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MÄRKTE EUROPA/Börsen stabilisiert - SGL brechen ein

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Nach dem Abverkauf des Vortages sind Europas Börsen am Donnerstag mit leichten Aufschlägen gestartet. Einerseits trüben Rezessionssorgen die Stimmung, so ist in den USA die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihen erstmals überhaupt unter die Marke von 2 Prozent gefallen. Andererseits setzen Marktteilnehmer nun zunehmend auf weitere geldpolitische Lockerungen. Die chinesische Notenbank (PBoC) hat insgesamt 430 Milliarden Yuan an Liquidität in das Bankensystem des Landes gepumpt. Die PBoC will damit sicherstellen, dass die Banken angesichts der Konjunkturabschwächung ausreichend Mittel zur Verfügung haben.

Der DAX legt im frühen Handel um 0,2 Prozent auf 11.511 Punkte zu, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,1 Prozent auf 3.291 nach oben. Weiter intensiv diskutiert wird die am Vortag erstmals seit 2007 inverse US-Zinskurve zwischen 2- und 10-jährigen Treasuries. In der Vergangenheit war dies häufig ein Rezessionssignal. Impulse dürften am Donnerstag vor allem von neuen US-Konjunkturdaten ausgehen, so vom Konjunkturindex der US-Notenbankfiliale in Philadelphia, dem so genannten Philly-Fed, aber auch von den Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion.



Pfund reagiert kaum auf Corbyn-Initiative


Am Devisenmarkt reagiert das Pfund nur leicht positiv auf den Versuch von Labour-Chef Jeremy Corbyn, parteiübergreifende Unterstützung für ein Misstrauensvotum gegen Premierminister Boris Johnson zu finden. Corbyn will Neuwahlen und zugleich ein neues Referendum über den Austritt Großbritanniens aus der EU abhalten. An den Finanzmärkten scheint man dem Vorschlag nur geringe Erfolgsaussichten zuzubilligen. "Warum sollte gerade er es schaffen, das zutiefst gespaltene Parlament hinter sich zu einen und endlich eine Mehrheit für eine gemeinsame Brexit-Gangart zu finden", fragt sich die Commerzbank.

Nach Zahlenausweis brechen Aegon um 6,9 Prozent ein. Das operative Ergebnis hat sich zwar besser als erwartet entwickelt. Die Citigroup stört sich allerdings an der Solvency-II-Ratio. Diese ist mit 197 Prozent gleich 7 Prozentpunkte unter der Konsensschätzung geblieben. Nach guten Geschäftszahlen geht es dagegen für Carlsberg um 4,2 Prozent nach oben. Laut Jefferies ist der EBIT-Anstieg viel stärker als erwartet ausgefallen.

Für Moeller-Maersk geht es nach Zahlenausweis an der Börse in Kopenhagen kräftig um 4,8 Prozent nach oben. Der Reeder hat im zweiten Quartal einen Gewinn von 141 Millionen Dollar ausgewiesen. Analysten hatten dagegen mit einem Verlust von 52 Millionen Dollar gerechnet. Stützend dürfte aber auch der bestätigte Ausblick wirken, nachdem unlängst der Wettbewerber DFDS eine Gewinnwarnung abgegeben hatte.

Vestas geraten mit ihrem Ausblick unter Druck. Der Hersteller von Windkraftanlagen rechnet nun nur noch mit einer EBIT-Marge von 8 bis 9 Prozent, bisher hatte er 8 bis 10 Prozent angepeilt. Der Kurs verliert 2,3 Prozent.

K+S legen nach dem Quartalsbericht um 4,2 Prozent zu. "Der Cashflow entwickelt sich gut", sagt ein Händler. Der bereinigte freie Cashflow soll 2019 - beim Mittelwert der Ergebnisbandbreite - mindestens 100 Millionen Euro betragen. Bisher war ein "positiver" Wert in Aussicht gestellt worden, nach einem Minus von 206 Millionen Euro 2018.



SGL mit heftiger Gewinnwarnung


SGL Carbon brechen fast 30 Prozent ein. SGL Carbon sieht das Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen nun um etwa 10 Millionen unter dem Vorjahreswert von 65 Millionen Euro. Bisher hatte das Unternehmen hier mit einer Stagnation gerechnet. Unter dem Strich dürfte sich ein Konzernverlust in Höhe eines hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrags ergeben statt des bisher angepeilten ausgeglichenen Ergebnisses. In der vergangenen Woche hatte der Konzern die bisherige Prognose noch bestätigt. Nun tritt Vorstandschef Jürgen Köhler zurück.

Leicht unter den Erwartungen liegen laut Marktteilnehmern die Halbjahresergebnisse von United Internet (minus 3,9 Prozent) und 1&1 Drillisch (minus 3,2 Prozent). Entsprechend wurden auch die Erwartungen für das Gesamtjahr leicht heruntergenommen: Drillisch sieht das EBITDA-Wachstum nun bei 8 statt bei 10 Prozent, United geht von einem Umsatz-Wachstum von 2 statt von 4 Prozent aus. Das Programm eines Aktienrückkaufprogramms von United stützt nicht.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.290,85 0,07 2,15 9,64
Stoxx-50 3.035,65 0,01 0,28 9,98
DAX 11.511,40 0,16 18,74 9,02
MDAX 24.656,69 -0,02 -3,82 14,21
TecDAX 2.687,39 -0,34 -9,28 9,68
SDAX 10.334,45 -0,60 -62,35 8,68
FTSE 7.127,78 -0,28 -20,10 6,24
CAC 5.254,27 0,06 2,97 11,07

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,65 0,00 -0,89
US-Zehnjahresrendite 1,59 0,01 -1,09

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 07:43 Uhr Mi, 17:28 % YTD
EUR/USD 1,1148 +0,05% 1,1149 1,1143 -2,8%
EUR/JPY 118,42 +0,50% 118,08 117,90 -5,8%
EUR/CHF 1,0865 +0,21% 1,0854 1,0847 -3,5%
EUR/GBP 0,9230 -0,09% 0,9248 0,9235 +2,6%
USD/JPY 106,25 +0,46% 105,91 105,80 -3,1%
GBP/USD 1,2077 +0,13% 1,2055 1,2066 -5,4%
USD/CNY 7,0271 +0,04% 7,0292 7,0237 +2,2%
Bitcoin
BTC/USD 9.815,75 -3,49% 9.684,00 10.458,00 +163,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 55,18 55,23 -0,1% -0,05 +15,3%
Brent/ICE 59,38 59,48 -0,2% -0,10 +7,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.512,07 1.516,50 -0,3% -4,43 +17,9%
Silber (Spot) 17,15 17,22 -0,4% -0,07 +10,7%
Platin (Spot) 843,16 844,50 -0,2% -1,34 +5,9%
Kupfer-Future 2,60 2,59 +0,4% +0,01 -1,6%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

END) Dow Jones Newswires

August 15, 2019 04:01 ET ( 08:01 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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