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MÄRKTE EUROPA/Anleger greifen vor Nordkorea-Gipfel zu - Italien fest

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Börsen haben zum Start in die Woche zugelegt. Das Scheitern des G7-Gipfels belastete die Aktienmärkte kaum. Zum einen stand das historische Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un bereits im Fokus. Zudem stützte die deutliche Entspannung bei italienischen Vermögenswerten. Der DAX stieg um 0,6 Prozent auf 12.843 Punkte, der Euro-Stoxx-50 zog um 1 Prozent auf 3.480 Zähler an und an der Mailänder Börse stieg der Leitindex FTSE-MIB um 3,4 Prozent.



Risikoaufschläge in Italien purzeln


Laut der Marktstrategen der Commerzbank kommt für den italienischen Finanzminister Giovanni Tria ein Euroaustritt nicht in Frage. Seine Regierung sei "entschlossen, auf jeden Fall Marktbedingungen zu vermeiden, die zu einem Austritt führen könnten". Er habe unter anderem den Schuldenabbau zugesagt, aber gefordert, dass Infrastrukturinvestitionen vom Defizit ausgenommen würden. Daraufhin ging es mit den Risikoaufschlägen der italienischen Anleihen deutlich nach unten. Während die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen um 28 Basispunkte auf 2,84 Prozent zurückging, zog die Rendite der Bundesanleihen deutlich an.

Größte Profiteure der Entwicklung waren die Bankenwerte. Ihr Index in der europäischen Stoxx-Welt gewann 1,8 Prozent. Intesa Sanpaolo stiegen um 6,6 Prozent und Unicredit um 6,2 Prozent. Commerzbank standen mit einem Plus von 3,5 Prozent ebenfalls weit oben. Einerseits soll die Bank hohe Bestände an italienischen Anleihen halten, andererseits hat Cerberus den Anteil laut Händlern auf über 5 Prozent aufgestockt. Zudem hatte die HSBC die Aktie auf die Kaufliste genommen.



Wichtige Themen stehen in den kommenden Tagen an


Unter charttechnischen Aspekten setzte sich die Seitwärtstendenz zwischen gut 12.500 und gut 12.900 Punkten im DAX fort. Einige Marktteilnehmer rechneten nicht mit einem kurzfristigen Ausbruch. Denn neben dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Trump und Kim Jong-Un rückten bereits die Sitzungen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) in den Blick.

Eine Zinserhöhung von 25 Basispunkten am Mittwoch durch die Fed ist sehr wahrscheinlich und dürfte weitgehend eingepreist sein. Spannender wird die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Diese könnte den Ausstieg aus ihrem Wertpapierkaufprogramm (QE) bekannt geben. Dieses läuft nach den bisherigen Plänen noch bis September, die EZB kauft monatlich Wertpapiere für 30 Milliarden Euro. Mit dem erwarteten Ausstieg rückt der Scheitelpunkt in der globalen Liquidität näher. Die US-Notenbank verkürzt ihre Bilanz seit dem vergangenen Jahr.



Britische Einzelhandelswerte nach guten Daten gesucht


Die Aktien britischer Einzelhändler zogen nach positiven Branchendaten an. Marks & Spencer stiegen um 2,7 Prozent, J Sainsbury um 0,9 Prozent. Im Mai war die Kundenaktivität gemäß Daten des Branchenverbandes auf Jahressicht weniger stark zurückgegangen als in den beiden Vormonaten.

Unter Druck standen Daimler mit minus 0,9 Prozent. Hier drückten neue Berichte um Abschalteinrichtungen in Dieselmotoren auf die Stimmung. Die Meinungen zu den Autoaktien gingen aber weit auseinander. Einerseits hieß es, sie könnten stärker unter dem G7-Desaster leiden. "US-Zölle rücken näher", sagte ein Marktteilnehmer.

Andererseits soll Barclays bei VW ein Aufwärtspotenzial von 29 Prozent sehen, die Bank beurteilte die Perspektiven für die neuen Modelle laut Händlern positiv. Und bei BMW sah Barclays wegen der starken Stellung bei Elektroautos laut Händlern sogar ein Aufwärtspotenzial von 35 Prozent. BMW und VW notierten knapp im Minus, während der Autoindex im Stoxx knapp im Minus schloss.

Nach der Gewinnwarnung der Deutschen Post am Freitag hagelte es Kurszielsenkungen durch die Analysten, die Aktie verlor weitere 3,1 Prozent. Morgan Stanley hatte die Aktien der Deutschen Börse auf "Untergewichten" zurückgenommen, sie gaben um 1,5 Prozent nach.



