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MÄRKTE EUROPA/Berichtssaison dominiert - Gold auf Rekordhoch

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Positiv wurde im Handel gewertet, dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA nun bereits den zweiten Tag in Folge zurückgegangen war. Auf der anderen Seite blieben dort die politischen Risiken hoch. Republikaner und Demokraten hatten sich weiterhin nicht auf ein neues Hilfspaket geeinigt. Auch der China-US-Konflikt blieb präsent.

Mit 1.996 Dollar handelte die Feinunze Gold auf einem Rekordhoch. Im Handel fragte man sich allenfalls "wann", nicht "ob" die 2.000er-Marke geknackt werde. Treiber waren weiter die fallenden Renditen an den Anleihemärkten, die für Gold sprechen. So rentierten die 5-Jahres-Treasuries unter 0,2 Prozent auf einem neuen Tief.

In Europa dominierte erneut die Berichtssaison das Geschehen und lieferte die Impulse für die Einzelwerte. Der DAX verlor 0,4 Prozent auf 12.601 Punkte, während der Euro-Stoxx-50 um 0,2 Prozent auf 3.254 Zähler zulegte. Hier halfen die fester tendierenden Öl-und Gaswerte, die im Schnitt um 2,5 Prozent zulegten und die Gewinnerbranche in Europa stellten. Für den Ölmulti BP ging es gleich um 6,5 Prozent nach oben. Es sei operativ besser als befürchtet gelaufen, hieß es im Handel. "Auch der Dividendenschnitt an sich wurde erwartet", sagte ein Händler: "Dass es rund eine Halbierung ist, hört sich erst einmal schlimm an, aber bei Shell waren es zwei Drittel".


Gesenkter Ausblick belastet Bayer

Trotz etwas besserer Geschäftszahlen gaben Bayer um 2,4 Prozent nach. Es belastete die gesenkte Jahresprognose. Analysten sahen Revisionsbedarf bei den Konsensschätzungen. Für Infineon ging es dagegen um 2,5 Prozent nach oben. Vor allem Umsatz und das Segmentergebnis im dritten Quartal seien stärker als vorausgesagt ausgefallen, hieß es im Handel. Wichtiger als die Geschäftszahlen dürfte aber der Ausblick gewesen sein, denn hier rechnete der Chip-Konzern mit einer Erholung des Automarktes. Der Automobilsektor insgesamt profitierte von den Aussagen und stieg um 2,4 Prozent.

Schaeffler gewannen 1,4 Prozent. Die Geschäftszahlen seien nicht ganz so schlimm wie befürchtet ausgefallen, hieß es. Sowohl Umsatz als auch das adjustiertes EBIT seien besser berichtet worden.


Evonik verdient operativ mehr als erwartet

Evonik gewannen 2 Prozent. Händler verwiesen auf einen positiven Cashflow und den bestätigten Ausblick. Operativ hatte das Unternehmen mehr als erwartet verdient. Für eine kräftige Erleichterungsrally bei Easyjet sorgte der Ausblick auf das vierte Quartal. Die Aktien schossen in London um 8,7 Prozent nach oben. Die Billigfluglinie rechnete im Rahmen ihres Zwischenberichts damit, dass der Verlust im vierten Quartal geringer als der des dritten ausfallen werde.

Die Aktie des Flughafenbetreibers Fraport legte leicht um 0,4 Prozent zu. Laut Berenberg hat Fraport mit den Ergebnissen für das zweite Quartal 2020 leicht über den Markterwartungen gelegen. Dabei hätten die meisten Bereiche sich besser als erwartet entwickelt, doch verblasse dies angesichts des Verlustes insgesamt. Das Unternehmen rechne nun mit einem EBIT-Verlust und mit einer Nettoverschuldung von etwa 5,5 Milliarden Euro. Größter Anlass für Bedenken sind den Analysten zufolge jedoch die fehlenden Anzeichen dafür, dass sich die Passagierzahlen in Frankfurt deutlich über das aktuelle Niveau hinaus erholten.

Diageo fielen um 5,6 Prozent. "Wie bei Heineken zeigt sich, dass der erhöhte Hausbedarf an Spirituosen nicht den Einbruch bei Bars und vor allem im Event-Geschäft kompensieren kann", sagte ein Händler. Der operative Gewinn liege daher deutlich unter Erwartung, der Umsatz nur leicht. Die Geschäftszahlen des britischen Versicherers Direct Line kamen an der Börse gut an, für die Aktie ging es um 5,3 Prozent nach oben. "Starkes Ergebnis, gute Kapitalausstattung und Dividende wird nachgeholt", fassten Analysten die Aussagen zusammen.

