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MÄRKTE EUROPA/Anleger setzen auf Zykliker - Gold unter Druck

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)An den europäischen Aktienmärkten geht es am Dienstagnachmittag deutlich nach oben. Am Morgen lieferte zunächst die Berichtssaison positive Impulse, auch mehren sich die Nachrichten, dass die Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffes vorankommt. Zudem baute der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen unerwartet sein hohes Niveau weiter aus und weist damit auf das Erholungspotenzial der Wirtschaft im dritten Quartal hin. Die Lageeinschätzungen fielen jedoch nochmals leicht schwächer aus als noch im Vormonat.

Die Indikation für das kommende ifo Geschäftsklima Deutschland ist gleichwohl freundlich", so die Marktstrategen der Helaba. Ungeachtet dessen bleibe es bei expansiver Geld- und Fiskalpolitik - und dies wohl noch für einen längeren Zeitraum. Der DAX gewinnt 1,8 Prozent auf 12.916 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 2,0 Prozent auf 3.326 Punkte nach oben.


Mobilität gesucht - Reise und Automobilsektor als Zykliker gefragt

Vor allem für die zyklischen Branchen, die stark unter dem Einfluss der Corona-Krise gelitten hatten, geht es deutlicher nach oben. So sind die Aktien der Reisebranche den zweiten Tag in Folge gesucht, da sich Kreuzfahrtanbieter zuversichtlich zu den Buchungen geäußert hatten. Carnival steigen in London um 7,7 Prozent und Tui um 7,3 Prozent. IAG klettern um 8,7 Prozent und Easyjet um 6,7 Prozent. Der Sektor der Reisewerte zieht europaweit um 4,2 Prozent an.

Der Sektor der Automobilhersteller verbessert sich um 4 Prozent, hier helfen unter anderem die guten Absatzzahlen aus China. Der Automobilmarkt in China legte im vergangenen Monat das vierte Mal in Folge zu, wie der Branchenverband CAAM berichtete. Die Verkäufe im Juli stiegen um 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Der Turnaround der Nach-Corona-Zeit etabliert sich damit immer verlässlicher", sagt ein Händler. "Das dürfte positiv ausstrahlen auf alle Aktien, die konjunkturabhängig oder stark chinalastig sind." Continental legen um 7,1 Prozent zu, BMW um 5,7 Prozent und VW um 4,6 Prozent.


Bei Hellofresh steht erhöhte Prognose im Blick

Die Aktien von Hellofresh notieren nach anfänglichen Gewinnen nun knapp im Minus. Nach einem Plus von knapp 150 Prozent seit Jahresbeginn nehmen Anleger Gewinne mit. Dank Corona sei es hier zu der erwarteten Umsatzexplosion gekommen, heißt es im Handel. Im Fokus dürfte jedoch die erneut erhöhte Prognose vom Vorabend stehen. Der Lieferdienst hat die Prognose das dritte Mal in diesem Jahr erhöht und sieht ein Umsatzplus von 75 bis 95 Prozent nach zuvor 55 bis 75 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge wird zwischen 9 und 11 Prozent prognostiziert gegenüber 8 bis 10 Prozent zuvor.

Zalando gewinnen 1,6 Prozent. Die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2020 werden von Baader Helvea als sehr gut eingestuft. Gut kommt auch die erhöhte Prognose von Hornbach im Handel an. Die Hornbach-Gruppe rechnet nun in ihrem laufenden zweiten Quartal mit einem deutlichen Ertragsanstieg und hat ihre Jahresprognose angehoben. Hornbach steigen um 2,5 Prozent.

Überraschend erfolgreich scheine bei Aurubis (plus 1,1 Prozent) das Kostensparprogramm zu verlaufen, heißt es im Handel zu den Zahlen. Denn das operative Konzernergebnis sei im dritten Quartal fast verdoppelt worden, obwohl der Umsatz leicht zurückging. Etwas ernüchternd sei daher, dass die Prognose nur bestätigt und nicht erhöht wurde. "Damit dürfte die Aktie aber nach unten gut abgesichert sein", meint ein Händler.


