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MÄRKTE EUROPA/Bankenfusion platzt während die Berichtssaison tobt

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die Aktienmärkte in Europa haben am Donnerstag etwas leichter geschlossen. Die Nachricht des Tages für den deutschen Aktienmarkt war das Ende der Fusionsgespräche zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank. Zugleich legte die Deutsche Bank erste Zahlen für den Jahresauftakt vor, die leicht positiv überraschten. In den kommenden Tagen dürften die Spekulationen schnell wieder ins Kraut schießen. Wer wagt sich bei der DWS aus der Deckung, und in wieweit mündet das kolportierte Interesse von Unicredit, BNP oder ING an der Commerzbank in ein handfestes Werben.

Der DAX schloss 0,3 Prozent leichter bei 12.283 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,3 Prozent auf 3.492 Punkte nach unten. Hier belasteten unter anderem die Verluste bei Rohstoff- und Bauwerten nach schwachen BIP-Zahlen aus Korea und einer Senkung der japanischen Wachstumsprognosen durch die Bank of Japan. Der Rohstoff-Sektor verlor 0,9 Prozent.

Der Euro fiel im Verlauf mit 1,1118 Dollar auf den tiefsten Stand seit 22 Monaten. Marktstratege Kit Juckes von der Societe Generale verwies auf zuletzt schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone in dieser und der vergangenen Woche. Das Umfeld für den Euro habe sich nicht geändert. Die türkische Lira fiel mit der erwarteten Notenbankentscheidung auf ein Sechsmonatstief. Einige Marktteilnehmer hätten auf Maßnahmen gegen die Abwertung der Lira gesetzt und auf Aussagen über künftige Zinserhöhungen gehofft, hieß es.



Deutsche Bank und Commerzbank sagen Fusion ab


Ein Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank ist vom Tisch. Wie beide nach wochenlangen Sondierungsgesprächen mitteilten, wollen sie von weiteren Verhandlungen absehen. Ein Zusammenschluss würde "keinen ausreichenden Mehrwert" bieten, "auch mit Blick auf die Umsetzungsrisiken, Restrukturierungskosten und Kapitalanforderungen, die mit einer solch großen Integration einhergehen", teilten die Institute übereinstimmend mit. Die Aktie der Deutschen Bank schloss 1,5 Prozent im Minus, Commerzbank gaben um 2,3 Prozent nach.

Bei den Zahlen der Deutschen Bank lagen sowohl die vorläufig berichteten Erträge als auch der Gewinn deutlich über den Analystenschätzungen. Das Geldhaus sprach von einem Vorsteuergewinn von etwa 290 Millionen Euro im ersten Quartal. Im Vorjahreszeitraum hatte das Institut zwar vor Steuern mit 432 Millionen Euro deutlich mehr verdient. Analysten hatten der Deutschen Bank nur 141 Millionen Euro zugetraut.



Bayer nach Zahlen gesucht - Wirecard passt 2018er-Zahlen an


Für die Bayer-Aktie ging es um 1,4 Prozent nach oben. Gestützt wurde die Stimmung von etwas besser als erwartet ausgefallenen Unternehmenszahlen und der beabsichtigten Trennung von der Tiergesundheitssparte. Die Risiken werden weiterhin bei den Entwicklungen um Glyphosat gesehen.

Wirecard fielen um 3,7 Prozent. Das Unternehmen hat die vorläufigen 2018er-Zahlen zwar etwas nach unten angepasst, den Ausblick aber bestätigt. Das Unternehmen wird seit geraumer Zeit erschüttert von Bilanzfälschungs-Vorwürfen durch die "Financial Times". Die Wirtschaftsprüfer haben den Jahresabschluss uneingeschränkt testiert, was bei den Anlegern zwischenzeitlich gut ankam. Auf der Bilanzpressekonferenz schaffte es CEO Braun jedoch nicht, vorhandenes Misstrauen einiger Marktteilnehmer zu zerstreuen.

Für Carrefour ging es in Paris um 3,6 Prozent nach oben. Positiv hoben die Analysten die Entwicklungen in Frankreich hervor: Hier sei das organische Wachstum mit 1 Prozent deutlich über der Konsensschätzung von 0,1 Prozent ausgefallen. Stark habe sich auch das Brasilien-Geschäft entwickelt.



Geplante Fusion zwischen Sainsbury und Asda ebenfalls abgesagt


Nach dem Aus der geplanten Fusion zwischen Sainsbury und Asda gaben Sainsbury-Aktien um 4,7 Prozent nach. Und das obgleich die abschlägige Entscheidung der britischen Wettbewerbsbehörde CMA nicht ganz unerwartet gekommen ist. Jefferies hatte die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung mit nur 20 Prozent angesetzt.