Dialog will Apple-Abhängigkeit verringern


Im TecDAX gewannen Dialog Semiconductor 1,6 Prozent. Die Pläne zur Übernahme des US-Unternehmens Synaptics stießen im Handel auf ein grundsätzlich positives Echo. Die hohe Abhängigkeit vom mit Abstand wichtigsten Kunden Apple und die Absicht des US-Konzerns, sich von Zulieferern zunehmend unabhängig zu machen, stellen für Dialog eine schwerwiegende Bedrohung dar. Allerdings fehlten Details, um eine Synaptics-Transaktion wirklich einschätzen zu können.

Mit anhaltenden Widrigkeiten kämpft der Online-Wettanbieter bet-at-home. Am Wochenende hatten die Schweizer per Volksentscheid für ein neues Glücksspielgesetz gestimmt. Dieses schloss ausländische Anbieter von Online-Wetten vom Schweizer Markt aus. Nachdem die Aktie vor einem Jahr noch bei 150 Euro notiert hatte, gab sie um 8,8 Prozent auf 67,40 Euro nach.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 3.480,22 +32,92 +1,0% -0,7%
Stoxx-50 3.081,26 +23,29 +0,8% -3,0%
Stoxx-600 387,94 +2,82 +0,7% -0,3%
Frankfurt XETRA-DAX 12.842,91 +76,36 +0,6% -0,6%
London FTSE-100 London 7.737,43 +56,36 +0,7% -0,1%
Paris CAC-40 Paris 5.473,91 +23,70 +0,4% +3,0%
Amsterdam AEX Amsterdam 564,84 +4,82 +0,9% +3,7%
Athen ATHEX-20 Athen 1.995,65 -31,88 -1,6% -4,2%
Brüssel BEL-20 Brüssel 3.814,28 +43,31 +1,1% -4,1%
Budapest BUX Budapest 36.606,38 -131,93 -0,4% -7,0%
Helsinki OMXH-25 Helsinki 4.315,61 +2,80 +0,1% +10,2%
Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 118.806,48 +1155,02 +1,0% -15,7%
Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 967,37 +3,64 +0,4% -5,6%
Lissabon PSI 20 Lissabon 5.615,37 +29,22 +0,5% +4,8%
Madrid IBEX-35 Madrid 9.898,30 +152,00 +1,6% -1,5%
Mailand FTSE-MIB Mailand 22.086,20 +730,22 +3,4% -2,3%
Moskau RTS Moskau 1.142,02 -0,88 -0,1% -1,1%
Oslo OBX Oslo 828,87 +6,85 +0,8% +11,6%
Prag PX Prag 1.077,28 -0,09 -0,0% -0,1%
Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.571,18 +15,31 +1,0% -0,4%
Warschau WIG-20 Warschau 2.234,52 -15,54 -0,7% -9,2%
Wien ATX Wien 3.381,52 +32,29 +1,0% -1,9%
Zürich SMI Zürich 8.623,54 +111,48 +1,3% -8,1%

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:05 Fr, 17.16 % YTD
EUR/USD 1,1792 +0,14% 1,1804 1,1764 -1,9%
EUR/JPY 129,71 +0,72% 129,59 128,76 -4,1%
EUR/CHF 1,1617 +0,19% 1,1635 1,1601 -0,8%
EUR/GBP 0,8816 +0,39% 0,8798 1,1398 -0,8%
USD/JPY 110,00 +0,61% 109,82 109,44 -2,3%
GBP/USD 1,3375 -0,26% 1,3415 1,3409 -1,0%
Bitcoin
BTC/USD 6.775,79 -0,0% 6.790,83 7.585,51 -50,4%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut
Deutschland 2 Jahre -0,64 -0,67 -0,03
Deutschland 10 Jahre 0,49 0,45 0,06
USA 2 Jahre 2,52 2,50 0,63
USA 10 Jahre 2,96 2,95 0,54
Japan 2 Jahre -0,14 -0,13 0,00
Japan 10 Jahre 0,04 0,04 -0,01

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,18 65,74 +0,7% 0,44 +10,7%
Brent/ICE 76,55 76,46 +0,1% 0,09 +18,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.300,58 1.299,37 +0,1% +1,21 -0,2%
Silber (Spot) 16,92 16,79 +0,7% +0,13 -0,1%
Platin (Spot) 903,75 906,40 -0,3% -2,65 -2,8%
Kupfer-Future 3,26 3,30 -1,2% -0,04 -2,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

END) Dow Jones Newswires

June 11, 2018 12:23 ET ( 16:23 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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