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MÄRKTE EUROPA/Anleger gehen vor Nordkorea-Gipfel ins Risiko

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)An der Börsen in Europa geht es zum Wochenstart nach oben. Das Scheitern des G7-Gipfels belastet die Aktienmärkte kaum. Zum einen steht das historische Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un bereits im Fokus. Zudem stützt die weitere Entspannung in Italien. Der DAX steigt am Mittag um 0,5 Prozent auf 12.827 Punkte, der Euro-Stoxx-50 zieht um 0,5 Prozent auf 3.464 Punkte an, und an der Mailänder Börse steigt der Leitindex FTSE-MIB um 2,2 Prozent.

Händler verweisen auf das Bekenntnis des italienischen Finanzministers Giovanni Tria zur Eurozone und zum Schuldenabbau. Tria kündigte an, im September neue Wirtschaftsprognosen und auch neue Ziele der Regierung vorzustellen. Die bisherigen Ziele zur Absenkung der Schulden in den Jahren 2018 und 2019 sollten erfüllt werden. Daraufhin geht es mit den Risikoaufschlägen der italienischen Anleihen deutlich nach unten. Während die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen um 18 Basispunkte auf 2,94 Prozent zurückgeht, zieht die Rendite der Bundesanleihen deutlich an.

Größte Profiteure der Entwicklung sind die Banken. Ihr Index in der europäischen Stoxx-Welt gewinnt 1,0 Prozent. Intesa Sanpaolo steigen um 5,0 Prozent und Unicredit um 5,2 Prozent. Commerzbank stehen mit einem Plus von 2,5 Prozent ebenfalls weit oben. Einerseits soll die Bank hohe Bestände an italienischen Anleihen haben, andererseits hat Cerberus den Anteil laut Händlern auf über 5 Prozent aufgestockt. Zudem hat die HSBC die Aktie auf die Kaufliste genommen.



DAX weiter in der Seitwärts-Spanne


Unter charttechnischen Aspekten setzt sich die Seitwärtstendenz zwischen gut 12.500 und gut 12.900 Punkten fort. Einige Marktteilnehmer rechnen nicht mit einem Ausbruch. Denn neben dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Trump und Kim Jong-Un rücken bereits die Sitzungen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) in den Blick.

Eine Zinserhöhung von 25 Basispunkten am Mittwoch durch die Fed ist sehr wahrscheinlich und dürfte weitgehend eingepreist sein. Spannender wird die Sitzung der EZB am Donnerstag. Diese könnte den Ausstieg aus ihrem Wertpapierkaufprogramm (QE) bekannt geben. Dieses läuft nach den bisherigen Plänen noch bis September, die EZB kauft monatlich Wertpapiere für 30 Milliarden Euro. Mit dem erwarteten Ausstieg rückt der Scheitelpunkt in der globalen Liquidität näher. Die US-Notenbank verkürzt ihre Bilanz seit dem vergangenen Jahr.



Daimler unter Druck


Unter Druck stehen Daimler mit 1,8 Prozent Minus. Hier drücken neue Berichte um Abschalteinrichtungen in Diesel-Motoren auf die Stimmung. Daneben gehen die Meinungen zu den Autoaktien weit auseinander. Einerseits heißt es, sie könnten stärker unter dem G7-Desaster leiden. "US-Zölle rücken näher", sagt ein Marktteilnehmer.

Andererseits soll Barclays bei VW ein Aufwärtspotenzial von 29 Prozent sehen, die Bank beurteilt die Perspektiven für die neuen Modelle laut Händlern positiv. Und bei BMW sieht Barclays wegen der starken Stellung bei Elektroautos laut Händlern sogar ein Aufwärtspotenzial von 35 Prozent. BMW notieren knapp im Minus, VW legen 0,7 Prozent zu während der Autoindex im Stoxx knapp im Minus notiert.



Dialog will Apple-Abhängigkeit verringern


Im TecDAX gewinnen Dialog Semiconductor 1,5 Prozent. Die Pläne zur Übernahme des US-Unternehmens Synaptics stoßen im Handel auf ein grundsätzlich positives Echo. Die hohe Abhängigkeit vom mit Abstand wichtigsten Kunden Apple und die Absicht des US-Konzerns, sich von Zulieferern zunehmend unabhängig zu machen, stellen für Dialog eine schwerwiegende Bedrohung dar. Allerdings fehlten Details, um eine Synaptics-Transaktion wirklich einschätzen zu können.

Nach der Gewinnwarnung der Deutschen Post am Freitag hagelt es Kurszielsenkungen durch die Analysten, die Aktie verliert weitere 2,1 Prozent. Zudem hat HSBC die Aktien von der Kaufliste gestrichen. Und Morgan Stanley hat die Aktien der Deutschen Börse auf "Untergewichten" zurückgenommen. Sie geben um 1,8 Prozent nach.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.463,59 0,47 16,29 -1,15
Stoxx-50 3.070,14 0,40 12,17 -3,39
DAX 12.827,42 0,48 60,87 -0,70
MDAX 26.771,51 0,41 109,16 2,18
TecDAX 2.840,31 1,26 35,21 12,31
SDAX 12.661,86 0,50 63,52 6,52
FTSE 7.745,38 0,84 64,31 -0,09
CAC 5.460,49 0,19 10,28 2,78

Bund-Future 160,04 -0,27 0,51

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:05 Fr, 17.16 % YTD
EUR/USD 1,1788 +0,11% 1,1804 1,1764 -1,9%
EUR/JPY 129,70 +0,72% 129,59 128,76 -4,1%
EUR/CHF 1,1634 +0,34% 1,1635 1,1601 -0,7%
EUR/GBP 0,8827 +0,53% 0,8798 1,1398 -0,7%
USD/JPY 110,01 +0,62% 109,82 109,44 -2,3%
GBP/USD 1,3355 -0,41% 1,3415 1,3409 -1,2%
Bitcoin
BTC/USD 6.783,04 +0,1% 6.790,83 7.585,51 -50,3%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut
Deutschland 2 Jahre -0,65 -0,67 -0,04
Deutschland 10 Jahre 0,47 0,45 0,04
USA 2 Jahre 2,51 2,50 0,62
USA 10 Jahre 2,96 2,95 0,55
Japan 2 Jahre -0,14 -0,13 0,00
Japan 10 Jahre 0,04 0,04 -0,01

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 64,99 65,74 -1,1% -0,75 +8,8%
Brent/ICE 75,68 76,46 -1,0% -0,78 +16,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.295,11 1.299,37 -0,3% -4,26 -0,6%
Silber (Spot) 16,76 16,79 -0,1% -0,03 -1,0%
Platin (Spot) 902,70 906,40 -0,4% -3,70 -2,9%
Kupfer-Future 3,26 3,30 -1,3% -0,04 -2,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 11, 2018 06:34 ET ( 10:34 GMT)

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