Vestas mit starkem Auftragseingang

Mit Aufschlägen von 8,4 Prozent reagieren Vestas auf die Geschäftszahlen. Positiv hebt die Citigroup den Auftragseingang hervor, der 9 Prozent über den Konsensschätzungen ausgefallen sei. Das unbereinigte EBIT sei zwar klar unter den Schätzungen geblieben, doch seien beim bereinigten EBIT Fortschritte erkennbar. Positiv bewerten die Analysten die wieder eingesetzten Jahresziele. Das spreche dafür, dass Vestas keine größeren Projektverzögerungen 2020 erwarte.

Dagegen werden die Zahlen von Alstria Office (minus 3,4 Prozent) als einen Tick schlechter als erwartet eingestuft. Da die Gesamtjahresprognose bestätigt wurde, sei dies aber nicht so schlimm. Wie erwartet "desaströs" ist das zweite Geschäftsquartal von Deutz verlaufen. Sowohl Umsatz als auch Auftragseingänge brachen ein. Deutz verlieren 4,3 Prozent.

Für Mediobanca geht es um 5,6 Prozent nach oben an der Mailänder Börse. Laut verschiedenen Medienberichten will Leonardo del Vecchio seine Beteiligung an der Bank auf 13 bis 14 Prozent ausbauen. Del Vecchio hält aktuell unter 10 Prozent. Der Milliardär ist vor allem bekannt als Gründer von Luxottica. Mediobanca hat zuletzt solide Quartalszahlen vorgelegt.


Goldpreis fällt deutlich unter 2.000 Dollar

Während es an den Aktienmärkten kräftig nach oben geht, steht Gold unter Abgabedruck. Der Preis je Feinunze fällt um 4,2 Prozent auf 1.941 Dollar. Während eine expansive Geldpolitik, negative Realzinsen und eine solide Nachfrage den Goldpreis langfristig weiter stützen dürften, sieht Unigestion derzeit kurzfristigen Gegenwind für das Edelmetall. So könne ein Comeback des Dollar, etwa aufgrund neuerlicher Spannungen mit China, für Abwärtsdruck sorgen, sagt Salman Baig, Multi-Asset-Manager bei dem Vermögensverwalter. Gleichzeitig deuteten die Momentum-Indikatoren darauf hin, dass Gold aktuell überkauft sei.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.326,33 2,04 66,62 -11,18
Stoxx-50 2.996,98 1,33 39,47 -11,93
DAX 12.915,91 1,80 228,38 -2,51
MDAX 27.539,03 1,34 363,60 -2,73
TecDAX 3.071,00 1,41 42,76 1,86
SDAX 12.386,50 1,51 183,91 -1,00
FTSE 6.132,59 1,36 82,00 -19,78
CAC 5.023,99 2,33 114,48 -15,96

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,48 0,05 -0,72
US-Zehnjahresrendite 0,64 0,06 -2,04

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 7:55 Uhr Mo, 17:14 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1774 +0,29% 1,1751 1,1769 +5,0%
EUR/JPY 125,24 +0,70% 124,72 124,44 +2,7%
EUR/CHF 1,0765 +0,15% 1,0754 1,0765 -0,8%
EUR/GBP 0,8987 +0,07% 0,8981 0,8992 +6,2%
USD/JPY 106,38 +0,43% 106,13 105,74 -2,2%
GBP/USD 1,3102 +0,23% 1,3085 1,3088 -1,1%
USD/CNH (Offshore) 6,9462 -0,22% 6,9466 6,9609 -0,3%
Bitcoin
BTC/USD 11.612,01 -1,89% 11.843,37 11.937,85 +61,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 42,33 41,94 +0,9% 0,39 -26,7%
Brent/ICE 45,39 44,99 +0,9% 0,40 -26,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.940,90 2.026,90 -4,2% -86,01 +27,9%
Silber (Spot) 27,03 29,18 -7,4% -2,15 +51,4%
Platin (Spot) 950,00 990,00 -4,0% -40,00 -1,6%
Kupfer-Future 2,85 2,86 -0,4% -0,01 +1,0%


Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/ros

END) Dow Jones Newswires

August 11, 2020 10:19 ET ( 14:19 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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