DAX ®11.793,70-0,08%TecDAX ®2.777,22-0,23%S&P FUTURE2.925,60-0,12%Nasdaq 100 Future7.740,75-0,12%
finanztreff.de

MÄRKTE EUROPA/Berichtssaison macht Kurse - Ölwerte stottern

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)An den europäischen Börsen tendieren die Kurse am Mittwochmittag uneinheitlich. Ausreißer nach unten sind die Ölaktien, deren Index 1,2 Prozent verliert. Laut US-Außenminister Mike Pompeo ist der Iran zu Gesprächen über sein Atomprogramm bereit, die Aussagen drücken auf den Ölpreis. Der Euro-Stoxx-50 kann sich mit einem Plus von 0,2 Prozent gut behaupten, der DAX tritt mit einem geringen Plus von 8 Punkten auf 12.438 auf der Stelle. Für Impulse sorgt die nun anlaufende Berichtssaison zum zweiten Quartal.



ASML auf Rekordkurs - Dialog stark und Ericcson schwach


Star des Tages sind ASML mit einem Plus von 4,5 Prozent, die Aktie markiert neue Rekorde. Der Nettogewinn fiel deutlich oberhalb des Konsenses aus. Ein Marktteilnehmer verweist zudem auf den Gewinn je Aktie, der mit 1,13 Euro klar über den erwarteten 0,95 Euro liegt. "Dies ist ein starkes Signal", so ein Aktienhändler zu den Geschäftszahlen aus dem Sektor.

Nach oben geht es auch für Dialog Semiconductor mit Aufschlägen von 2,3 Prozent. Der Chiphersteller hat gute Geschäftszahlen geliefert und den Ausblick angehoben. Der bereinigte operative Gewinn ist mit 82 Millionen Dollar klar über der Prognose von 63 Millionen Dollar ausgefallen. Beim Umsatz liegt Dialog nun etwa 1 Prozent über dem oberen Rand der ursprünglich genannten Spanne.

Nach durchwachsenen Zahlen für das zweite Quartal geben Ericsson dagegen um 5,9 Prozent nach. Das positive Umsatzmomentum sei durch höhere Kosten überschattet worden, was sich negativ auf die Marge ausgewirkt habe, so Citigroup. Ericsson warnte davor, dass sich die vielen "strategischen Verträge" zum Ausbau der Marktposition, besonders in Asien, kurzfristig negativ auf Bruttomarge und Gewinne auswirken werden.



Swatch mit positivem Ausblick - BHP mit guten Produktionszahlen


Swatch wiederum steigen um 5,7 Prozent. Der Luxusgüterhersteller hat nach Aussage der Citi-Analysten für das erste Halbjahr zwar nur "durchwachsene" Geschäftszahlen vorgelegt. Swatch geht aber von einem starken Wachstum in der zweiten Jahreshälfte aus. Das Ergebnis der Handelsverhandlungen zwischen den USA und China, eine potenzielle Yuan-Aufwertung und die chinesischen Nachfrage nach Luxusgütern sollten im zweiten Halbjahr und auch im kommenden Jahr die Wachstumstreiber stellen.

Als positive Überraschung stufen die RBC-Analysten die Produktionszahlen des Rohstoffgiganten BHP Billiton ein. Dabei hätten alle Bereiche zu der Entwicklung beigetragen. Für BHP geht es am Mittag um 0,3 Prozent nach oben.



Brenntag nur leicht unter Druck


Brenntag fallen um 0,7 Prozent. Das Unternehmen geht beim bereinigten EBITDA im laufenden Jahr nur noch von einem Wachstum von 0 bis 4 Prozent statt den bisher genannten 3 bis 7 Prozent aus. Der Konsens liegt deutlich darüber, so dass die Analysten ihre Prognosen nach unten nehmen müssen. Andererseits meint Berenberg, die Gewinnwarnung sei weitgehend erwartet worden und die Aktie weiterhin kaufenswert.

Eine Gewinnwarnung drückt derweil Villeroy & Boch um 2,5 Prozent nach unten. Das saarländische Unternehmen erwartet nun einen leichten Rückgang des Konzernumsatzes und des EBIT. Bisher war eine Umsatz- und Ergebnissteigerung von jeweils 3 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt worden. Nach einer Abstufung auf "Hold" durch die Deutsche Bank verlieren Salzgitter 4,8 Prozent.



