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MÄRKTE EUROPA/Anleger werden vor Brexit-Abstimmung vorsichtiger

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)Die Börsen in Europa sind leichter in die Woche gestartet. Daten aus China drücken zunächst auf die Stimmung. Sie zeigen, dass der Handelskonflikt mit den USA bereits seine Spuren in den Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hinterlässt. Die Exporte gingen um 4,4 Prozent zurück im Dezember, von Dow Jones befragte Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg von 2,5 Prozent erwartet. Auch die Importe zeigen sich schwach.

Die chinesischen Dezember-Daten haben die Erwartung verfehlt, sagte Stephen Innes von Oanda. Dazu nimmt der Regierungsstillstand in den USA immer bedrohlichere Züge an. Er ist mittlerweile in den 23. Tag gegangen und damit der längste in der US-Geschichte. In diesem Umfeld verliert der DAX am Morgen 0,3 Prozent auf 10.856 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent auf 3.059 Zähler nach unten.



Brexit im Fokus


Zudem werden alle Nachrichten rund um den Brexit mit hohem Interesse an den Börsen verfolgt. Am Dienstag stimmt das britische Unterhaus über den zwischen Regierung und EU ausgehandelten Brexit-Deal ab. Über den Ausgang wird bis dahin noch viel spekuliert werden. Sollte der Deal in der Abstimmung scheitern, hat die Regierung May drei Tage Zeit, eine Alternative - den sogenannten Plan B - zu präsentieren. Die Möglichkeit für substanzielle Änderungen ist nach Einschätzung der Marktstrategen der BayernLB beschränkt.

Sofern die Abstimmungsniederlage deutlich ausfalle, dürfte es in Folge zu einem Misstrauensvotum gegen May kommen. Initiativen für ein neues Referendum seien möglich und würden auf Basis der aktuellen Stimmungslage in Großbritannien wohl die Wahrscheinlichkeit eines Exits vom Brexit erhöhen.



Anhaltende Spekulation über Fusion von Coba und Deutsche Bank


Nachrichtlich weiter im Fokus stehen die angeblichen Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank. "Wo Rauch ist, ist auch Feuer", sagt ein Händler über die zunehmende Frequenz von Meldungen und Indizien zu diesem Thema, zuerst aufgebracht von der FAZ. So soll es im Jahr 2018 allein 23 Treffen zwischen Bankvertretern und Ministerium gegen haben. Am Freitag bestätigte das Finanzministerium, dass es einer sinnvollen Fusion im Bankensektor gegenüber offenstehe. "Zwei Truthähne machen noch keinen Adler", fasste der Händler die Lage zusammen. Deutsche Bank zeigen sich unverändert, Commerzbank 0,1 Prozent im Minus.

An der Börse wird der EBIT-Ausblick von Continental leicht negativ gewertet, für die Aktie geht es um 1 Prozent nach unten. Belastet von einem widrigen Umfeld in der Autobranche rechnet der Zulieferer auch dieses Jahr mit sinkenden Renditen. Für das erste Halbjahr warnt der DAX-Konzern wegen einer Vielzahl von Risiken vor einer weiter rückläufigen Marktentwicklung. Ab Sommer dürfte sich die Lage dann langsam bessern. Das weltweite Produktionsvolumen bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sieht der Hannoveraner Konzern 2019 ungefähr auf Vorjahresniveau. Die bereinigte EBIT-Rendite dürfte nach dem Rückgang 2018 allerdings erneut auf dann 8 bis 9 Prozent sinken.

Nach einer Abstufung aus dem Hause UBS geht es für Beiersdorf um 1,6 Prozent nach unten. Leicht positiv werden im Handel die Aussagen der Lufthansa zu den geringeren Treibstoffkosten aufgenommen. Im neuen Jahr 2019 sollen sie nur von 6,1 auf 6,3 Milliarden Euro steigen, bislang hatte die Airline einen deutlicheren Anstieg von 6,1 auf 7,0 Milliarden Euro erwartet. Für die Aktie geht es um knapp 2 Prozent nach oben.

Dialog Semiconductor (plus 2,5 Prozent) hat im vierten Quartal weniger umgesetzt als im Vorjahresquartal und liegt damit noch innerhalb der ausgegebenen eigenen Prognosebandbreite - allerdings am unteren Rand. Der Hersteller von anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen berichtete für den Dreimonatszeitraum einen vorläufigen Umsatz von rund 431 Millionen US-Dollar nach 464 Millionen im Vorjahreszeitraum erreicht.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.059,46 -0,34 -10,58 1,93
Stoxx-50 2.819,22 -0,47 -13,40 2,14
DAX 10.855,69 -0,29 -31,77 2,81
MDAX 22.602,98 -0,29 -66,29 4,70
TecDAX 2.497,51 -0,77 -19,45 1,93
SDAX 10.007,41 -0,28 -27,75 5,24
FTSE 6.891,33 -0,39 -26,85 2,82
CAC 4.760,42 -0,44 -20,92 0,63

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite 0,22 -0,01 -0,02
US-Zehnjahresrendite 2,68 -0,02 0,00

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 7.42 Uhr Fr, 17.36 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1476 +0,11% 1,1474 1,1472 +0,1%
EUR/JPY 124,14 -0,21% 124,05 124,27 -1,3%
EUR/CHF 1,1276 -0,06% 1,1290 1,1276 +0,2%
EUR/GBP 0,8946 +0,37% 0,8932 0,8942 -0,6%
USD/JPY 108,19 -0,29% 108,11 108,34 -1,3%
GBP/USD 1,2831 -0,24% 1,2846 1,2832 +0,5%
Bitcoin
BTC/USD 3.538,75 +0,88% 3.541,50 3.646,25 -4,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 51,01 51,59 -1,1% -0,58 +12,3%
Brent/ICE 59,76 60,48 -1,2% -0,72 +10,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.293,18 1.287,49 +0,4% +5,69 +0,8%
Silber (Spot) 15,60 15,60 +0,0% +0,00 +0,7%
Platin (Spot) 805,70 810,35 -0,6% -4,65 +1,2%
Kupfer-Future 2,63 2,66 -1,4% -0,04 -0,2%


Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

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January 14, 2019 03:44 ET ( 08:44 GMT)

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PKT +129,12
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