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MÄRKTE EUROPA/Aufwärts - Allegro haussieren zum Börsendebüt

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag freundlich tendiert. Der Euro-Stoxx-50 legte um 0,8 Prozent auf 3.298 Punkte zu. Der DAX stieg um 0,7 Prozent auf 13.138 Punkte. "Der Markt blickt optimistisch in die Berichtssaison zum dritten Quartal", sagt ein Händler. Diese startet am Dienstag in den USA mit den Berichten der Großbanken JP Morgan und Citigroup. Tendenziell sei mit positiven Überraschungen bei den Quartalsbilanzen zu rechnen, besonders bei den Ausblicken, heißt es. Denn die Analystenschätzungen seien zum Höhepunkt der Coronavirus-Krise erstellt worden. "Die meisten Konsensschätzungen dürften daher zu pessimistisch gefärbt sein", so der Marktteilnehmer.

Dazu habe sich der Markt auf einen Wahlsieg von Joe Biden in den USA mittlerweile eingestellt, was den US-Präsidentschaftswahlkampf als Unsicherheitsfaktor etwas aus dem Spiel nehme. Zudem scheine ein US-Hilfspaket weiter möglich - wenn auch in deutlich geringerem Volumen. Wegen des Börsenfeiertages am US-Anleihemarkt dürfte das Geschäft am Nachmittag ruhig verlaufen.


Allegro haussieren zum Börsendebüt

Auch wenn die Marke in Deutschland wenig bekannt ist, hat der polnische Onlinehändler Allegro an der Börse seine Fans. Wie viele seiner Wettbewerber hat auch Allegro in den vergangenen Monaten auf Grund der Corona-Pandemie einen kräftigen Boom erlebt. Der Aktienkurs stieg an der Warschauer Börse gegenüber dem Ausgabepreis auf 70 Zloty und damit um 51 Prozent, das Unternehmen wurde so mit rund 14,8 Milliarden Euro bewertet. Allegro verknüpft mehr als 100.000 Händler - viele davon nicht größer als Tante-Emma-Läden - direkt mit rund zwölf Millionen aktiven Käufern. Mehr als 90 Prozent der über die Plattform verkauften Produkte haben dabei nach Angaben von Allegro nie ein Warendepot oder Logistikzentrum von innen gesehen.

Verhalten fiel dagegen der Börsengang von Home Reit in London aus. Die Aktie legte gegenüber dem IPO-Preis von 100 Pence einen Nullnummer hin. Das Unternehmen plant, in Vermögenswerte in ganz Großbritannien zu investieren, mit Schwerpunkt auf Bereitstellung von Unterkünften für Obdachlose. Ein weiterer Fokus wird die Ausbildung und Resozialisierung sein, damit die Menschen langfristig eine eigene Unterkunft finden und eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglicht wird. Das Unternehmen strebt für die Aktionäre eine jährliche Mindestdividende von 5,5 Pence pro Aktie ab dem 1. September nächsten Jahres an.


Übernahmeinteresse an KPN gut für ganzen Sektor

Die Telekom-Branche stand zum Start in die Woche im Fokus, der Stoxx-Branchenindex stieg um 0,6 Prozent. Positiv für den Telekomsektor werteten Händler Berichte über ein Kaufinteresse von Private Equity an der holländischen KPN (plus 6,8 Prozent). Wie Bloomberg berichtet hat, soll die schwedische EQT ein Kaufgebot von 11 Milliarden Dollar erwägen. Ein Grund sei, dass der schwedische Private-Equity-Investor bereits zahlreiche Beteiligungen im Telekom-Bereich habe und den Schwerpunkt dabei auf Infrastruktur setze. Skeptisch über die Chancen einer Übernahme äußerte sich allerdings bereits Jefferies mit Verweis auf die komplexe Firmenstruktur, die 2013 zum Schutz vor der Übernahme durch America Movil konstruiert worden war. Orange stiegen um 1,4 Prozent und BT Group um 1 Prozent.

Auf der Verliererseite steht einmal mehr der Index der Reise- und Freizeit-Aktien mit einem Abschlag von 0,6 Prozent, hier belasteten erneut die steigenden Covid-19-Zahlen die Stimmung. Aber auch der Sektor der Öl- und Gaswerte notierte im Minus. Hier belasten zum einen der anhaltende Rückzug aus der Branche, da bei einem US-Wahlsieg von Joe Biden mit keiner freundlichen Investitionsumgebung für fossile Energie-Branchen gerechnet wird. Dazu spekulieren Analysten noch weiter, dass Biden auch den Iran-Atom-Deal wieder in Kraft setzen könnte. Damit könne ein unliebsamer Konkurrent der US-Ölindustrie wieder an den Markt zurückkehren. Beim Brent-Rohölpreis geht es 2,7 Prozent tiefer auf 41,67 Dollar.


Stabilus mit besseren Zahlen fest

Im SDAX gewannen Stabilus 4,5 Prozent. Für die Analysten von Hauck & Aufhäuser (H&A) fällt bei dem Automobilzulieferer die Erholung der Nachfrage inzwischen deutlicher aus. Als entscheidender Wachstumstreiber dürfte sich die stark gestiegene SUV-Nachfrage in China erwiesen haben, so die Analysten. Das Unternehmen dürfte weiterhin von strukturellen Wachstumstreibern wie Gasdruckfedern profitieren. Der Trend einer alternden Bevölkerung führe zu einer steigenden Nachfrage nach Produkten wie Rollstühlen und Patientenbetten. Stabilus dürfte weitere Marktanteile hinzugewinnen.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.298,12 +25,00 +0,8% -11,9%
Stoxx-50 2.974,07 +20,46 +0,7% -12,6%
Stoxx-600 373,00 +2,65 +0,7% -10,3%
XETRA-DAX 13.138,41 +87,18 +0,7% -0,8%
FTSE-100 London 6.001,38 -15,27 -0,3% -20,2%
CAC-40 Paris 4.979,29 +32,48 +0,7% -16,7%
AEX Amsterdam 572,31 +5,15 +0,9% -5,3%
ATHEX-20 Athen 1.511,65 -36,24 -2,3% -34,2%
BEL-20 Bruessel 3.385,36 -1,99 -0,1% -14,4%
BUX Budapest 33.097,01 -563,43 -1,7% -28,2%
OMXH-25 Helsinki 4.470,04 +50,83 +1,2% +5,9%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.307,31 +9,66 +0,7% -5,8%
OMXC-20 Kopenhagen 1.439,27 +29,45 +2,1% +26,7%
PSI 20 Lissabon 4.181,73 +65,41 +1,6% -18,6%
IBEX-35 Madrid 6.951,00 +0,10 +0,0% -27,2%
FTSE-MIB Mailand 19.718,77 +123,39 +0,6% -16,6%
RTS Moskau 1.162,91 -1,43 -0,1% -24,9%
OBX Oslo 763,77 -0,11 -0,0% -9,4%
PX Prag 870,27 -2,23 -0,3% -22,0%
OMXS-30 Stockholm 1.855,39 +15,32 +0,8% +4,7%
WIG-20 Warschau 1.683,21 -15,70 -0,9% -21,7%
ATX Wien 2.218,87 +4,25 +0,2% -29,6%
SMI Zuerich 10.364,10 +44,07 +0,4% -2,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/raz

END) Dow Jones Newswires

October 12, 2020 12:14 ET ( 16:14 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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