Risiko eines harten Brexit steigt weiter


Auf der Devisenseite bleibt das Pfund unter Druck und fällt knapp unter die Marke von 1,24 Dollar. Denn beide Kandidaten für den Posten des Premierministers, Boris Johnson und Jeremy Hunt, haben einer irischen Backstop-Lösung eine klare Absage erteilt. Die EU hat Nachverhandlungen in dieser Frage immer wieder ausgeschlossen. "Der bisherige Brexit-Deal wäre damit ein für alle Mal tot und ein No-Deal in greifbarer Nähe", so die Commerzbank. Ohne Deal scheidet Großbritannien Ende Oktober aus der EU aus.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.527,16 0,16 5,80 17,52
Stoxx-50 3.203,88 0,25 7,86 16,08
DAX 12.438,47 0,06 7,50 17,80
MDAX 26.048,90 -0,04 -10,83 20,66
TecDAX 2.893,65 -0,02 -0,56 18,10
SDAX 11.036,50 -0,55 -61,07 16,06
FTSE 7.572,69 -0,06 -4,51 12,62
CAC 5.619,03 0,08 4,65 18,78

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,27 -0,02 -0,51
US-Zehnjahresrendite 2,10 0,00 -0,58

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:08 Uhr Di, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1217 +0,04% 1,1212 1,1220 -2,2%
EUR/JPY 121,45 +0,08% 121,29 121,45 -3,4%
EUR/CHF 1,1106 +0,27% 1,1073 1,1082 -1,3%
EUR/GBP 0,9046 +0,11% 0,9033 0,9038 +0,5%
USD/JPY 108,27 +0,03% 108,18 108,25 -1,3%
GBP/USD 1,2400 -0,05% 1,2413 1,2414 -2,9%
Bitcoin
BTC/USD 9.352,96 -2,92% 9.526,75 10.450,75 +151,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,03 57,62 +0,7% 0,41 +21,9%
Brent/ICE 64,90 64,35 +0,9% 0,55 +17,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.401,64 1.406,30 -0,3% -4,66 +9,3%
Silber (Spot) 15,60 15,57 +0,2% +0,03 +0,7%
Platin (Spot) 835,59 841,00 -0,6% -5,41 +4,9%
Kupfer-Future 2,69 2,70 -0,4% -0,01 +1,7%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

END) Dow Jones Newswires

July 17, 2019 06:27 ET ( 10:27 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

BHP GROUP (ADR)/2
BHP GROUP (ADR)/2 - Performance (3 Monate) 37,20 ±0,00%
EUR ±0,00
Porträt - Chart
Nachrichten
20.08. MÄRKTE EUROPA/Leichter - Regierungskoalition in Italien am Ende MTU AERO 246,30 -1,36%
20.08. MÄRKTE EUROPA/Leichter - Regierungskoalition in Italien am Ende DT. WOHNEN 30,02 -0,60%
20.08. MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Immobilienaktien unter Druck BHP GROUP (ADR)/2 37,20 ±0,00%
Weitere Wertpapiere...
BHP GROUP LTD. DL -,50 21,50 +0,35%
EUR +0,08
BHP GROUP ADR 2/DL-,50 42,54 -1,55%
EUR -0,67
ERICSSON B (FRIA) 7,35 -2,65%
EUR -0,20
ERICSSON A (FRIA) 7,60 -0,52%
EUR -0,04
ERICSSON B (SPON.) ADR 7,80 ±0,00%
EUR ±0,00
SWATCH GRP AG INH.SF 2,25 250,60 -0,59%
EUR -1,50
SALZGITTER 15,70 +2,85%
EUR +0,43
VILLEROY + BOCH AG VZ 12,60 -0,40%
EUR -0,05
DIALOG SEMIC. 43,01 -1,51%
EUR -0,66
AEX 548,45 -0,14%
PKT -0,77
EURONEXT 100 1.049,80 -0,46%
PKT -4,82
PSI 20 4.840,87 -0,25%
PKT -12,32
FRA40 5.421,78 -0,07%
PKT -3,89
SMI 9.820,00 -0,29%
PKT -28,11
FTSE100 7.168,41 -0,29%
PKT -21,00
L/E-DAX 11.771,40 -0,32%
PKT -37,66
L/E-MDAX 25.380,91 -0,14%
PKT -36,65
L/E-SDAX 10.621,79 +0,01%
PKT +0,59
L/E-TECDAX 2.777,82 -0,22%
PKT -6,02
TecDAX ® 2.777,22 -0,23%
PKT -6,33
PRIME ALL SHARE PERF. 4.881,71 -0,14%
PKT -7,04
MDAX ® 25.400,60 -0,22%
PKT -56,14
DAX ® 11.793,34 -0,08%
PKT -9,51
HDAX ® 6.624,74 -0,18%
PKT -11,74
+ alle anzeigen
Werbung

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Bayerns Ministerpräsident Söder will Strafzinsen für Kleinsparer gesetzlich verbieten lassen. Die Banken sind nicht begeistert. Würde Sie das begeistern?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen