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MÄRKTE EUROPA/Börsen geben Anfangsgewinne wieder ab - Neue Pandemie-Sorgen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkten treten am Dienstag im frühen Handel auf der Stelle und geben anfängliche leichte Gewinne wieder ab. Ein neuer Virus aus China sorgt für Beunruhigung am Markt. "Beim Coronavirus können immer mehr Anleger damit leben, wenn man das mit 'local lockdowns' bekämpft, aber hier ist etwas Neues und Unkalkulierbares ins Spiel gekommen", so ein Händler. Die neue Schweinegrippe hat nach Angaben von Forschern das Potenzial zu einer neuen Pandemie, heißt es in der South China Morning Post. Der Virus mit dem Namen G4 stamme von H1N1-Stamm ab, der 2009 ausgebrochen war.

Leicht stützend wirken die Vorlagen aus den USA und Asien, gekauft wurden vor allem konjunkturabhängige Werte. Dazu kommen überraschend gute Wirtschaftsdaten aus China. Die wichtigen Auftragseingänge zogen erneut an, der Service-Sektor wies den größten Anstieg seit sieben Monaten auf, im Industrie-Bereich stiegen die Daten auf ein Drei-Monatshoch. Beide lagen zudem im expansiven Bereich über 50 Punkten. Damit setzt sich die Reihe guter Wirtschaftsdaten fort, nachdem am Vortag die Gewinne in der chinesischen Industrie um 6 Prozent gestiegen waren.

Die Marktstrategen der Helaba wollen angesichts der noch immer hohen Zahl an Neuinfektionen aber nicht von einer generellen Risk-On-Stimmung sprechen. Vor allem südliche und westliche US-Bundesstaaten seien besonders betroffen und es komme vereinzelt zu neuen Lockdown-Maßnahmen, wodurch der Konjunkturoptimismus gedämpft werden könnte.

In diesem Spannungsfeld gewinnt der DAX 0,1 Prozent auf 12.245 Punkte, nach einem Tageshoch bei 12.289 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 zeigt sich kaum verändert bei 3.231 Punkten.


Technologiewerte mit starkem Micron-Ausblick gesucht

Die überraschend starke Chip-Nachfrage macht Europas Technologie-Aktien zu den Hauptgewinnern im frühen Handel. Der Sektor-Index steigt um 1,1 Prozent und ist damit stärkste Branche in Europa. Auslöser waren die deutlich besseren Zahlen von Micron in den USA. Mit dem positiven Umsatzausblick auf das nächste Quartal wurden zudem die Analystenerwartungen übertroffen. Im DAX steigen Infineon um 1,4 Prozent und in Paris STMicro um 2,5 Prozent.

Wirecard setzen ihre Mischung aus Eindeckungs- und Spekulations-Rally auch am Dienstag fort. Die Aktien springen um 101 Prozent nach oben. Positiv wirkt diesmal die Nachricht, dass der Geschäftsbetrieb in Großbritannien weitergehen kann. Dies hat die Finanzmarktaufsicht FCA genehmigt. Dazu macht sich das Nordamerika-Geschäft eigenständig auf die Suche nach einem Käufer. Zudem fallen sie aus dem Stoxx-600-Index für Europa, werden allerdings weiterhin im DAX und TecDAX belassen.


Hoffnung auf SSAB stützt Thyssenkrupp

Die Aktien von Thyssenkrupp legen um 1,9 Prozent zu. Neben der positiven Stimmung für Konjunkturwerte stützen Berichte über eine mögliche Fusion der Stahlsparte. So berichtet die WAZ, dass Thyssen darüber mit dem schwedischen Konkurrenten SSAB spreche. Die Marktkapitalisierung der Schweden sei mittlerweile fast doppelt so hoch wie die von Thyssenkrupp. SSAB gewinnen 2,2 Prozent.

Positive Analystenkommentare sorgen in der Aktie von Siemens immerhin für ein Plus von 0,4 Prozent. "Man wird immer zuversichtlicher mit Blick auf das dritte Quartal", sagt ein Händler. So räume JPMorgan ein, dass die hauseigenen Erwartungen noch übertroffen werden könnten und Goldman Sachs nehme die Gewinnschätzungen für das Quartal sogar nach oben und dementsprechend auch das Kursziel.

Für die Aktie von Varta geht es um 5,3 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen eine öffentliche Förderung von insgesamt 300 Millionen Euro für zwei Projekte der europäischen Initiative zum Aufbau einer Batteriezellenfertigung bekommen hat. Beide Projekte seien vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als direktem Fördergeber endgültig bewilligt worden, teilte der Batteriehersteller mit.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.231,41 -0,02 -0,61 -13,72
Stoxx-50 2.985,05 -0,22 -6,56 -12,28
DAX 12.244,97 0,11 12,85 -7,58
MDAX 25.923,35 0,99 254,61 -8,44
TecDAX 2.936,65 1,34 38,72 -2,60
SDAX 11.535,46 0,48 55,19 -7,80
FTSE 6.198,61 -0,44 -27,16 -17,46
CAC 4.949,37 0,08 3,92 -17,21

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,47 0,00 -0,71
US-Zehnjahresrendite 0,63 0,01 -2,05

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:00 Mo, 17:35 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1231 -0,09% 1,1231 1,1242 +0,1%
EUR/JPY 120,76 -0,13% 120,99 121,10 -0,9%
EUR/CHF 1,0680 -0,13% 1,0691 1,0684 -1,6%
EUR/GBP 0,9133 -0,07% 0,9140 0,9163 +7,9%
USD/JPY 107,73 +0,13% 107,73 107,70 -1,0%
GBP/USD 1,2278 -0,18% 1,2288 1,2268 -7,4%
USD/CNH (Offshore) 7,0676 -0,16% 7,0676 7,0789 +1,5%
Bitcoin
BTC/USD 9.125,76 -0,89% 9.120,26 9.073,51 +26,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 39,49 39,70 -0,5% -0,21 -32,3%
Brent/ICE 41,44 41,71 -0,6% -0,27 -34,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.771,61 1.770,40 +0,1% +1,21 +16,8%
Silber (Spot) 17,87 17,80 +0,4% +0,07 +0,1%
Platin (Spot) 818,65 815,00 +0,4% +3,65 -15,2%
Kupfer-Future 2,70 2,68 +0,6% +0,02 -4,2%


Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/ros

END) Dow Jones Newswires

June 30, 2020 03:57 ET ( 07:57 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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