prozent weit oben auf der Verliererseite, zusätzlich belastet von einer Abstufung der Aktie durch die UBS.

VW verlieren 2,1 Prozent. Damit können sie nicht vom Vorziehen der Renditeziele profitieren. Der Anstieg der operativen Rendite von 4 auf 6 Prozent soll bis 2023 erreicht werden und nicht erst 2025. Dies berichtet das Handelsblatt mit Bezug auf Kreise.



Vonovia nach Zahlen fest


Gewinner sind nach ihren Neunmonatszahlen Vonovia, die 1,6 Prozent gewinnen. Die Zahlen liegen zwar etwas unter den Erwartungen, wie ein Händler meint. Andererseits liege der Ausblick eher über den Prognosen, das stütze die Stimmung für den Immobilientitel. Daneben profitieren Immobilientitel auch generell von den wieder sinkenden Zinsen, so können sich Deutsche Wohnen mit einem Plus von 0,2 Prozent gut behaupten. Der deutsche Immobilienindex büßt lediglich 0,1 Prozent ein.

SGL Carbon kommen um 5,6 Prozent zurück. Die Ankündigung weiterer Investitionen verschiebt das Renditeziel des Unternehmens nach hinten. Das drückt auf den Kurs.



Carl Zeiss Meditec steigen in den MDAX auf


Carl Zeiss Meditec werden am Abend des 21. Dezember in den MDAX aufsteigen. In den SDAX absteigen müssen dafür die Aktien von CTS Eventim, wie die Börse am Mittwochabend mitteilte. CTS Eventim geben 2,1 Prozent ab, Carl Zeiss 1,1 Prozent. In den SDAX kommen auch Knorr-Bremse und Varta. Bei Knorr-Bremse wird die SDAX-Mitgliedschaft lediglich als Intermezzo gesehen, bevor die Aktien des Börsenneulings voraussichtlich im März in den MDAX kommen. Der Kurs zeigt sich behauptet, während Varta um 1,6 Prozent nachgeben.


INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.103,14 -1,50 -47,13 -11,44
Stoxx-50 2.860,87 -1,33 -38,53 -9,97
DAX 11.006,20 -1,73 -194,04 -14,80
MDAX 22.776,93 -1,72 -398,77 -13,07
TecDAX 2.529,85 -1,74 -44,81 0,03
SDAX 10.140,88 -1,83 -189,54 -14,69
FTSE 6.821,87 -1,44 -99,97 -9,96
CAC 4.864,93 -1,61 -79,43 -8,43

Bund-Future 163,17 0,31 4,47


DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:16 Mi, 18:01 % YTD
EUR/USD 1,1331 -0,15% 1,1332 1,1350 -5,7%
EUR/JPY 127,99 -0,32% 128,07 128,39 -5,4%
EUR/CHF 1,1312 -0,06% 1,1304 1,1324 -3,4%
EUR/GBP 0,8901 -0,11% 0,8913 0,8904 +0,1%
USD/JPY 112,95 -0,18% 113,03 113,11 +0,3%
GBP/USD 1,2731 -0,03% 1,2713 1,2747 -5,8%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut
Deutschland 2 J. -0,62 -0,61 0,00
Deutschland 10 J. 0,25 0,27 -0,18
USA 2 Jahre 2,77 2,82 0,88
USA 10 Jahre 2,91 2,96 0,50
Japan 2 Jahre -0,16 -0,14 -0,02
Japan 10 Jahre 0,05 0,06 0,00

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 52,48 52,89 -0,8% -0,41 -9,1%
Brent/ICE 60,97 61,56 -1,0% -0,59 -3,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.236,30 1.237,33 -0,1% -1,03 -5,1%
Silber (Spot) 14,39 14,51 -0,8% -0,12 -15,0%
Platin (Spot) 793,60 801,00 -0,9% -7,40 -14,6%
Kupfer-Future 2,73 2,77 -1,4% -0,04 -18,5%

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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December 06, 2018 03:48 ET ( 08:48 GMT)

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