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MÄRKTE EUROPA/Börsen ohne klare Tendenz - Rohstoffwerte gesucht

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Börsen in Europa schlossen am Dienstag kaum verändert. Weiterhin tut sich der Aktienmarkt schwer, nach einem guten Start ins neue Jahr eine klare Richtung einzuschlagen. Allerdings gab es positive Signale aus China. Der unerwartet starke Anstieg der dortigen Erzeugerpreise im Dezember spielte für die Aktienmärkte insgesamt zwar nur eine untergeordnete Rolle, wurde aber als gutes Zeichen für die Konjunkturentwicklung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gewertet.

Der Sektor der europäischen Rohstoffwerte profitierte davon am stärksten und lag mit einem Plus von 3,3 Prozent unangefochten an der Spitze der Sektoren. Der DAX schloss 0,2 Prozent fester bei 11.583 Punkten, der Euro-Stoxx-50 zeigte sich mit 3.306 Punkten minimal im Minus. Das weiterhin zur Schwäche tendierende Pfund verhalf der Londoner Börse zu einem neuen Allzeithoch.

Die überraschend deutlich gestiegenen Erzeugerpreise in China sorgten im europäischen Rohstoffsektor für Aktienkäufe. Die Kursgewinne der Minenkonzerne reichten von 2,9 Prozent bei Glencore bis zu 7,1 Prozent bei Anglo American. "Die Produzentenpreise in China dürften weiter steigen, sogar stark, wegen fester Rohstoffpreise und wegen eines positiven Basiseffekts", merkte die Societe Generale an.

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Deutsche Bank liefert noch keinen Strategieplan

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Kräftig nach unten ging es für die Aktien der Deutschen Bank. Grund sei die Verschiebung der Bekanntgabe der neuen Strategiepläne, über die das Handelsblatt berichtete. "Die Begründung ist zwar halbwegs plausibel, dass man zuerst auf die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen warten will", meinte ein Händler. "Aber der Markt hat schon so lange auf die Pläne gewartet, da sorgt eine Verschiebung nur für neue Unsicherheiten". Bisher habe man darauf gesetzt, die Pläne im Rahmen der Jahreszahlen am 2. Februar präsentiert zu bekommen. Deutsche Bank verloren 2,4 Prozent.

Das Schlusslicht im 0,1 Prozent leichteren europäischen Bankensektor war die Aktie der portugiesischen Banco Comercial Portugues. Belastend wirkte hier eine Kapitalerhöhung in Höhe von 1,33 Milliarden Euro. Angesichts einer schwächelnden Wirtschaft und notleidender Kredite muss das Finanzinstitut sein Eigenkapital stärken. Börsianer rechnen damit, dass die Kapitalerhöhung über die Bühne gehen wird, weil der Großaktionär, die chinesische Fuson-Gruppe, den Anteil auf 30 von bisher 17 Prozent aufstocken will. Die Aktie verlor 11 Prozent auf 0,92 Euro.

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Nach schwachen Weihnachtsgeschäft schauen Metro-Aktionäre nach vorne

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Die Umsatzzahlen für das erste Quartal von Metro lieferten keinen Impuls, die Aktie schloss unverändert. Den Analysten von Equinet zufolge hat sich das Weihnachtsgeschäft bei Metro schwieriger gestaltet, als es Pressemeldungen hätten vermuten lassen. Der derzeit laufende Entkonsolidierungsprozess sei jedoch wichtiger für die Anlageperspektive als die aktuelle Geschäftsentwicklung. Eine erfolgreiche Aufspaltung des Unternehmens dürfte die Wachstumsaussichten beider daraus hervorgehender Unternehmen verbessern.

