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MÄRKTE EUROPA/Börsen kommen mit Gewinnmitnahmen etwas zurück

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte kommen bis Mittwochnachmittag etwas von den Tageshochs zurück. Damit setzen leichte Gewinnmitnahmen ein. Händler sprechen von einer Erholung nach den teils massiven Verlusten zu Beginn der Woche. Stützend wirken Einkaufsmanagerindizes aus dem verarbeitenden Gewerbe in der Eurozone, die teilweise deutlich über den Prognosen ausgefallen und weiter auf Wachstum deuten. "Die Wirtschaft und die Industrie stehen derzeit auf sehr guten Füßen", heißt es im Handel.

Dagegen hat der Servicesektor die Prognosen verfehlt und ist unter die Expansionsschwelle gefallen. Die Commerzbank betrachtet dies als Anzeichen dafür, dass die zweite Corona-Infektionswelle in vielen Euro-Ländern die Erholung in diesem Wirtschaftsbereich bremst. "Der Dienstleistungsbereich leidet voll unter den steigenden Covid-19-Zahlen", heißt es dazu im Handel. Überraschend komme das angesichts der jüngsten Fallzahlen nicht.


Belastungsfaktoren bleiben hoch

In den Hintergrund tritt derweil das deutsche Konsumklima. Nach einem deutlichen Dämpfer im Vormonat zeigt sich der Oktoberwert nahezu unverändert. Hier war eine deutliche Verbesserung erwartet worden.

Der DAX legt um 1,2 Prozent auf 12.748 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 notiert 1,3 Prozent höher bei 3.204 Zählern. Trotz der guten Laune gibt es auch warnende Stimmen: Die Belastungsfaktoren bleiben hoch", so ein Marktteilnehmer, der auf neue Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie, die stockenden Brexit-Verhandlungen, die Unsicherheit vor den US-Präsidentschaftswahlen und die immer schärferen Töne im Streit zwischen den USA und China verweist.

Der Reise- und Autosektor führt mit Aufschlägen von 2,8 bzw 2,6 Prozent die Erholung an Europas Börsen an. Im Handel ist von einer reinen technischen Erholung nach den jüngsten Abgaben die Rede. Das fundamentale Umfeld insbesondere für den Reisesektor bleibe schwierig: Lufthansa gewinnen 4,1 Prozent und Tui 2,1 Prozent.


Nike stützt Adidas und Puma

Nach sehr guten Nike-Zahlen geht es für Adidas um 5,3 Prozent nach oben, Puma handeln 4 Prozent höher. Nike springen in den USA um mehr als Prozent nach oben, nachdem der Gewinn entgegen den Prognosen im abgelaufenen Geschäftsquartal zulegte. Den Umsatz konnte Nike nahezu halten, erwartet worden war hier ein deutliches Minus. Außerdem erhöhten sich die Internetbestellungen um 82 Prozent und damit noch stärker als im Quartal zuvor, obwohl nahezu alle Läden wieder offen waren.

Für Osram geht es um 14,6 Prozent auf 49,75 Euro nach oben. Osram hat sich mit seinem Mehrheitsaktionär AMS auf einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geeinigt. AMS bietet den ausstehenden Aktionären ein Abfindungsangebot von 44,65 Euro je Aktie. "Ein Grund ist sicherlich die Garantie-Dividende", sagt ein Händler mit Blick auf den über dem gebotenen Preis liegenden Kurs. Sie liefert bei netto 2,24 Euro jährlich eine hohe Dividendenrendite gemessen am Zinsumfeld.

Extrem positiv sind die Analysten der Commerzbank für Osram: Sie haben ihr Votum auf "Kaufen" erhöht und das Kursziel auf 80 Euro verdoppelt und verweisen ebenfalls auf die sehr attraktiven Konditionen des Vertrags. AMS gewinnen unterdessen 3,6 Prozent.


BBVA mit gutem Mexiko-Geschäft

BBVA erholen sich um 4,7 Prozent. Dank eines guten Mexiko-Geschäfts hat die Bank den Ausblick erhöht. Am Dienstag war die Aktie noch auf ein Langzeittief gefallen. Neben der allgemeinen Bankenschwäche hatte die Entwicklung um die Türkei den Kurs belastet. BBVA ist an der Garanti-Bank beteiligt, die - wie ein Händler sagt - vor allem das Exportgeschäft der Türkei abwickelt. Zudem war die BBVA-Aktie am vergangenen Freitag aus dem Euro-Stoxx-50 geflogen. Der Kurs des spanischen Konkurrenten Santander liegt 2,1 Prozent im Plus, der Stoxx-Bankenindex 1,7 Prozent.

Enttäuschend verläuft das Börsendebüt des Wohnmobilherstellers Knaus Tabbert. Die Aktien wurden nach Reduzierung des Angebotsvolumens am unteren Ende der Spanne von 58 bis 74 Euro mit 58 Euro platziert und handeln aktuell mit 57,20 sogar knapp unter diesem Niveau. Das Risiko bei dem Börsenneuling dürfte gleichwohl nach Meinung eines Marktteilnehmers begrenzt sein, denn zu 58 Euro habe es große Aufträge gegeben: "Das spricht für feste Hände", so der Experte.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.199,84 1,13 35,71 -14,56
Stoxx-50 2.929,05 0,99 28,74 -13,93
DAX 12.732,65 1,10 138,26 -3,90
MDAX 26.865,79 1,00 265,95 -5,11
TecDAX 3.042,27 0,48 14,59 0,91
SDAX 12.165,89 0,91 110,08 -2,77
FTSE 5.929,58 1,72 100,12 -22,71
CAC 4.832,91 1,26 60,07 -19,16

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,51 -0,01 -0,75
US-Zehnjahresrendite 0,68 0,00 -2,00

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:59 Di, 18:00 % YTD
EUR/USD 1,1692 -0,13% 1,1693 1,1702 +4,3%
EUR/JPY 122,92 +0,06% 122,89 122,94 +0,8%
EUR/CHF 1,0777 +0,06% 1,0768 1,0766 -0,7%
EUR/GBP 0,9173 -0,20% 0,9206 0,9197 +8,4%
USD/JPY 105,13 +0,17% 105,10 105,06 -3,4%
GBP/USD 1,2746 +0,09% 1,2702 1,2723 -3,8%
USD/CNH (Offshore) 6,8058 +0,35% 6,7929 6,7843 -2,3%
Bitcoin
BTC/USD 10.523,26 -0,21% 10.427,26 10.455,76 +46,0%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 39,94 39,80 +0,4% 0,14 -29,7%
Brent/ICE 41,97 41,72 +0,6% 0,25 -31,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.882,09 1.900,20 -1,0% -18,11 +24,0%
Silber (Spot) 23,45 24,43 -4,0% -0,97 +31,4%
Platin (Spot) 857,80 870,93 -1,5% -13,13 -11,1%
Kupfer-Future 3,02 3,06 -1,5% -0,05 +6,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

END) Dow Jones Newswires

September 23, 2020 09:52 ET ( 13:52 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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