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MÄRKTE EUROPA/Behauptet - Bayer schwach - Aixtron haussieren

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Nach einer freundlichen Eröffnung dominiert am Donnerstagmorgen an den Börsen in Europa schon wieder Abgabebereitschaft. Der DAX notiert nach einem Start oberhalb der 14.000er-Marke mit 13.975 Punkten fast unverändert. Belastet wird er von der Schwäche der Bayer-Aktie, für die es nach dem Zahlenausweis um 3,5 Prozent nach unten geht. Der Euro-Stoxx-50 legt dagegen um 0,3 Prozent auf 3.717 Punkte zu. Er profitiert von steigenden Kursen der Rohstoff- und Ölwerte.

Im Fokus steht weiter der jüngste Anstieg der Renditen, ausgelöst in den USA wegen steigender Inflationserwartungen. Die Commerzbank bemerkt dazu, dass die steigenden US-Renditen auch die berechtigte Annahme des Marktes reflektierten, dass die US-Staatsverschuldung weiter anschwillt und deswegen ein höheres Angebot von US-Staatspapieren zu erwarten sei. Die Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren zeigen sich leichter, die Rendite liegt mit minus 0,27 (Vortag: minus 0,30) Prozent praktisch auf dem Jahreshoch.

Stützend für Aktien wirkt auf der anderen Seite die Geldpoliitik. "Die Notenbanken geben weltweit Grünes Licht", sagt Thomas Altmann von QC Partners zur wieder besseren Stimmung. Nach US-Notenbankchef Jerome Powell habe nun auch die Notenbank in Korea die Notwendigkeit einer weiter lockeren Geldpolitik betont, und die Notenbank in Australien kaufe weiter Anleihen.


Banken Gewinner steigender Zinsen

Der jüngste Renditeanstieg festigt die neue Favoritenstellung der Banken in Europa. "Wichtig ist, dass die Notenbanken die extrem niedrigen Zinsen am kurzen Ende beibehalten", so ein Marktteilnehmer. "Die zunehmende Zinsdifferenz zwischen Kurz- und Langläufern wirkt für die Banken wie eine Gelddruckmaschine", betont er. Der Sektor der europäischen Banken notiert seit Jahresbeginn rund 15 Prozent im Plus. Aktuell gewinnt er 1,9 Prozent und ist damit Tagessieger. Aber auch die Versicherer profitieren vom Renditeanstieg, ihr Subindex steigt um 0,9 Prozent.

Für die Einzelwerte liefert die auf Hochtouren laufende Berichtssaison frische Impulse. Von "mauen" Zahlen spricht ein Marktteilnehmer mit Blick auf Bayer. Bayer ist 2020 wegen milliardenschwerer Rückstellungen und Wertminderungen überwiegend im Zusammenhang mit dem übernommenen Monsanto-Konzern massiv in die roten Zahlen gerauscht. Auf 10,5 Milliarden Euro summierte sich der Nettoverlust. Vor Jahresfrist stand hier noch ein Überschuss von 4,1 Milliarden Euro. "Auch der Ausblick reißt nicht vom Hocker", sagt der Teilnehmer und die Dividende liege eher einen Tick unter den Erwartungen.

Die Aktionäre der Munich Re (+1,4%) können sich trotz des deutlichen coronabedingten Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr über eine stabile Dividende freuen. Die Ausschüttung je Aktie soll wie im Vorjahr 9,80 Euro betragen. Der Rückversicherer bestätigte zudem die in Aussicht gestellten Zahlen für 2020 sowie den Ausblick für das laufende Jahr.

Für SAP geht es nach anfänglichen Gewinn um 0,3 Prozent nach unten. Die Walldorfer zahlen für 2020 eine Dividende in Höhe von 1,85 Euro nach 1,58 Euro für 2019. Analysten erwarteten im Mittel nur 1,67 Euro.


Aixtron schießen um 14 Prozent nach oben

Im TecDAX geht es für Aixtron um rund 14 Prozent nach oben. "Der Auftragseingang entwickelt sich sehr stark", sagt ein Marktteilnehmer. Damit seien auch die Perspektiven für die Umsatz- und Gewinnentwicklung gut.

Als ordentlich angesichts der Corona-Folgen werden die Zahlen des französischen Versicherers Axa (+2,8%) im Handel eingestuft. Wichtig sei, dass genau die erwartete Dividende von 1,43 Euro geliefert werde. Standard Chartered (-4%) stehen unter Druck, nachdem die britische Bank im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch verzeichnete. Der Vorsteuergewinn ging um 40 Prozent zurück.

Stärkere Kursbewegungen zeigen jeweils nach der Vorlage neuer Geschäftszahlen Adva Optical (+7,0%), Dürr (+6,2%) und Takkt (+3,3%). In London schießen Aston Martin um 10,4 Prozent nach oben. Auf der Verliererseite finden sich Freenet (-5,0%) und AB Inbev (-4,4%).



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.712,34 0,17 6,35 4,50
Stoxx-50 3.190,68 -0,09 -2,83 2,65
DAX 13.970,13 -0,04 -5,87 1,83
MDAX 31.935,22 0,56 176,55 3,70
TecDAX 3.382,17 0,44 14,86 5,27
SDAX 15.445,35 1,06 162,19 4,61
FTSE 6.677,53 0,28 18,56 3,07
CAC 5.820,54 0,39 22,56 4,85

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,27 0,03 -0,51
US-Zehnjahresrendite 1,44 0,06 -1,24


DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:36 Mi, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,2212 +0,38% 1,2171 1,2129 -0,0%
EUR/JPY 129,52 +0,57% 129,03 128,54 +2,7%
EUR/CHF 1,1048 +0,15% 1,1030 1,1022 +2,2%
EUR/GBP 0,8621 +0,21% 0,8608 0,8602 -3,5%
USD/JPY 106,09 +0,20% 106,03 105,98 +2,7%
GBP/USD 1,4164 +0,15% 1,4138 1,4099 +3,6%
USD/CNH (Offshore) 6,4459 -0,04% 6,4504 6,4537 -0,9%
Bitcoin
BTC/USD 49.427,50 +1,24% 50.479,50 49.667,75 +70,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 63,69 63,22 +0,7% 0,47 +30,8%
Brent/ICE 67,54 67,04 +0,7% 0,50 +30,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.789,84 1.805,33 -0,9% -15,49 -5,7%
Silber (Spot) 27,82 27,98 -0,6% -0,16 +5,4%
Platin (Spot) 1.253,75 1.270,40 -1,3% -16,65 +17,1%
Kupfer-Future 4,31 4,29 +0,3% +0,01 +22,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/gos

END) Dow Jones Newswires

February 25, 2021 04:17 ET ( 09:17 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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