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MÄRKTE EUROPA/Börsen kommen von Jahreshochs zurück

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen kommen am Freitagnachmittag von den Hochs zurück. Im Handel ist von einem verfallsgetriebenen Geschäft die Rede. Nachdem die Indizes im Zuge des Verfalls nach oben getrieben worden seien, fehle nun das Anschlussinteresse, um diese auf den erhöhten Niveaus zu halten. Am Makroumfeld habe sich nichts geändert. Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 11.636 Punkte, er hatte bei 11.725,66 ein neues Jahreshoch markiert. Für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,9 Prozent auf 3.372 nach oben - das neue Hoch lag hier bei 3.394,32 Punkten.

Neben dem Verfall stehen laut Thomas Altmann von QC Partners weiterhin der Brexit und die chinesisch-amerikanischen Handelsgespräche im Blick: "Die Börsianer hoffen jetzt auf eine Annahme von Theresa Mays Brexit-Deal im dritten Votum", sagt der Vermögensverwalter. Von den noch auf dem Tisch liegenden Optionen sei der geordnete Austritt gemäß Mays Brexit Deal die beste Option für Wirtschaft und Börse.

Er warnt allerdings zugleich davor, dass eine Handelsvereinbarung zwischen China und den USA immer noch platzen könne, mit dann negativen Folgen für die Märkte.



Wirecard brechen nach Citigroup-Studie ein


Wirecard verlieren 8,5 Prozent auf 105,35 Euro. Die Aktie ist von Citi-Research zum Verkauf gestellt worden. Die Analysten haben das Kursziel für die Aktie des Bezahldienstleisters, der seit Wochen mit Vorwürfen über fragwürdige Bilanzpraktiken konfrontiert wird, auf 100 von 144 Euro stark gesenkt. Dazu kommen Presseberichte, wonach Behörden in Singapur nun auch das Wirecard-Geschäft in Indien überprüfen sollen.

BMW notieren nach Veröffentlichung gemischter Geschäftszahlen mit Aufschlägen von 0,1 Prozent nur leicht im Plus. Die Ergebnisse sind zwar laut Citigroup über den Schätzungen ausgefallen, allerdings seien die Senkung der Dividende sowie der schwache Cashflow im vierten Quartal Anlass zur Sorge.

Das Kursminus von Merck von 2,7 Prozent auf 97,66 Euro führen Händler nicht nur auf eine Abstufung durch die UBS zurück. "Hier belastet die Unsicherheit, ob es um Versum zu einem Bietergefecht kommt und heute auch der Verfalltag", meint ein Marktteilnehmer. Merck seien am Vortag in einem Kurssprung über die 100-Euro-Marke gegangen, die ein wichtiger Basispreis für den Optionsmarkt sei.

Um 4,8 Prozent nach unten geht es für Hennes & Mauritz (H&M) in Stockholm. Die vorgelegten Geschäftszahlen lägen zwar nur etwas unter der Erwartung, jedoch bewerte der Markt die Zahlen von H&M oft nur relativ zu denen von Inditex, heißt es im Handel. Zudem hätten H&M an den Vortagen stärker zugelegt. Daher werde wieder zurück in Inditex umgeschichtet, die um 2,2 Prozent steigen und die am Mittwoch nach Vorlage eigener Geschäftszahlen stark zurückgefallen waren.



Juventus freuen sich über Viertelfinalauslosung


Die Aktien des italienischen Fußballmeisters Juventus Turin ziehen nach der Viertelfinalauslosung in der europäischen Champions League um 2,4 Prozent an. Dem Klub aus der italienischen Serie A wurde Ajax Amsterdam in der Runde der besten acht europäischen Vereinsmannschaften zugelost. Händler interpretieren den Kursanstieg damit, dass Anleger die Italiener gegen die Niederländer als klaren Favoriten ansehen. Untermauert wird diese Sicht durch den Fall der Ajax-Aktie in den Niederlanden, denn diese büßt 0,6 Prozent ein.

Deutlich besser als befürchtet sind die Zahlen von Shop Apotheke Europe ausgefallen. "Die Aktie ist in den letzten Monaten vom Radarschirm vieler Anleger verschwunden und könnte jetzt wieder dazugekauft werden", sagt ein Händler. Für Shop-Apotheke geht es 5,1 Prozent nach oben.

Am Abend werden die Indizes angepasst. In Deutschland sind der MDAX und der SDAX davon betroffen. Neu in den MDAX kommen Dialog Semiconductor und Knorr-Bremse, während Salzgitter und Schaeffler in den SDAX absteigen. In den SDAX aufsteigen werden Adva Optical, Amadeus Fire, Baywa und Varta. Entnommen werden Medigene, Tele Columbus, DMG Mori und VTG. Aus dem Stoxx-600 fallen Software AG heraus.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.371,78 0,89 29,75 12,34
Stoxx-50 3.103,81 0,37 11,36 12,45
DAX 11.636,07 0,42 48,60 10,20
MDAX 25.094,62 0,28 70,13 16,24
TecDAX 2.660,23 0,29 7,74 8,57
SDAX 10.888,79 0,45 48,63 14,51
FTSE 7.217,53 0,45 32,10 6,80
CAC 5.390,26 0,76 40,49 13,94

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite 0,08 -0,01 -0,16
US-Zehnjahresrendite 2,58 -0,04 -0,10

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:41 Do, 17:15 % YTD
EUR/USD 1,1335 +0,26% 1,1322 1,1299 -1,1%
EUR/JPY 126,32 +0,02% 126,39 126,32 +0,5%
EUR/CHF 1,1360 +0,10% 1,1347 1,1355 +0,9%
EUR/GBP 0,8537 +0,03% 0,8546 0,8517 -5,1%
USD/JPY 111,43 -0,25% 111,63 111,79 +1,6%
GBP/USD 1,3275 +0,21% 1,3247 1,3266 +4,0%
Bitcoin
BTC/USD 3.887,25 +0,84% 3.854,00 3.852,77 +4,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,18 58,61 -0,7% -0,43 +26,3%
Brent/ICE 66,62 67,23 -0,9% -0,61 +21,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.304,20 1.296,49 +0,6% +7,71 +1,7%
Silber (Spot) 15,32 15,19 +0,9% +0,13 -1,1%
Platin (Spot) 831,49 827,49 +0,5% +4,00 +4,4%
Kupfer-Future 2,91 2,89 +0,5% +0,01 +10,2%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

END) Dow Jones Newswires

March 15, 2019 10:49 ET ( 14:49 GMT)

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