Barclays fielen nach durchwachsenen Zahlen um 3,6 Prozent. Die Erstquartalszahlen der UBS sind nach Einschätzung von Vontobel klar über den Erwartungen ausgefallen. Positiv habe sich unter anderem eine bessere Entwicklung im Investment Banking ausgewirkt. Etwas schwächer als erwartet habe sich zwar das Wealth Management gezeigt, dieses dürfte sich allerdings angesichts steigender Assets under Management im zweiten Quartal verbessern. UBS gewannen 1,2 Prozent.



Michelin nach Zahlen gesucht


Der Umsatz von Michelin im ersten Quartal bewegte sich zwar nur im Rahmen der Erwartungen der Citigroup, lag indes 2 Prozent über den Konsensschätzungen. Positiv hoben die Analysten das verbesserte Pricing hervor, was die nur moderaten Erwartungen an das Absatzwachstum ausgleichen sollte. Michelin gewannen 0,7 Prozent

Nokia brachen um 9 Prozent ein: Das erste Quartal blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück, laut dem Unternehmen wegen Verzögerungen, die auf die Margen gedrückt hätten.

Die Analysten von Bryan Garnier waren voll des Lobes für den Jahresauftakt von ASM International. Das gute Momentum aus dem Schlussquartal 2018 konnte mitgenommen werden, auch für das kommende Quartal sind die Analysten zuversichtlich. An der Börse ging es für die Aktie um knapp 10 Prozent nach oben.

Delivery Hero überraschte positiv beim Wachstum, die Aktie schloss 10,1 Prozent im Plus. Lange hatte man mit einem solchen Schritt an der Börse gerechnet, nun hat Norma die eigenen Prognosen nach unten genommen. In Folge schloss die Aktie 8,0 Prozent leichter. Südzucker profitierte von einer Kaufempfehlung, die Aktie versüßte den Anteilseigner den Tag mit einem Plus von 9,0 Prozent.



. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 3.491,92 -10,71 -0,3% +16,3%
. Stoxx-50 3.183,70 -1,54 -0,0% +15,4%
. Stoxx-600 390,15 -0,83 -0,2% +15,6%
Frankfurt XETRA-DAX 12.282,60 -30,56 -0,2% +16,3%
London FTSE-100 London 7.434,13 -37,62 -0,5% +11,1%
Paris CAC-40 Paris 5.557,67 -18,39 -0,3% +17,5%
Amsterdam AEX Amsterdam 567,59 -0,81 -0,1% +16,3%
Athen ATHEX-20 Athen 2.001,93 +0,45 +0,0% +24,5%
Brüssel BEL-20 Bruessel 3.713,72 -38,47 -1,0% +14,5%
Budapest BUX Budapest 43.053,87 -509,51 -1,2% +10,0%
Helsinki OMXH-25 Helsinki 4.136,85 -3,60 -0,1% +12,3%
Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 117.735,73 -2280,47 -1,9% +3,0%
Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 1.005,41 -2,40 -0,2% +12,8%
Lissabon PSI 20 Lissabon 5.356,76 -4,99 -0,1% +13,1%
Madrid IBEX-35 Madrid 9.501,20 +44,80 +0,5% +11,3%
Mailand FTSE-MIB Mailand 21.719,88 -4,56 -0,0% +18,6%
Moskau RTS Moskau 1.244,93 -19,04 -1,5% +16,8%
Oslo OBX Oslo 814,68 -6,46 -0,8% +10,2%
Prag PX Prag 1.085,62 -3,35 -0,3% +10,0%
Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.689,40 +8,70 +0,5% +19,9%
Warschau WIG-20 Warschau 2.358,76 -13,57 -0,6% +3,6%
Wien ATX Wien 3.244,47 -17,61 -0,5% +18,3%
Zürich SMI Zuerich 9.694,06 +38,39 +0,4% +15,0%

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:21 Mi, 17:18 % YTD
EUR/USD 1,1143 -0,11% 1,1156 1,1196 -2,8%
EUR/JPY 124,30 -0,57% 124,86 125,14 -1,1%
EUR/CHF 1,1362 -0,20% 1,1386 1,1402 +0,9%
EUR/GBP 0,8636 -0,12% 0,8646 0,8646 -4,0%
USD/JPY 111,56 -0,45% 111,92 111,77 +1,8%
GBP/USD 1,2904 +0,01% 1,2901 1,2949 +1,1%
Bitcoin
BTC/USD 5.457,64 +0,43% 5.409,76 5.475,26 +46,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 65,74 65,89 -0,2% -0,15 +40,1%
Brent/ICE 74,99 74,57 +0,6% 0,42 +36,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.278,51 1.275,36 +0,2% +3,15 -0,3%
Silber (Spot) 14,96 14,92 +0,2% +0,04 -3,5%
Platin (Spot) 887,52 884,50 +0,3% +3,02 +11,4%
Kupfer-Future 2,87 2,91 -1,3% -0,04 +8,9%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

END) Dow Jones Newswires

April 25, 2019 12:17 ET ( 16:17 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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