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MÄRKTE EUROPA/Börsen erholen sich - US-Rendite fällt leicht

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen holen am Donnerstagnachmittag die leichten Verluste weitgehend wieder auf. Die Aktienmärkte werden weiter hin- und hergerissen zwischen der Erwartung einer starken Wirtschaftserholung im laufenden Jahr und der Sorge vor steigender Inflation. Bessere US-Daten setzen daher keine nachhaltigen Akzente. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries hat mit 1,47 Prozent ein neues Jahreshoch markiert, ist seitdem aber wieder leicht zurückgekommen auf 1,44 Prozent.

Der DAX verliert 0,1 Prozent auf 13.969 Punkte, der Euro-Stoxx-50 zeigt sich kaum verändert bei 3.706 Punkten. Der Euro liegt derweil mit 1,2230 weiter gut im Markt gegen den Dollar.

Die Commerzbank bemerkt derweil, dass die steigenden US-Renditen auch die berechtigte Annahme des Marktes reflektierten, dass die US-Staatsverschuldung weiter anschwillt und deswegen ein höheres Angebot von US-Staatspapieren zu erwarten sei. Die Notenbanken machen derweil klar, dass sie an ihrer lockeren Geldpolitik bis auf weiteres festhalten wollen. Preisanstiege dürften sich als ein vorübergehendes Phänomen erweisen. Dieses klares Bekenntnis der Zentralbanken ist grundsätzlich stützend für Risikoassets.


Banken Gewinner steigender Zinsen

Der jüngste Renditeanstieg festigt die neue Favoritenstellung der Banken in Europa neben Rohstoffwerten. "Wichtig ist, dass die Notenbanken die extrem niedrigen Zinsen am kurzen Ende beibehalten", so ein Marktteilnehmer. "Die zunehmende Zinsdifferenz zwischen Kurz- und Langläufern wirkt für die Banken wie eine Gelddruckmaschine", betont er. Der Sektor der europäischen Banken notiert seit Jahresbeginn rund 15 Prozent im Plus. Aktuell gewinnt er 1,7 Prozent. Für Deutsche Bank geht es gleich um 5,5 Prozent nach oben.

Im Rohstoffsektor, für den es um 1,0 Prozent nach oben geht, stechen Anglo American nach besseren Zahlen mit Aufschlägen von 5 Prozent hervor. Laut der Citigroup sind nicht nur die Ergebnisse über den Erwartungen ausgefallen, auch die Dividende sei besser genauso wie die Entwicklung der Nettoschulden. Besonders stark habe sich das Diamanten-Geschäft entwickelt, in der Sparte sei das EBITDA fast doppelt so hoch wie im Konsens erwartet ausgefallen.

Für die Einzelwerte liefert die auf Hochtouren laufende Berichtssaison frische Impulse. Von "mauen" Zahlen spricht ein Marktteilnehmer mit Blick auf Bayer. Der Konzern ist 2020 wegen milliardenschwerer Rückstellungen und Wertminderungen überwiegend im Zusammenhang mit dem übernommenen Monsanto-Konzern massiv in die roten Zahlen gerauscht. Die DZ Bank verweist zudem auf negative Währungseffekte. Bayer verlieren 7,3 Prozent.

Die Aktionäre der Munich Re (+3,4%) können sich trotz des deutlichen coronabedingten Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr über eine stabile Dividende freuen. Die Ausschüttung je Aktie soll wie im Vorjahr 9,80 Euro betragen. Der Rückversicherer bestätigte zudem die in Aussicht gestellten Zahlen für 2020 sowie den Ausblick für das laufende Jahr.

BAE Systems notieren nach der Zahlenvorlage 0,7 Prozent im Plus. Bei Analysten stoßen sie auf Wohlgefallen: So heißt es von Jefferies, BAE scheine in der stärksten Position seit einem Jahrzehnt zu sein. Vor allem der Luft- und Marinebereich des Rüstungsunternehmens habe sich stark entwickelt. Der Cashflow habe zwar etwas unter Erwarten gelegen, was aber kompensiert werde durch den Ausblick bis 2023.

Für Telefonica geht es in Madrid um 0,6 Prozent nach oben. Der Telekomkonzern hat für das vierte Quartal wieder einen Gewinn ausgewiesen. Die Citigroup spricht von Kennzahlen, die sich über den Erwartungen bewegten.

Im TecDAX gewinnen Aixtron 12,3 Prozent. "Der Auftragseingang entwickelt sich sehr stark", sagt ein Marktteilnehmer. Damit seien auch die Perspektiven für die Umsatz- und Gewinnentwicklung gut.


Aston Martin schießen nach oben

Als ordentlich angesichts der Corona-Folgen werden die Zahlen des französischen Versicherers Axa (+4,7%) im Handel eingestuft. Wichtig sei, dass genau die erwartete Dividende von 1,43 Euro geliefert werde. Standard Chartered (-4,5%) stehen unter Druck, nachdem die britische Bank im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch verzeichnete. Der Vorsteuergewinn ging um 40 Prozent zurück.

Aston Martin schießen um 5,6 Prozent nach oben. Die Analysten von Citi unterstreichen, dass die Auslieferungen im vierten Quartal bereits deutlich über den Erwartungen gelegen hätten. AB Inbev geben um 5,9 Prozent nach. Die Citigroup spricht von einer enttäuschenden Gewinnentwicklung.

Nach dem Zwischenbericht steigen AB Foods um 0,8 Prozent. Der Konzern konnte die Schwäche bei Primark durch eine positive Entwicklung in den meisten Geschäftssparten ausgleichen.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.706,27 0,01 0,28 4,32
Stoxx-50 3.185,28 -0,26 -8,23 2,48
DAX 13.969,09 -0,05 -6,91 1,82
MDAX 31.762,95 0,01 4,28 3,14
TecDAX 3.370,74 0,10 3,43 4,92
SDAX 15.345,37 0,41 62,21 3,93
FTSE 6.675,87 0,25 16,90 3,07
CAC 5.812,27 0,25 14,29 4,70

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,25 0,06 -0,49
US-Zehnjahresrendite 1,47 0,09 -1,21

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:36 Mi, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,2237 +0,58% 1,2171 1,2129 +0,2%
EUR/JPY 129,80 +0,79% 129,03 128,54 +2,9%
EUR/CHF 1,1066 +0,31% 1,1030 1,1022 +2,4%
EUR/GBP 0,8634 +0,37% 0,8608 0,8602 -3,3%
USD/JPY 106,07 +0,18% 106,03 105,98 +2,7%
GBP/USD 1,4174 +0,23% 1,4138 1,4099 +3,7%
USD/CNH (Offshore) 6,4525 +0,06% 6,4504 6,4537 -0,8%
Bitcoin
BTC/USD 50.921,75 +4,31% 50.479,50 49.667,75 +75,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 62,84 63,22 -0,6% -0,38 +29,1%
Brent/ICE 66,88 67,04 -0,2% -0,16 +29,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.783,65 1.805,33 -1,2% -21,68 -6,0%
Silber (Spot) 27,86 27,98 -0,4% -0,12 +5,6%
Platin (Spot) 1.255,78 1.270,40 -1,2% -14,63 +17,3%
Kupfer-Future 4,32 4,29 +0,7% +0,03 +22,8%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

END) Dow Jones Newswires

February 25, 2021 10:06 ET ( 15:06 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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