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MÄRKTE EUROPA/Anleger senken wegen Nordkorea-Krise ihr Risiko

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | ► Text vorlesen ❚❚ Pause
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)Die Nordkorea-Krise sorgte auch zum Wochenschluss für Zurückhaltung unter den Investoren. Während der DAX mit 12.014 Punkten kaum verändert schloss, verlor der Euro-Stoxx-50 mit minus 0,8 Prozent auf 3.406 Punkte deutlich. Die Anleger machten vor allem in der Euro-Peripherie Kasse, so verlor die Börse in Mailand 1,5 Prozent, Madrid handelte 1,6 Prozent im Minus. Das Umfeld für vermeintlich sichere Häfen wie Anleihen, Gold und Franken blieb indessen günstig. Der Goldpreis lag mit 1.288 Dollar auf dem höchsten Niveau seit Anfang Juni. Die deutsche Zehnjahresrendite sank weiter auf 0,38 Prozent.

US-Präsident Donald Trump verstärkte am Freitag nochmals den verbalen Druck auf das nordkoreanische Regime und drohte im Konflikt dem Land mit einer militärischen Lösung. Für den Fall, dass Nordkorea unklug agiere, hätten die USA "die militärischen Lösungen nun vollständig vorbereitet", erklärte Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Hoffentlich findet Kim Jong Un einen anderen Weg", sagte er mit Blick auf den nordkoreanischen Machthaber. An der Börse wird fest davon ausgegangen, dass die Diplomatie siegt und eine friedliche Lösung gefunden wird.

Im Devisenhandel wird immer mehr ausgepreist, dass die Fed in diesem Jahr nochmals die Zinsen anhebt", so eine Devisenhändlerin. Den jüngsten Auslöser für die Dollar-Schwäche lieferten die US-Verbraucherpreise, die gegenüber dem Vorjahr zwar um 1,7 Prozent gestiegen sind, allerdings weniger stark als erwartet. Die Kernverbraucherpreise stiegen ebenfalls um 1,7 Prozent, auch hier wurde mit einem deutlicheren Anstieg gerechnet. Der Euro notiert bei rund 1,1810 Dollar nach 1,1760 vor den Daten.



Minenwerte unter Abgabedruck


Aktien aus dem Sektor Basic Resources führten auch am Freitag den Abschwung in Europa an. Der Stoxx-Branchen-Index fiel um 2,6 Prozent. Die Anleger gingen erst einmal auf Abstand, nachdem China angekündigt hatte, sich die Kursausschläge an den heimischen Rohstoffmärkten genauer anzuschauen. Die China Iron and Steel Association warnte, dass einige Händler die Preise für ihre eigenen Gewinne in die Höhe trieben. Nach Handelsschluss teilte die Shanghai Futures Exchange mit, die Transaktionsgebühren für Intra-Day-Trading bei Betonstahl-Futures zur Lieferung im Oktober und Januar zu erhöhen, zudem wurde die Mindestgröße angehoben. Diese Maßnahmen dürften kurzfristig dazu führen, dass das spekulative Geld aus dem chinesischen Terminmarkt weicht.

Thyssenkrupp will sich bereits seit längerem vom seinem Stahlgeschäft verabschieden. Die Zusammenlegung der Stahlgeschäfte von Thyssenkrupp und der europäischen Aktivitäten des indischen Tata-Konzerns könnte nun eine wichtige Hürde nehmen. Die Inder unterzeichneten eine Vereinbarung über die Übertragung der Pensionsverpflichtungen in einen Fonds, so dass sie nicht mehr in das geplante Joint Venture eingehen würden. Damit hätte Thyssen das Stahlgeschäft aus der Bilanz, was Analysten positiv sehen. Die Aktie schloss 0,3 Prozent im Minus.

Gut hielten sich die defensiven Sektoren Chemie (plus 0,1 Prozent) und Gesundheit/Pharma (minus 0,3 Prozent). Der Bankensektor verlor als zyklischer Sektor und wegen der fallenden Renditen 1,5 Prozent. Deutsche Bank gaben nach einer Verkaufsempfehlung durch HSBC um 1,4 Prozent nach.