Für Teamviewer ging es nach Zahlenausweis um deutliche 8 Prozent nach unten. Die DZ Bank sah die Ergebnisse als in Ordnung an, aber nicht als so außergewöhnlich gut wie im ersten Quartal. Die negative Kursreaktion vor drei Wochen habe gezeigt, dass Anleger offensichtlich über die Wachstumsverlangsamung besorgt seien. Zudem sei kurzfristig nicht mit außergewöhnlich positiven Nachrichten zu rechnen und die Erwartung einer möglichen nächsten Platzierung durch Permira dürfte die Aktie belasten.

Das zweite Quartal bei Hugo Boss (minus 2,6 Prozent) fiel vor dem Hintergrund der Ladenschließungen infolge von Covid-19 laut Baader Helvea sehr schlecht aus. Die Umsätze seien um 59 Prozent gesunken und das bereinigte EBIT in den negativen Bereich gerutscht.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.254,29 +6,01 +0,2% -13,1%
Stoxx-50 2.972,62 +0,17 +0,0% -12,7%
Stoxx-600 363,39 -0,25 -0,1% -12,6%
XETRA-DAX 12.600,87 -46,11 -0,4% -4,9%
FTSE-100 London 6.036,00 +3,15 +0,1% -20,0%
CAC-40 Paris 4.889,52 +13,59 +0,3% -18,2%
AEX Amsterdam 557,94 +0,21 +0,0% -7,7%
ATHEX-20 Athen 1.510,87 +31,78 +2,1% -34,3%
BEL-20 Brüssel 3.320,71 -2,28 -0,1% -16,1%
BUX Budapest 34.407,20 -213,05 -0,6% -25,3%
OMXH-25 Helsinki 4.151,03 +5,06 +0,1% -1,7%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.221,30 -38,34 -3,0% -12,0%
OMXC-20 Kopenhagen 1.289,08 -15,95 -1,2% +13,5%
PSI 20 Lissabon 4.347,85 +31,93 +0,7% -16,0%
IBEX-35 Madrid 7.021,60 +46,60 +0,7% -26,5%
FTSE-MIB Mailand 19.613,95 +234,16 +1,2% -17,6%
RTS Moskau 1.260,16 +2,74 +0,2% -18,6%
OBX Oslo 748,65 +5,90 +0,8% -11,2%
PX Prag 897,77 +5,59 +0,6% -19,5%
OMXS-30 Stockholm 1.734,25 -12,07 -0,7% -2,1%
WIG-20 Warschau 1.811,46 +7,08 +0,4% -15,8%
ATX Wien 2.193,16 +38,06 +1,8% -31,3%
SMI Zürich 10.162,04 -67,63 -0,7% -4,3%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,56 -0,03 -0,80
US-Zehnjahresrendite 0,51 -0,05 -2,17

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 9:50 Uhr Mo, 17:33 h % YTD
EUR/USD 1,1770 +0,08% 1,1793 1,1739 +5,0%
EUR/JPY 124,54 -0,11% 124,89 124,65 +2,2%
EUR/CHF 1,0773 -0,21% 1,0797 1,0811 -0,8%
EUR/GBP 0,9008 +0,13% 0,9008 0,9000 +6,4%
USD/JPY 105,80 -0,19% 106,12 106,19 -2,7%
GBP/USD 1,3068 -0,05% 1,3094 1,3044 -1,4%
USD/CNH (Offshore) 6,9783 -0,08% 6,9871 6,9829 +0,2%
Bitcoin
BTC/USD 11.201,51 +0,36% 11.298,26 11.388,76 +55,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 41,62 41,01 +1,5% 0,61 -28,0%
Brent/ICE 44,37 44,15 +0,5% 0,22 -28,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.998,07 1.977,25 +1,1% +20,82 +31,7%
Silber (Spot) 25,52 24,28 +5,1% +1,24 +43,0%
Platin (Spot) 937,23 919,00 +2,0% +18,23 -2,9%
Kupfer-Future 2,88 2,91 -0,9% -0,03 +2,3%


Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/flf

END) Dow Jones Newswires

August 04, 2020 12:23 ET ( 16:23 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR +1,05
INFINEON TECHNOLOGIES ADR 25,60 +11,30%
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