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MÄRKTE EUROPA/Anleger vorsichtig - alle Augen auf Georgia gerichtet

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte sind am Mittwoch etwas höher in den Handel gestartet. So legt der DAX im frühen Handel um 0,2 Prozent auf 13.684 Punkte zu, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,4 Prozent auf 3.561 Punkte nach oben. Leicht positiv wird die aktuelle Entwicklung der Senatsnachwahl in Georgia gewertet. Laut US-Medien soll der demokratische Herausforderer Raphael Warnock die Wahl gewonnen haben. Bei der zweiten Stichwahl zwischen dem republikanischen Senator David Perdue und seinem demokratischen Herausforderer Jon Ossoff stand zunächst kein offizieller Sieger fest. Im Falle eines Sieges der Demokraten in dem Bundesstaat könnte der neu gewählte US-Präsident Joe Biden "durchregieren".

Ein sogenannter "Blue Sweep" mit einem Sieg der Demokraten in Georgia könnte nach Einschätzung von Holger Schmieding, Chefvolkswirt bei Berenberg, die Diskussion über kommende US-Steuererhöhungen wiederbeleben. Er hält es allerdings für unwahrscheinlich, dass die neue Finanzministerin Janet Yellen eine Politik verfolgen wird, die die Erholung der US-Wirtschaft abwürgen könnte. Angesichts ihrer dovishen Neigung dürfte ihr Fokus stattdessen eher auf mehr Stimulierung der Wirtschaft liegen. Bidens oberste Priorität scheine dagegen zu sein, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, die Produktion und Verteilung von Impfstoffen hochzufahren und die Wirtschaft zu unterstützen.

Ein Sieg der demokratischen Kandidaten in Georgia hätte nach Einschätzung der Deutschen Bank positive Wachstumswirkungen. "Unsere US-Ökonomen glauben, dass ein demokratischer Senat wahrscheinlich zu einem weiteren großen fiskalischen Stimuluspaket führen würde, das wohl auch einige Prioritäten der neuen Administration wie Infrastrukturprojekte enthalten würde", heißt es im Morgenkommentar des Deutsche-Bank-Research. Das würde dann auch ein Aufwärtsrisiko für die BIP-Prognose bedeuten. Derzeit rechnet die Deutsche Bank damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2021 mit einer Jahresrate von 4,3 Prozent steigen wird.

Ein Blick auf die Futures in den USA zeigt, dass der Nasdaq-Future rund 2 Prozent schwächer tendiert, da die Regulierung der großen US-Technologie-Konzerne weiter vorangetrieben werden dürfte, der breite Russel-2000-Index legt dagegen zu.


US-Autoabsatz 2020 schwach trotz Aufholjagd im vierten Quartal

Das US-Autojahr ist mit einem versöhnlichen Schlussquartal zu Ende gegangen. Die Hersteller verzeichneten im vierten Quartal überwiegend nur noch leicht rückläufige US-Absätze, einige verkauften sogar deutlich mehr Autos als im Vergleichszeitraum. So meldete Volkswagen für die USA einen Anstieg um 11 Prozent, was die schwächelnden Verkäufe in den ersten drei Quartalen aber nicht kompensieren konnte. Auf Gesamtjahressicht deutet sich vor allem aufgrund der Corona-Krise eines der schwächsten Jahre seit fast einem Jahrzehnt auf dem US-Automarkt an. Auf Basis der bisher veröffentlichten Absatzzahlen der einzelnen Hersteller rechnen Analysten mit Gesamtjahresverkäufen von 14,4 bis 14,6 Millionen. Das wäre ein Minus von rund 15 Prozent zum Vorjahr und das niedrigste Niveau seit 2012. Der Sektor der Automobilwerte tendiert mit dem Gesamtmarkt leicht höher, VW legen um 0,7 Prozent zu.

Nach der Rally bei den Ölwerten am Vortag geht es hier für die Notierungen weiter nach oben. So gewinnt der Sektor der Öl- und Gaswerte um 2 Prozent, bei den Einzelwerten verbessern sich BP um knapp 4 Prozent.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.561,14 0,37 13,29 0,24
Stoxx-50 3.122,56 0,13 4,12 0,46
DAX 13.683,73 0,24 32,51 -0,26
MDAX 30.908,11 -0,49 -151,77 0,36
TecDAX 3.237,02 -0,52 -16,77 0,75
SDAX 14.924,13 0,11 16,48 0,99
FTSE 6.661,53 0,75 49,28 2,35
CAC 5.578,59 0,25 13,99 0,49

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,56 0,02 -0,80
US-Zehnjahresrendite 1,00 0,05 -1,68

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Uhr Di, 17:28 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2331 +0,28% 1,2297 1,2280 +1,0%
EUR/JPY 126,74 +0,33% 126,32 126,17 +0,5%
EUR/CHF 1,0811 +0,08% 1,0802 1,0797 -1,5%
EUR/GBP 0,9045 +0,22% 0,9025 0,9022 +1,3%
USD/JPY 102,79 +0,06% 102,73 102,74 -0,5%
GBP/USD 1,3638 +0,11% 1,3623 1,3611 -0,2%
USD/CNH 6,4391 +0,02% 6,4376 6,4408 -1,0%
Bitcoin
BTC/USD 34.509,99 0,523 34.330,49 32.557,36 +18,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 49,91 49,93 -0,0% -0,02 +2,9%
Brent/ICE 53,68 53,60 +0,1% 0,08 +3,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.954,96 1.949,40 +0,3% +5,56 +3,0%
Silber (Spot) 27,64 27,55 +0,3% +0,09 +4,7%
Platin (Spot) 1.106,85 1.116,28 -0,8% -9,43 +3,4%
Kupfer-Future 3,69 3,64 +1,2% +0,04 +4,9%


Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

END) Dow Jones Newswires

January 06, 2021 04:09 ET ( 09:09 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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