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MÄRKTE EUROPA/Autotitel und Stahlwerte stark unter Druck

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)Neue Schwächeanfälle der Auto- und Stahltitel prägen am Freitag das Bild an den europäischen Börsen. Der DAX fällt am Mittag um 0,7 Prozent auf 11.443 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,9 Prozent auf 3.208 Punkte nach. Einerseits leidet der Markt unter den Sorgen um die chinesische Konjunktur, wegen des Handelsstreits mit den USA und der hohen Immobilienkredite wird nun auch eine harte Landung nicht mehr ausgeschlossen. Am chinesischen Automarkt könnte der Absatz in diesem Jahr sogar zurückgehen - erstmals seit 1990. Im Oktober fiel der Pkw-Absatz im Jahresvergleich um 13 Prozent. Das i-Tüpfelchen kommt von Thyssenkrupp, deren Aktien mit einer Gewinnwarnung um 11 Prozent einbrechen.

Der Stoxx-Index der europäischen Auto-Aktien fällt um 2,4 Prozent. Der Index der so genannten Basic Resources, zu denen die Stahlwerte gehören, sackt um 3,4 Prozent ab.

Zugleich gibt der Euro gegen den Dollar weiter nach und fällt auf 1,1351 Dollar. Die US-Notenbank hat am Vorabend ein starkes Bild der US-Wirtschaft gezeichnet, was darauf hindeutet, dass eine weitere Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung im Dezember wahrscheinlich ist. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sprang daraufhin auf den höchsten Stand seit 7 Jahren und ging bei 3,232 Prozent aus dem Handel nach 3,215 Prozent am Mittwoch. Bereits im Januar und Anfang Oktober hatten steigende US-Renditen Korrektur-Schübe an den Weltbörsen ausgelöst. Das nährt die Sorgen, nun könnte der nächste Abwärtsschwung anstehen.

Die Euro-Schwäche wird auch verursacht von der Zuspitzung im Haushaltsstreit mit Italien: Die Regierung habe bis Dienstag Zeit, der EU einen geänderten Haushaltsentwurf vorzulegen, so die Währungsstrategen der Commerzbank. Bislang habe Rom jedoch keine Einsicht gezeigt.

Der CAC-40 in Paris fällt um 1 Prozent. Die französische Industrieproduktion ist im September um 1,8 Prozent zurückgegangen. Analysten hatten nur mit 0,4 Prozent Rückgang gerechnet.

Das britische Pfund verändert sich nur wenig. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal wie erwartet mit einer Jahresrate von 1,6 Prozent gewachsen ist, steht der Euro weiterhin knapp über der Marke von 0,87 Pfund. Am Nachmittag stehen in den USA noch erste Indikatoren zur Inflation im Oktober mit den Erzeugerpreisen an.



Allianz nach Zahlen freundlich - Wirecard und Lufthansa fest


"Die Gewinnwarnung ist massiv", so ein Aktienhändler zu Thyssenkrupp. Ein schwaches viertes Quartal wurde an der Börse bereits erwartet, nachdem das Unternehmen auf die Probleme in der Produktion wie auch bei der Auslieferung auf Grund des Niedrigwassers im Rhein verwiesen hatte. Dazu komme nun die Rückstellung im Zusammenhang mit mutmaßlichen Kartellabsprachen hinzu. Thyssenkrupp nannte da noch keine Summe, Analysten rechnen aber mit etwa 200 Millionen Euro.

Die Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co brechen um knapp 8 Prozent ein, hier drückt zusätzlich eine Verkaufsempfehlung durch Goldman Sachs auf den Kurs. Salzgitter fallen um 4,6 Prozent, Arcelormittal um 3 Prozent.

Positiv aufgenommen werden die Geschäftszahlen der Allianz, gegen den Markt steigen die Aktien um 0,7 Prozent. Hier fiel der Nettogewinn im dritten Quartal rund 20 Prozent höher aus als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Einer der größten DAX-Gewinner sind Lufthansa mit einem Plus von 1,4 Prozent. Sie profitieren, wie auch andere europäische Luftfahrtaktien, vom fallenden Ölpreis. Air France-KLM steigen um 0,9 Prozent.

Morgan Stanley hat Wirecard auf "Übergewichten" angehoben bei einem Kursziel von 220 Euro. Das verhilft dem Kurs zu einem Plus von 2,5 Prozent auf 159,60 Euro.

Draegerwerk steigen um 5,2 Prozent. Das Medizintechnik-Unternehmen startet in der kommenden Woche ein Aktienrückkaufprogramm.

In Europa stemmen sich die konjunkturunabhängigen Aktien der Nahrungsmittelbranche und des Pharmasektors gegen den schwächeren Gesamtmarkt. Danone gewinnen 1,4 Prozent und Astrazeneca 1,1 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.207,89 -0,92 -29,71 -8,45
Stoxx-50 2.957,13 -0,82 -24,47 -6,95
DAX 11.442,55 -0,74 -84,77 -11,42
MDAX 24.171,37 -0,67 -163,10 -7,75
TecDAX 2.666,49 -0,17 -4,41 5,43
SDAX 11.102,44 -0,45 -50,66 -6,60
FTSE 7.077,20 -0,89 -63,48 -7,12
CAC 5.077,43 -1,05 -54,02 -4,43

Bund-Future 159,73 0,37 2,27

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 7:47 Uhr Do, 17.09 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1351 -0,11% 1,1349 1,1418 -5,5%
EUR/JPY 129,21 -0,30% 129,31 129,99 -4,5%
EUR/CHF 1,1418 -0,13% 1,1436 1,1456 -2,5%
EUR/GBP 0,8716 +0,21% 0,8703 0,8708 -2,0%
USD/JPY 113,83 -0,19% 113,92 113,84 +1,1%
GBP/USD 1,3024 -0,31% 1,3043 1,3111 -3,6%
Bitcoin
BTC/USD 6.402,64 -0,9% 6.438,59 6.481,87 -53,1%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut
Deutschland 2 J. -0,60 -0,58 0,02
Deutschland 10 J. 0,43 0,46 0,00
USA 2 Jahre 2,95 2,97 1,06
USA 10 Jahre 3,21 3,24 0,80
Japan 2 Jahre -0,14 -0,14 0,00
Japan 10 Jahre 0,12 0,12 0,07

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 59,60 60,67 -1,8% -1,07 +2,6%
Brent/ICE 69,56 70,65 -1,5% -1,09 +10,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.218,51 1.223,75 -0,4% -5,25 -6,5%
Silber (Spot) 14,33 14,45 -0,9% -0,13 -15,4%
Platin (Spot) 860,80 866,00 -0,6% -5,20 -7,4%
Kupfer-Future 2,70 2,74 -1,4% -0,04 -19,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/ros

END) Dow Jones Newswires

November 09, 2018 07:05 ET ( 12:05 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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ASTRAZENECA PLC DL-,25 72,74 +2,07%
EUR +1,48
ASTRAZENECA DL-,25 SP.ADR 31,17 -8,33%
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DANONE 66,12 +0,29%
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LUFTHANSA 19,64 -2,94%
EUR -0,60
WIRECARD 152,75 -3,97%
EUR -6,32
KLOECKNER 7,34 -1,83%
EUR -0,14
THYSSENKRUPP 16,93 -2,48%
EUR -0,43
DRAEGERWERK VZO O.N. 51,51 -0,48%
EUR -0,25
SALZGITTER 33,54 -1,95%
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EURONEXT 100 986,19 -0,82%
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