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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Zeichen stehen auf Entspannung

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen bauen die Gewinne am Montagnachmittag noch aus. Leicht positive Aussagen gibt es vom US-chinesischen Handelskonflikt, wo zumindest wieder die Gespräche aufgenommen werden sollen. Zudem sorgt für Erleichterung, dass die Proteste in Hongkong über das Wochenende nicht eskaliert sind. Als Zeichen der Entspannung wird an den Märkten auch gewertet, dass die geplanten Sanktionen gegen den Huawei-Konzern um weitere drei Monate verschoben werden.

Der DAX legt um 1,3 Prozent auf 11.713 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 verbessert sich um 1,2 Prozent auf 3.368 Punkte. Ein Blick auf die Branchen zeigt, dass Aktien zyklischer Sektoren wie Rohstoffe, Technologie oder Autos gesucht sind, Versorger werden dagegen eher gemieden. Nach der Rekordjagd in der Vorwoche ist der Bund-Future etwas leichter in die Woche gestartet. Auch der Goldpreis deutet auf Entspannung hin. Er fällt knapp unter die Marke von 1.500 Dollar je Feinunze zurück.

Für einen leicht positiven Impuls sorgt die chinesische Zentralbank. Sie habe nun einen weiteren großen Schritt vollzogen und de facto den aktuellen Leitzins - die Zinsen für einjährige Ausleihungen - beseitigt und durch einen neuen Referenzzins namens "Loan Prime Rate" (LPR) ersetzt, sagt Commerzbank-Devisenexperte Hao Zhou.

Weil der LPR von 18 großen Geschäftsbanken unterstützt werde, erwarte die Zentralbank, dass der neue Mechanismus stärker an den Marktbedürfnissen ausgerichtet sein werde und die tatsächlichen Kreditzinsen damit sinken werden.



Gewinn bei Grand City Properties kräftig gefallen


BASF zählen mit einem Plus von 2,3 Prozent zu den Gewinnern im DAX. Marktteilnehmer verweisen auf Aussagen von Konzernchef Martin Brudermüller. Er will trotz der jüngsten Gewinnwarnungen perspektivisch die Dividende erhöhen. Infineon erholen sich von den jüngsten Verlusten deutlicher mit einem Plus von 4,1 Prozent, Thyssenkrupp schaffen ein Plus von 3 Prozent. Bayer setzen die jüngste Erholung fort und gewinnen 2,8 Prozent.

Grand City Properties hat im zweiten Quartal trotz gestiegener Einnahmen deutlich weniger verdient. Ein geringeres Ergebnis aus der Neubewertung von Immobilien und rückläufige Kapitalgewinne haben das im MDAX notierte Unternehmen belastet. Am Ausblick für das Gesamtjahr hält Grand City aber fest. Der Kurs gewinnt leicht um 0,2 Prozent.



Norwegian verschafft sich etwas Luft


Norwegian steigen nach dem Verkauf ihrer Beteiligung an der Bank Norwegian Finans Holding ASA um 5,1 Prozent. Die angeschlagene Airline nimmt durch den Verkauf 2,22 Milliarden norwegische Kronen ein, umgerechnet 222 Millionen Euro und stärkt auf diesem Weg die geschwächte Bilanz. Allerdings geht Bernstein trotz der Bilanz-Stärkung davon aus, dass die Norweger um eine Kapitalerhöhung vor dem Ende des ersten Quartals 2020 nicht herumkommen werden, um einen Zahlungsausfall zu vermeiden.

Vapiano verlieren 7,3 Prozent auf 3,98 Euro. Vor gut zwei Jahren kam die Aktie mit 23 Euro an die Börse. In den vergangenen Quartalen fuhr die ambitionierte Wachstumsstrategie gegen die Wand, Geld wurde und wird vom Unternehmen auch weiter benötigt. Ob die Banken die Liquidität zur Verfügung stellen oder eine weitere Kapitalerhöhung kommt, bleibt abzuwarten. Nun hat der Vorstandsvorsitzende, Cornelius Everke, sein Amt niedergelegt. Die Aufsichtsratsvorsitzende Vanessa Hall soll den Chefposten übernehmen.

Um 2,3 bzw 4,6 Prozent nach oben geht es dagegen für die beiden Fußballaktien Borussia Dortmund und Spielvereinigung Unterhaching. Beide Clubs haben am Wochenende Siege eingefahren.

Bitcoin Group werden mit Aufschlägen von 8,8 Prozent sehr fest gehandelt. Goldman Sachs soll sich laut Marktteilnehmern sehr bullisch zu der Kryptowährung geäußert haben. Die Analysten rechnen kurzfristig mit einem Preisanstieg auf 13.971 Dollar für die Kryptowährung. Darüber hinaus sehe Goldman langfristig Potenzial für weiter steigende Kurse.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.367,88 1,17 38,80 12,21
Stoxx-50 3.092,12 0,94 28,78 12,03
DAX 11.713,28 1,30 150,54 10,93
MDAX 25.159,48 1,38 342,40 16,54
TecDAX 2.748,73 1,68 45,47 12,18
SDAX 10.548,05 1,73 179,37 10,93
FTSE 7.194,27 1,08 77,12 5,78
CAC 5.364,52 1,20 63,74 13,40

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,64 0,05 -0,88
US-Zehnjahresrendite 1,61 0,06 -1,07

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 9:23 Fr, 17:32 % YTD
EUR/USD 1,1099 +0,04% 1,1099 1,1096 -3,2%
EUR/JPY 118,34 +0,31% 118,05 117,96 -5,9%
EUR/CHF 1,0890 +0,32% 1,0854 1,0874 -3,3%
EUR/GBP 0,9160 +0,33% 0,9148 0,9136 +1,8%
USD/JPY 106,61 +0,26% 106,37 106,29 -2,8%
GBP/USD 1,2117 -0,29% 1,2135 1,2146 -5,1%
USD/CNY 7,0504 +0,11% 7,0465 7,0428 +2,5%
Bitcoin
BTC/USD 10.696,50 +2,73% 10.655,90 10.255,43 +187,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 55,94 54,87 +2,0% 1,07 +16,9%
Brent/ICE 59,49 58,64 +1,4% 0,85 +7,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.497,05 1.513,56 -1,1% -16,51 +16,7%
Silber (Spot) 16,92 17,11 -1,1% -0,19 +9,2%
Platin (Spot) 848,25 843,09 +0,6% +5,16 +6,5%
Kupfer-Future 2,61 2,60 +0,6% +0,02 -1,3%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

END) Dow Jones Newswires

August 19, 2019 09:53 ET ( 13:53 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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