Überraschend gute Quartalszahlen meldete dagegen William Morrison, sie stützten den gesamten britischen Einzelhandelssektor. William Morrison stiegen 3,6 Prozent, J. Sainsbury um 1,6 Prozent und Tesco um 6 Prozent. Am Mittwoch veröffentlicht Sainsbury Quartalszahlen, am Donnerstag folgen Tesco und Marks & Spencer. "Da setzt man nach William Morrison jetzt natürlich auch auf gute Zahlen", sagt ein Händler. Die zuletzt rückläufigen Marktanteile von Morrison, J. Sainsbury und Tesco zugunsten von Lidl und Aldi träten dagegen in den Hintergrund.

Daneben sorgten Umstufungen für Kursbewegungen. So hat die UBS Lanxess (minus 2,1 Prozent) auf "Neutral" von "Buy" abgestuft, während die Schweizer zugleich das Siemens-Papier (plus 1,5 Prozent) auf "Buy" von "Neutral" angehoben haben. Die UBS hat zudem Commerzbank zum Verkauf empfohlen - die Aktie fiel um 0,7 Prozent. Goldman Sachs hat die Aktie der Deutschen Telekom auf "Verkaufen" von "Neutral" gesenkt. Für das Papier ging es um 0,9 Prozent nach unten.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.306,21 -2,76 -0,1% +0,5%
Stoxx-50 3.038,88 +2,17 +0,1% +0,9%
Stoxx-600 364,07 +0,40 +0,1% +0,7%
XETRA-DAX 11.583,30 +19,31 +0,2% +0,9%
FTSE-100 London 7.275,47 +37,70 +0,5% +1,9%
CAC-40 Paris 4.888,23 +0,66 +0,0% +0,5%
AEX Amsterdam 484,74 -0,36 -0,1% +0,3%
ATHEX-20 Athen 1.772,33 +2,59 +0,1% +1,8%
BEL-20 Bruessel 3.632,02 -6,84 -0,2% +0,7%
BUX Budapest 33.031,53 +177,27 +0,5% +3,2%
OMXH-25 Helsinki 3.681,72 -7,19 -0,2% +0,0%
ISE NAT. 30 Istanbul 94.133,98 -112,63 -0,1% -1,4%
OMXC-20 Kopenhagen 890,83 -5,44 -0,6% +0,8%
PSI 20 Lissabon 4.677,02 -58,81 -1,3% -1,3%
IBEX-35 Madrid 9.452,00 -40,80 -0,4% +1,1%
FTSE-MIB Mailand 19.424,19 +64,17 +0,3% +1,0%
RTS Moskau 1.175,01 +14,74 +1,3% +2,0%
OBX Oslo 623,43 +1,14 +0,2% +0,9%
PX-GLOB Prag 1.206,39 -12,78 -1,0% +0,7%
OMXS-30 Stockholm 1.510,09 +0,27 +0,0% -0,5%
WIG-20 Warschau 2.023,64 +14,45 +0,7% +3,9%
ATX Wien 2.659,70 -18,99 -0,7% +1,6%
SMI Zuerich 8.449,19 +24,33 +0,3% +2,8%

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.08 Uhr Mo, 17.15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0558 -0,40% 1,0601 1,0564 +0,4%
EUR/JPY 122,4517 -0,15% 122,6316 123,05 -2,2%
EUR/CHF 1,0742 +0,02% 1,0739 1,0734 +0,3%
EUR/GBP 0,8681 -0,14% 0,8723 1,1518 +1,9%
USD/JPY 115,97 +0,25% 115,68 116,48 -0,8%
GBP/USD 1,2162 +0,08% 1,2152 1,2170 -1,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 51,40 51,96 -1,1% -0,56 -4,3%
Brent/ICE 54,30 54,94 -1,2% -0,64 -4,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.183,39 1.181,15 +0,2% +2,24 +2,8%
Silber (Spot) 16,78 16,56 +1,3% +0,22 +5,4%
Platin (Spot) 977,35 977,00 +0,0% +0,35 +8,2%
Kupfer-Future 2,61 2,54 +2,9% +0,07 +4,3%
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

END) Dow Jones Newswires

January 10, 2017 12:25 ET (17:25 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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