Berichtssaison läuft aus - Innogy erfüllt Erwartungen


Innogy fielen von Gewinnmitnahmen belastet um 1,8 Prozent, nachdem die Zahlen für das erste Halbjahr im Rahmen der Erwartungen ausgefallen waren und der Ausblick bestätigt wurde. Für die ebenfalls im MDAX notierte Aktie von Deutsche Wohnen ging es um 1,9 Prozent nach unten, nachdem das Unternehmen bei der Vorlage seiner Zahlen nicht den Ausblick angehoben hat. CTS Eventim gaben um 0,6 Prozent nach, Händler verwiesen auf einen Bericht, nach dem Amazon nun auch in das Geschäft mit Ticket-Verkäufen einsteigen will.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.406,34 -27,20 -0,8% +3,5%
Stoxx-50 3.030,83 -33,37 -1,1% +0,7%
Stoxx-600 372,14 -3,91 -1,0% +3,0%
XETRA-DAX 12.014,06 -0,24 -0,0% +4,6%
FTSE-100 London 7.305,48 -84,46 -1,1% +2,3%
CAC-40 Paris 5.060,92 -54,31 -1,1% +4,1%
AEX Amsterdam 516,97 -6,66 -1,3% +7,0%
ATHEX-20 Athen 2.174,31 -22,79 -1,0% +24,9%
BEL-20 Bruessel 3.866,47 -38,46 -1,0% +7,2%
BUX Budapest 36.812,24 -9,20 -0,0% +15,0%
OMXH-25 Helsinki 3.842,77 -25,13 -0,6% +4,4%
ISE NAT. 30 Istanbul 131.204,22 -1129,48 -0,9% +37,4%
OMXC-20 Kopenhagen 1.008,24 +8,01 +0,8% +14,1%
PSI 20 Lissabon 5.252,70 -51,11 -1,0% +11,2%
IBEX-35 Madrid 10.282,90 -167,10 -1,6% +10,0%
FTSE-MIB Mailand 21.354,02 -327,59 -1,5% +11,0%
RTS Moskau 1.022,41 -6,85 -0,7% -11,3%
OBX Oslo 656,80 -6,98 -1,1% +6,3%
PX-GLOB Prag 1.338,93 -7,56 -0,6% +11,7%
OMXS-30 Stockholm 1.538,96 -15,80 -1,0% +1,4%
WIG-20 Warschau 2.371,72 -10,95 -0,5% +21,8%
ATX Wien 3.162,47 -35,99 -1,1% +20,8%
SMI Zuerich 8.884,04 -65,82 -0,7% +8,1%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:33 Do. 17.25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1813 +0,45% 1,1760 1,1757 +12,3%
EUR/JPY 128,82 +0,29% 128,46 128,47 +4,8%
EUR/CHF 1,1362 +0,38% 1,1319 1,1324 +6,1%
EUR/GBP 0,9082 +0,24% 0,9061 1,1046 +6,6%
USD/JPY 109,06 -0,15% 109,22 109,27 -6,7%
GBP/USD 1,3008 +0,24% 1,2977 1,2989 +5,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 48,38 48,59 -0,4% -0,21 -15,1%
Brent/ICE 51,61 51,9 -0,6% -0,29 -12,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.287,75 1.286,90 +0,1% +0,85 +11,8%
Silber (Spot) 17,08 17,12 -0,2% -0,04 +7,3%
Platin (Spot) 983,00 982,00 +0,1% +1,00 +8,8%
Kupfer-Future 2,91 2,90 +0,2% +0,01 +15,3%


Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

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August 11, 2017 12:15 ET ( 16:15 GMT)

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PKT +10,10
PSI 20 5.510,33 +0,85%
PKT +46,44
CAC 40 5.281,13 +1,15%
PKT +60,00
SMI® PR 8.995,00 ±0,00%
PKT ±0,00
FTSE100 7.288,85 +0,53%
PKT +38,13
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PKT +98,83
L/E-MDAX 26.176,22 +1,16%
PKT +300,45
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PKT +86,81
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